Jedes Jahr am 1. Mai steht im Spielkreis 3 alles im Zeichen
des Kreispokal-Finals. So auch Heuer, wenn erneut ein neuer Sieger im Pokal auf
Kreisebene gesucht wird. Im Finale geht es um die Nachfolge des FC Vorwärts Röslau, der nach seinem Aufstieg in die Landesliga nicht mehr am Kreispokal
teilnehmen durfte. Ein bekanntes Gesicht ist dennoch wieder im Endspiel. Mit
dem FC Trogen, der zuletzt 2023 im Endspiel stand, ist ein Team vertreten, welches
den Wettbewerb bestens kennt und schon häufiger seine Qualitäten in den
K.o.-Spielen unter Beweis stellte. Die SpVgg Oberkotzau hingegen, nahm in den
letzten Jahren zwar immer am Wettbewerb teil. Verpasste den großen Coup aber.
In diesem Jahr sieht das ganz anders aus. Schon in der Liga kreuzten die beiden
Teams die Klingen, wobei man sich im Hinspiel mit einem Remis trennte, im
Rückspiel der FC Trogen mit einem 3:0 jedoch die Oberhand behielt. Doch das alles ist Geschwätz von gestern, denn der Pokal hat gewöhnlich seine eigenen Gesetze. So trafen am Dienstagabend beide Teams beim Veranstalter ATS Hof/West zu einer Pressekonferenz zusammen.
SVO-Trainer Michael Voigt sieht sein Team als Außenseiter
Für die SpVgg Oberkotzau ist das Finale im Kreispokal etwas ganz besonderes. So könnte man eine starke Saison noch mit einem Titel krönen. Trainer Michael Voigt sieht nach den letzten Wochen sein Team dennoch in der Außenseiterrolle. "Wir stehen zwar aktuell in der Liga vor dem FC Trogen, doch haben die Spiele in der Liga gezeigt, das der FC Trogen ein unbequemer Gegner ist", so der Oberkotzauer Übungsleiter. Er und seine Mannschaft nehmen das Finale ernst und trainierten unter der Woche zwei Mal, sah sich jedoch nicht gezwungen einen besonderen Weg vor dem großen Tag einzuschlagen. "Es gäbe sicherlich die Möglichkeit zusammen zu frühstücken, danach spazieren zu gehen. Ja in der Regionalliga und Bayernliga hab ich das früher auch schon mal gemacht. Aber dann sitzt man fünf, oder sechs Stunden aufeinander - das ist dann auch wieder nicht so schön", so Michael Voigt mit Blick auf das Großereignis. So ist der erfahrene Trainer auch sicher, das er seine Schützlinge nicht sonderlich heiß machen muss. Denn wer an diesem Tag nicht besonders heiß ist, sollte sich eine andere sportliche Betätigung suchen.
Michael Voigt freut sich auf das Kräftemessen mit dem FC Trogen.
Maik Schneider / anpfiff.info
FC-Spielleiter Christian Michael will von Fluchgefahr nichts wissen
Für den FC Trogen ist es nicht die erste Finalteilnahme in den letzten Jahren. Die letzten beiden Male unterlagen die Schwarz-Gelben gegen die SG Regnitzlosau. Auch deshalb sieht Trogens Spielleiter Christian Michael seine Mannschaft "an der Reihe". Der FC Trogen hatte bis zur Pressekonferenz schon über 200 Tickets für das Endspiel an den Mann, oder die Frau gebracht. "Wir freuen uns auf die Unterstützung unserer Anhänger, die sind immer heiß - sind immer daheim und die brauchen wir dann auch". Auch wenn man auf die letzten Siele blickt, in denen der FC Trogen die Oberhand behielt, hat das Finale sein eigenes Geschmäckle. "Eine klare Favoritenrolle wird es im Endspiel nicht geben. Klar liegt das Momentum aktuell bei uns. Trotz alledem spielt auch Oberkotzau eine starke Saison. Auch wenn wir die letzte Endspiele verloren haben, sehe ich da keinen Finalfluch auf uns zu kommen. Im Vergleich zu den letzten beiden Teilnahmen steht eine andere Mannschaft auf dem Platz und es geht beim Anpfiff eben auch bei 0:0 los", würde sich Christian Michael umso mehr freuen wenn es denn im dritten Anlauf klappt.
Auch Jürgen "Kit" Gahn wird im Finale wieder vollen Einsatz zeigen.
Maik Schneider / anpfiff.info
Spielleiter Peter Kempf hofft auf Zuschauerboom
Für das Endspiel am Freitagabend ist bestes Fußballwetter vorausgesagt und so hofft auch die Kreisspielleitung und der Verantwortliche für den Pokalwettbewerb, Peter Kempf für ein echtes Fußball Highlight. "Wir haben im Vorfeld bereits 900 Karten an die drei teilnehmenden Vereinen ausgehändigt. Der Vorverkauf läuft super und wir hoffen auf ein gut besuchtes Endspiel". Am wichtigsten ist für ihn aber, das es eine faire Partie sein wird, an deren Ende der bessere Gewinnt. Den Sieger erwartet, neben einem Geldgewinn und dem Pokal, auch die Teilnahme am Verbandspokal in dem den Kreissiegern das große Los in Form bayerischer Spitzenteams winkt. "Hier melden viele Gewinner aus dem Kreise einen Wunsch nach dem TSV 1860 München an", gibt Peter Kempf preis und gibt dabei auch gleich zu bedenken, dass für solche Gegner ein besonderes Sicherheitskonzept gelte. Doch nun stehe erst einmal das Kreispokal-Finale am 1. Mai auf dem Sportgelände des ATS Hof West auf dem Plan, bei dem alle beteiligten ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Für Peter Kempf wird das Finale eines seiner letzten Tätigkeiten beim BfV sein.
Maik Schneider / anpfiff.info