Umbruch nach der Relegation: Stefan Korene übernimmt beim KSD Hajduk - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 16.06.2026 um 07:00 Uhr
Umbruch nach der Relegation: Stefan Korene übernimmt beim KSD Hajduk
In der abgelaufenen Saison erlebte der KSD Hajduk in der Relegation zur Bezirksliga eine Enttäuschung. Schließlich platzte durch die 0:1-Niederlage gegen die SpVgg Zeckern der Aufstiegstraum. Inzwischen ist klar, dass am Sigena-Sportplatz ein Kaderumbruch anstehen wird. Mit Stefan Korene übernimmt dabei auch ein neuer Trainer die Verantwortung beim KSD und möchte dabei das Feuer innerhalb des Teams neu entfachen.
Von Michael Watzinger
Stefan Korene übernimmt zur neuen Saison den KSD Hajduk und will am Sigena-Sportplatz eine neues Feuer entfachen.
KSD Hajduk Nürnberg
Genau vier Wochen ist es inzwischen her, seit der KSD Hajduk in der Aufstiegsrelegation gegen die SpVgg Zeckern mit 0:2 den Kürzeren zog und der Traum von der Bezirksliga zerplatzte. Seitdem tat sich am Sigena-Platz so einiges, schließlich stand nach dem Abschied von Spielertrainer Adrian Mesek den Verantwortlichen einiges an Arbeit bevor. Mit Stefan Korene ist mittlerweile ein Nachfolger gefunden.

Der 49-Jährige sammelte zunächst einige Erfahrungen im Juniorenbereich, war dort unter anderem beim ATV Frankonia, der SG Nürnberg-Fürth 1883, dem 1. FC Nürnberg und dem 1. SC Feucht tätig. Anschließend war Korene dann auch im Herrenbereich beim FC Bayern Kickers involviert und fungierte schließlich bis zum Saisonende 2021/22 in Eschenau als Torwarttrainer unter Chefcoach Saim Kök. "Anschließend ergab sich bei mir auch aus beruflichen Gründen eine Pause vom Fußball. Inzwischen ist die Lust auf eine neue Aufgabe aber stetig gewachsen. Es stand dann auch ein Engagement als Co-Trainer eines Landesligisten im Raum, allerdings kam es dann aus zeitlichen Gründen nicht zustande. Die Zeit ist zwar nach wie vor knapp bemessen, allerdings ist der KSD für mich eine absolute Herzensangelegenheit: Ich kenne die Leute im Verein bestens und bin wegen meiner Söhne, Antonio und Marko, regelmäßig vor Ort gewesen. Wir hatten vor ein paar Jahren schon einmal Kontakt. Damals ist mein Sohn dann aber gewechselt und die Trainer-Idee hatte sich zerschlagen, weil ich nicht gegen ihn antreten wollte. Jetzt hat es vom Timing her perfekt gepasst und ich musste mit der Zusage nicht lange überlegen", erklärt der neue Hajduk-Coach die Zusammenhänge seiner Entscheidung.

Das Feuer neu entfachen

Für Stefan Korene ist das Traineramt beim KSD Hajduk dabei mehr als nur eine einfache Rückkehr in den Amateurfußball: "Ich bin dem Verein aufgrund meiner kroatischen Herkunft eng verbunden. Meine beiden Söhne Antonio und Marko spielen zusammen in der 1. Mannschaft und auch meine Neffen, Filip, Daniel und Luka Odobasic, der aus Gutenstetten zurückkommen wird, sind im Verein. Es ist für mich etwas ganz Besonderes und ich freue mich riesig auf die Aufgabe!"

Mittelfeldmann Luka Odobasic (in blau) kehrt vom SV Gutenstetten-Steinachgrund zum KSD Hajduk zurück und vervollständigt damit eine Familienzusammenführung am Sigena-Platz – Onkel Stefan Korene übernimmt schließlich zur kommenden Saison das Traineramt beim Kreisligisten.
fussballn.de / Strauch

Dass jene Aufgabe durchaus anspruchsvoll werden kann, ist dem 49-Jährigen dabei durchaus bewusst: "Die Mannschaft hat in den letzten Jahren stets vorne mitgespielt und den Aufstieg mehrmals knapp verpasst. Aus meiner Sicht haben in den entscheidenden Momenten – gerade wenn man die vergangene Saison betrachtet – die letzten Prozentpunkte, der letzte Funke für den ganz großen Erfolg gefehlt. Ich kann auch verstehen, dass gerade nach der Niederlage in der Relegation schon eine gewisse Enttäuschung spürbar war. Dennoch gilt es jetzt, das Ganze abzuhaken. Ich möchte das Feuer definitiv wieder neu entfachen. Meine Vorgänger Akin Bölük und Adrian Mesek haben in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Darauf lässt sich hervorragend aufbauen."

Unterstützung wird Korene dabei auch vom 45-jährigen Darinko Pejic erhalten, der fortan als Co das Trainerteam erweitern wird: "Darinko hatte in Kroatien hochklassig gespielt und ich kenne ihn schon seit seiner Ankunft in Deutschland, weil wir damals gemeinsam beim FC Bayern Kickers gespielt haben. Er hat dann im Anschluss den Weg zum KSD gefunden. Wir kennen uns also schon lange und ich schätze ihn wirklich sehr. Er wird dem Team guttun und ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit ihm!"

Gemeinsam mit Co-Trainer Darinko Pejic (2.v.r.) und Athletik-Trainer Dominik Stojanac (r.) will Chefcoach Stefan Korene (2.v.l.) das Feuer beim KSD Hajduk zukünftig neu entfachen. Hajduk-Spielleiter Damir Harca (l.) präsentiert das neue Team an der Seitenlinie.
KSD Hajduk Nürnberg

Ein Umbruch steht bevor

Gemeinsam gilt es nun, einen ordentlichen Umbruch beim Kreisligisten zu moderieren, schließlich verlassen insgesamt sieben, größtenteils wichtige, Akteure die Mannschaft: Spielertrainer Adrian Mesek beendet seine Laufbahn ebenso wie Ersatzkeeper Andreas Graf, während es Stammkeeper Anto Marcinkovic und Branko Krizanovic jeweils nach Kroatien zieht. Dribbelkünstler Mustafa Jasarevic schließt sich dem SV Türkspor Reichelsdorf an und wird zukünftig offensiv ebenso fehlen wie Kreativgeist Efekan Durmaz (Ziel unbekannt) sowie Sturmtank Kristijan Dragicevic (wechselt zum FC Bosna).

Umgekehrt konnte der KSD bislang fünf Zugänge verbuchen: Mit Luka Odobasic kehrt vom Landesligisten SVG Steinachgrund der Spielgestalter früherer Jahre an den Sigena-Sportplatz zurück. Zudem haben auch Alen Muric (zuletzt Türk SV Gostenhof) und Marko Tole (pausierte) eine Hajduk-Vergangenheit vorzuweisen. Mit Tim Zimmermann kommt aus der Jugend der SG Quelle Fürth ein talentierter Nachwuchskeeper und wird gemeinsam mit Manuel Hufnagl (pausierte zuletzt) das Torhüter-Duo für die kommende Saison bilden.

Auf die Tore und Dribblings von Offensivmann Mustafa Jasarevic (in weiß) muss der KSD Hajduk zukünftig verzichten. Überhaupt steht am Sigena-Sportplatz ein ordentlicher Umbruch bevor.
fussballn.de

"Ohne Frage haben uns einige erfahrene Jungs, die in der Vergangenheit Großartiges für den Verein geleistet haben, mit Ablauf der Saison verlassen. Für uns gilt es nun, die entstandenen Lücken zu füllen und auch ein Stück weit eine gewisse Verjüngung innerhalb der Mannschaft voranzutreiben. Ich sehe schon eine Chance, eine hungrige Mannschaft zu entwickeln, die einfach eine große Lust versprüht und auch im Training bereit ist, an ihre Grenzen zu gehen. Diese Aufopferungsbereitschaft war bei dem einen oder anderen vielleicht zuletzt ein wenig abhandengekommen und das kann aus meiner Sicht schon ein paar Prozentpunkte in der Vergangenheit gekostet haben. Zudem wollen wir auch, dass die beiden Herrenmannschaften noch enger zusammenrücken, um die beiden Kader noch optimaler zu nutzen. Die Kommunikation untereinander ist hervorragend und wir freuen uns darauf, gemeinsam loszulegen", ordnet Korene die Lage nach dem vorhandenen Umbruch ein.

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Transfers KSD Hajduk Nürnberg

Zugänge
pausierte
Mittelfeld
Jul 2026
zuletzt Türk SV Gostenhof Nürnberg
Jul 2026
pausierte
Mittelfeld
SG Quelle Fürth
Abgänge
Ziel unbekannt
Mittelfeld
Jul 2026
Karriereende
Torwart
nach Kroatien
Sturm
nach Kroatien
Torwart
Jul 2026
Karriereende
Abwehr


Bilanz KSD Hajduk Nürnberg

Saison
Pl. 
Liga
2026/27
8. 
Kreisliga Nürnberg
 
2025/26
2. 
Kreisliga Nürnberg
2024/25
3. 
Kreisliga Nürnberg
 
2023/24
3. 
Kreisliga Nürnberg
 
2022/23
12. 
Kreisliga Nürnberg
2021/22
9. 
Kreisliga Nürnberg
 
2019/21
4. 
Kreisliga Nürnberg
 
2018/19
8. 
Kreisliga Nürnberg
 
2017/18
2. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
2016/17
2. 
A-Klasse 8 Nürnberg/Frankenhöhe

Trainer KSD Hajduk Nürnberg

2026/27
ab 04/2026
2025/26
bis 03/2026
2025/26
2024/25
ab 04/2024
2023/24
bis 04/2024
2023/24
bis 04/2024
2023/24
2022/23
2021/22
2019/21

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