Karl Fleischer erzählt... (1)
... von einem Zweitligaspiel, bei dem er mit seinem bewährten Gespann schon am Vortag anreiste. "Ich brauchte vor den Spielen meine Ruhe und ging nach dem Essen auf mein Zimmer." Die beiden Assistenten gingen allerdings auf einem Tanzabend noch einmal steil. "Als wir am nächsten Tag die Platzbegehung durchführten, kam die Durchsage im Stadion, dass Schiedsrichter Fleischer am Eingang erwartet wird." Fleischer ging also hin und traf dort auf zwei junge Damen. "Als sie mich sahen meinten sie: Den meinen wir aber nicht... Gemeint waren meine beiden Assistenten, die am Abend vorher wohl nicht lange alleine blieben..."
Karl Fleischer erzählt... (2)
... von einem Spiel bei Hertha BSC in den 80er Jahren. "Das Spiel sollte um 20 Uhr beginnen, plötzlich erreichte uns am Nachmittag ein Anruf, das Spiel würde ausfallen wegen einer dicken Schneeschicht. Dabei hat es nur zwei Zentimeter geschneit. Denen wäre es aus sportlichen Gründen Recht gewesen, wenn die Partie ausgefallen wäre." Fleischer begab sich ins Stadion, besah sich das Spielfeld und sagte im Beisein eines Vertreters der Stadt Berlin: "Nix, da wird gespielt!" Zähneknirschend mussten die Berliner also antreten. Die Zeit bis 19:15 Uhr verbrachte das Gespann dann auf eine Tasse Kaffee in einem nahe
gelegenen Bordell... Karl Fleischer: „Heute undenkbar!“
Karl Fleischer erzählt... (3)
... von einem Zweitliga-Spiel des VfL Osnabrück. Dort verweigerte er einem Treffer von Erwin Kostedde, dem ersten dunkelhäutigen deutschen Nationalspieler (3 Länderspiele), die Anerkennung. Die Volksseele kochte: "Die wollten uns lüften!", erinnert sich Karl Fleischer. "Die Polizei kam und sagte, die Fans warten draußen auf uns. Es gibt nur eine Chance, wir verstecken sie in einem Polizeibus und bringen sie in die Stadt." Gesagt, getan. "Wir konnten nach dem Spiel in Osnabrück gemütlich unser Essen einnehmen, uns hat kein Mensch erkannt."
Hintergründe & Fakten
Zum Thema
27.09.2017
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] von Ralf Riemke