Ein Leben für den Fußball: Trauer um Albrecht „Ali“ Werner - anpfiff.info
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Artikel veröffentlicht am 13.07.2026 um 16:00 Uhr
Ein Leben für den Fußball:
Trauer um Albrecht „Ali“ Werner
Mit Albrecht „Ali“ Werner verliert der TSV Vestenbergsgreuth eine prägende Persönlichkeit. Über Jahrzehnte hinweg war er Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Funktionär und vor allem ein Mensch, dessen Herz stets für seinen Heimatverein schlug. Sein Name ist untrennbar mit der Geschichte des TSV verbunden.
Von
Uwe Kellner
Als der TSV Vestenbergsgreuth im Jahr 1974 gegründet wurde, gehörte Albrecht Werner der ersten Mannschaft an. Schnell entwickelte sich der flinke Offensivspieler zu einem Leistungsträger. Der ehemalige Präsident der SpVgg Greuther Fürth, Helmut Hack, erinnert sich an einen außergewöhnlichen Fußballer. Laut Hack besaß Ali eine enorme Schnelligkeit. Seine Dribblings und Flankenläufe auf der rechten Angriffsseite waren für die gegnerischen Verteidiger oft ein Alptraum. Seine Hereingaben sorgten immer wieder für Gefahr und viele Tore.
Albrecht Werner war einer der Akteure, die den beeindruckenden sportlichen Aufstieg des TSV von der damaligen C-Klasse bis in die Bayernliga mitgestalteten. Doch nicht nur der Verein entwickelte sich stetig weiter – auch „Ali“, wie ihn alle nannten, wuchs mit seinen Aufgaben. Ali war hundertprozentiger Vestenbergsgreuther. Der TSV war und blieb sein Lebensinhalt.
Nach seiner aktiven Laufbahn blieb Werner dem Fußball treu. Es war für ihn selbstverständlich, Verantwortung zu übernehmen und den Verein in unterschiedlichsten Funktionen zu unterstützen. Mitte der 1980er-Jahre half er als Trainer der A-Junioren und der zweiten Mannschaft aus. Parallel sammelte er auch außerhalb seines Heimatvereins Erfahrungen. Von 1985 bis 1988 trainierte er den TSV Elsendorf. Dort gelang ihm in der Saison 1987/88 eine bemerkenswerte Rettungsmission. Nach einer enttäuschenden Vorrunde übernahm Werner die Mannschaft und führte sie noch zum Klassenerhalt. Karl-Heinz Mertins erinnert sich dankbar daran, wie groß die Freude im Verein über dieses Kunststück war.
Anfang der 1990er-Jahre war Albrecht Werner Trainer in Münchsteinach. Armin Kräutlein erinnert sich dabei nicht nur an den Fußball, sondern vor allem an den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Gemeinsame Brotzeiten nach dem Training gehörten damals ganz selbstverständlich dazu und sind vielen bis heute in bester Erinnerung geblieben.
Albrecht Werner war Fußballer, Schiedsrichter, Polizeibeamter und vieles mehr. Er starb am 4. Juli 2026 im Alter von 71 Jahren.
privat
Auch als Schiedsrichter hinterließ Albrecht Werner bleibende Spuren. Über Jahrzehnte leitete er regelmäßig Spiele der Alten Herren – oftmals jeden zweiten Freitag – und war weit über die Grenzen seines Heimatvereins hinaus bekannt und geschätzt. Zudem engagierte er sich immer wieder ehrenamtlich als Busfahrer, sei es für die Schiedsrichtergruppe Erlangen oder für andere Vereine bei Ausflügen. Geld verlangte er dafür nie. Hilfe war für ihn selbstverständlich.
Seine Erfahrung brachte Albrecht Werner auch in die Nachwuchsarbeit ein. Anfang der 2000er-Jahre trainierte er unter anderem die E-Jugend, in der auch sein Sohn Thomas spielte. Eine Saison blieb die Mannschaft in zehn Spielen ungeschlagen und erzielte ein beeindruckendes Torverhältnis von 42:5. Später betreute er gemeinsam mit seiner Frau Irene zeitweise die Bambini-Mannschaft. Ab 2008 gehörte Albrecht Werner zudem dem Vereinsrat als sportlicher Berater an und brachte seine Erfahrung über viele Jahre hinweg in die Vereinsarbeit ein.
Wer mit Menschen über Albrecht Werner spricht, hört immer wieder dieselben Eigenschaften: zuverlässig, hilfsbereit, bescheiden. Er drängte sich nie in den Vordergrund und machte um sein Engagement nie viel Aufhebens. Für ihn war es selbstverständlich, anzupacken, wenn Hilfe gebraucht wurde.
Auch seine Familie teilte seine Leidenschaft für den Fußball. Sohn Thomas fand durch seinen Vater den Weg zur Schiedsrichterei. Als Polizist und langjähriger Unparteiischer war Albrecht Werner weit über den Fußball hinaus ein bekanntes Gesicht in der Region – ein „bunter Hund“, wie ihn viele mit einem Lächeln beschrieben.
Albrecht "Ali" Werner und der TSV Vestenbergsgreuth haben eine gemeinsame Geschichte.
privat
Mit Albrecht „Ali“ Werner verliert der TSV Vestenbergsgreuth nicht nur einen ehemaligen Leistungsträger, sondern einen Menschen, der den Verein über Jahrzehnte geprägt und begleitet hat. Sein Wirken reicht weit über Tore, Siege und Tabellen hinaus. Es lebt in den Erinnerungen all jener weiter, die mit ihm auf dem Platz standen, von ihm trainiert wurden oder ihn einfach als hilfsbereiten und verlässlichen Menschen kennenlernen durften.
Der TSV Vestenbergsgreuth und die Schiedsrichtergruppe Erlangen sprechen den Angehörigen ihr Beileid aus.
anpfiff.info
schließt sich an und wünscht viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.
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Hintergründe & Fakten
Albrecht Werner
Personendaten
Steckbrief Albrecht Werner
Albrecht Werner
Alter
71
Todestag
04.07.2026
Nation
Deutschland
Sportstätte TSV Vestenbergsgreut
Landgasthof am Schwalbenberg
Am Sportplatz 1
91487 Vestenbergsgreuth
Saisonbilanz Ali Werner
Saison
Sp
∑
Ø
(Sp)
Note
07/08
5
7
0
2
0
9
1,8
-
(0)
08/09
2
7
0
0
0
7
3,5
-
(0)
09/10
13
24
0
2
0
26
2,0
-
(0)
10/11
17
32
0
0
0
32
1,9
2,1
(3)
11/12
8
15
0
1
1
17
2,1
2,5
(6)
12/13
9
7
0
2
0
9
1,0
2,0
(5)
14/15
8
12
0
0
0
12
1,5
3,5
(1)
15/16
16
40
0
4
0
44
2,8
-
(0)
16/17
5
10
0
0
0
10
2,0
1,5
(1)
17/18
1
2
0
0
0
2
2,0
-
(0)
18/19
2
2
0
0
0
2
1,0
-
(0)
Ges.
86
158
0
11
1
170
2,0
2,2
(16)
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