Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kreistags waren wie auch schon
in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 dazu aufgerufen, ihre Meinung
zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. In diesem Wahljahr geht
es um drei Themenkomplexe:
- So konnten die Vereine darüber abstimmen, ob die Verlängerung bei
Entscheidungs- oder Relegationsspielen beibehalten werden soll oder aber
analog zu den Toto-Pokal-Partien (bei Unentschieden nach 90 Minuten
entscheidet sofort das Elfmeterschießen) vorgegangen werden soll. 91
Prozent stimmten für eine Beibehaltung der Verlängerung, nur neun
Prozent votierten für eine Abschaffung.
- Zudem wurde abgefragt, inwieweit eine Gelb-Rote Karte im
Erwachsenenbereich automatisch eine Sperre von einem Spiel für den
betroffenen Spieler oder die betroffene Spielerin nach sich ziehen soll.
Aktuell hat eine Gelb-Rote Karte keine Folge für das darauffolgende
Spiel. 87 Prozent lehnten die Einführung einer Sperre ab, 13 Prozent
sprachen sich dafür aus.
- Schließlich ist ein Stimmungsbild zum weiteren Vorgehen bei
Zeitstrafen eingeholt worden – die Kriterien für das Verhängen von
Zeitstrafen hatte der DFB modifiziert. Diese dürfen fortan nur bei
bestimmten Vergehen (Simulieren, absichtliches Verzögern, Protestieren,
Verhindern eines aussichtsreichen Angriffs durch Halten, Ziehen,
absichtliches Handspiel oder unzulässiges Antäuschen bei der
Strafstoßausführung) verhängt werden. Demnach lautet die Frage: „Soll
der BFV die Zeitstrafe im Erwachsenen- und Jugendbereich trotz der
Änderungen und der erklärungsbedürftigen Handhabung beibehalten?“ Hier
sprachen sich 46 Prozent dafür aus, 54 Prozent stimmten dagegen.
Die Meinungsbilder sind ausdrücklich keine bindenden Beschlüsse,
können aber über die Bezirkstage zum Verbandstag eingebracht und dort
entschieden werden.