Landesliga Nord - Frauen: Ebing und Obereichstätt steigen ab - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 23.05.2026 um 09:00 Uhr
Landesliga Nord - Frauen: Ebing und Obereichstätt steigen ab
SPIELTAG AKTUELL Am vorletzten Spieltag sind die ersten Entscheidungen in der Landesliga Nord der Frauen gefallen. Am Tabellenende kassierten SpVgg Ebing und FV Obereichstätt Niederlagen. Beide Teams stehen damit als erste Direktabsteiger fest. An der Tabellenspitze ließ der Schwabthaler SV Federn, so dass FC Ezelsdorf mit einem halben Bein in der Bayernliga steht. Der SpVgg Greuther Fürth 2 gelang Historisches...
Von Bernd Riemke
Der 16. Saisonsieg des FC Ezelsdorf könnte ein vorentscheidender gewesen sein. "Wir haben uns richtig schwer getan, konnten aber nach einem Doppelpass trotzdem in Führung gehen", verwies Emely Baumann auf Torgarantin Franziska Dirner, die den Tabellenführer Ende der ersten Halbzeit bei der SGV Nürnberg/Fürth in Front schoss. Baumann selbst veredelte in der Schlussphase nach zuvor vergebenen Möglichkeiten die Partie und zog nach ihrem dritten Saisontreffer ein schmunzelndes Fazit: "Ich glaub, ich muss öfter mit links schießen. Da denk ich weniger nach". Es war zugleich der 50. Landesligasieg in der nur dreijährigen Historie des FCE in der Nord-Gruppe. Einer, der die Hampicke-Elf ganz nah an den ersehnten Meistertitel und die Rückkehr in die Bayernliga bringt. 

Schwabthal zieht nicht nach

Denn der Schwabthaler SV kam zu Hause gegen eine starke SpVgg Greuther Fürth 2 nicht über ein 1:1 hinaus. "Es soll zur Zeit einfach nicht sein", sagte Spielführerin Lisa Kestler nach dem Schlusspfiff und nur einem Sieg aus den letzten vier Partien. Dabei lieferte Schwodl eine starke Partie. "Wir hatten zahlreiche Chance und jede Einzelne hat bis zum Schluss gekämpft", zollte Kestler ihrem Team großes Lob. Mit der ersten echten Möglichkeit ging der Gast jedoch durch Lisa Hirschberg in Führung. Selbst als der SSV nach einer roten Karte gegen Carlota Hollfelder in Unterzahl agierte, spielten die Gastgeberinnen weiter mutig nach vorne und belohnten sich durch den Ausgleich durch Julia Reinhard. Zu mehr sollte es nicht mehr reichen, so dass Schwabthal vor dem letzten Spieltag mit drei Punkten und dem um vier Tore schlechteren Tordifferenz auf dem 2. Rang verharrt. Das kleine Kleeblatt holte im 100. Landesliga-Spiel der Vereinsgeschichte den 149. Punkt. Der ist insofern historisch, als dass die Zweite der SpVgg Greuther Fürth damit ihre eigene Erste in der Ewigen Bestenliste um einen Platz nach hinten auf Rang 19 verdrängt.

Lisa Sommer (li.) traf für die SpVgg Ebing, doch am Ende reichte es für die Germania nicht. 
Bernd Riemke / anpfiff.info

 Ebing verliert und steigt ab

Obwohl es für Greuther Fürth zweifellos ein Punktgewinn war, nutzte der TSV Buch die Gunst der Stunde und zog mit einem 3:1-Auswärtssieg in Ebing am Kontrahenten vorbei auf den 3. Tabellenplatz. "Wir haben uns zunächst richtig schwer getan und waren im letzten Drittel nicht zwingend. Erst als wir in der Halbzteit ein bisschen etwas angepasst haben, ist es uns gelungen, über das Mittelfeld auch besser in die letzten Räume zu kommen", sagte TSV-Trainer Marcel Schmitz, dessen Team unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Nina Arbter in Führung ging. Den Ausgleich durch Lisa Sommer konterte Buch keine zwei Minuten später durch Rebecca Leinberger, ehe Carla Niubo Sole in der Nachspielzeit den Deckel drauf machte. "Ich kann meinen Mädels heute nur ein Kompliment machen. Der Sieg geht am Ende vollauf in Ordnung", so Schmitz abschließend. Für die SpVgg Ebing bedeutet diese Niederlage nach sechs Jahren auf Verbandsebene - einem davon sogar in der Bayernliga - jedoch den vorzeitigen direkten Abstieg in die Bezirksoberliga. 

Spieli feiert Jubiläuumssieg

Genau wie für den FV Obereichstätt, der nach dem 0:1 gegen die SpVgg Erlangen auch rechnerisch nicht mehr zu retten ist. Die Spieli hingegen machte durch den zweiten Sieg in Folge einen wichtigen Schritt in Richtung direktem Klassenerhalt. "Man hat beiden Teams angemerkt, dass es um etwas geht. Beide versuchten viel nach vorne, kamen aber kaum zu zwingenden Chancen", ließ Spieli-Coach Till Berger verlauten. Sein Team erwischte nach dem Seitenwechsel jedoch den besseren Start und als ein Querpass von der gegnerischen Hintermannschaft schlecht geklärt wurde, nahm sich Emma Steger aus 18m ein Herz und versenkte das Leder zum goldenen Tor in den Maschen. "Wir haben uns vorgenommen, den Knoten platzen zu lassen und das ist uns richtig gut gelungen", freute sich die Torschützin diebisch, die "richtig viel Zeit hatte zu überlegen, um den Ball ins lange obere rechte Eck zu schießen" und in einer intensiven Begegnung einen letztlich überzeugenden Auftritt ihrer eigenen Mannschaft sah. Dem pflichtete ihr Coach ausnahmslos bei. "Mit einer kämpferisch guten Leistung brachten wir den Sieg über die Zeit. Im Trainerteam sind wir sehr stolz auf die Mädels", strahlte demnach auch Berger nach dem Schlusspfiff. Dass dies zugleich der 50. Sieg in der achtjährigen Landesliga-Historie der SpVgg Erlangen war, ist ein erfreulicher Nebeneffekt.

Emma Steger (li.) traf sehenswert für die SpVgg Erlangen. 
Sebastian Baumann / anpfiff.info

 Schwarzenfeld springt auf den Relegationsrang

Einen ganz wichtigen Sieg feierte auch der FC Schwarzenfeld mit einem 1:0 gegen SV Neusorg. Teresa Frischholz blieb es dabei vorbehalten, in der 74. Minute das erlösende Tor zu erzielen, das die Oberpfälzerinnen punktgleich mit der Spieli ob des schlechteren Torverhältnisses auf den Relegationsrang befördert.

Höchster Tages- und Saisonsieg

Auf dem ersten Abstiegsrang steht der TSV Plankenfels - und das trotz des höchsten Saisonsieges. Gleich mit 4:0 wurde der SV Leerstetten nach Hause geschickt, wobei Lina Kröner und Susanne Voit nach ihrer Einwechslung jeweils ihr erstes Saisontor gelang. Dazwischen traf Lea Fanslau und obwohl die Helldörfer-Elf punktemäßig keinen Boden gutmachen konnte, kann die Höhe des Sieges vielleicht noch wichtig werden. Der Aufsteiger konnte hinsichtlich des Torverhältnisses aufholen und wahrt sich damit die Chancen, am letzten Spieltag doch noch ans rettende Ufer zu springen. 





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Tabelle Landesliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
21
52:15
52
2
21
59:26
49
3
21
48:30
42
5
21
34:39
31
6
21
39:40
31
7
21
31:40
26
8
21
17:31
18
9
21
24:43
18
10
21
25:46
15
11
21
24:40
13
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen


Stenogramm Landesliga Nord

TSV Nürnberg-Buch: Fenzl, Jung (68. Leinberger), Grimm, Lenz, Diebold E. (81. Schanz), Rogler (68. Mion, 86. Luger), Raumer, Diebold, Hager, Lang (89. Battaglia), Arbter
SpVgg Greuther Fürth 2: Heimann, Deiters (83. Ehebauer), Catalan Keck, Stelzner (63. Huß), Tillack, Graf, Proksch (71. Zaitseva), Islami, Beyer (71. Schneider), Hirschberg, Crooks (63. Schott) / Pitteroff
Tore: 0:1 Graf (22.), 1:1 Lang (40.)
Gelbe Karten: Raumer (21.), Lang (83.) / -
Zuschauer: 100 | Schiedsrichter: Rusty Knoblich (FV 99 Kleeblatt Fürth)
SGV Nürnberg-Fürth 1883: Seifert, Riepl, Alexander, Ludewig, Meier (58. Kafexholli), Asen, Volpe, Heinzelmann, Ellmer, Denger (79. Schramm), Fritsch (75. Hüttinger)
Tore: 0:1 Dirner (35.), 0:2 Baumann (80.)
Zuschauer: 90 | Schiedsrichter: Christian Tauscher (VfR Burggrumbach)
TSV Nürnberg-Buch: Fenzl, Grimm, Jung (87. Schanz), Rogler, Diebold, Raumer, Luger (60. Niubo Sole), Hager, Lang, Arbter, Leinberger (85. Battaglia)
Tore: 0:1 Arbter (47.), 1:1 Sommer (62.), 1:2 Leinberger (65.), 1:3 Niubo Sole (90.)
Gelbe Karten: - / Lang (89.)
Zuschauer: 75 | Schiedsrichter: Emre Kahraman (FV Giech 1948 e.V.)
Tore: 0:1 Hirschberg (47.), 1:1 Reinhard J. (76.)
Gelbe Karten: Büttel (33.) / - | Rote Karten: Hollfelder (68.) / -
Zuschauer: 125 | Schiedsrichter: Johannes Ruß (SC Jura Arnstein)
Tore: 0:1 Steger E. (52.)
Gelbe Karten: Beck-Zafeiriou (47.), Braun (55.), Schneider E. (70.) / Moos Ma. (53.)
Zuschauer: 56 | Schiedsrichter: Florian Flock
Tore: 1:0 Kröner (26.), 2:0 Eigentor (39.), 3:0 Fanslau (45.), 4:0 Voit S. (82.)
Zuschauer: 100 | Schiedsrichter: Michael Hahn (Trimm Dich Club Lindau)
Tore: 1:0 Frischholz (74.)
Zuschauer: 42 | Schiedsrichter: Rony Berger

Torschützen Landesliga Nord

In Klammern: Spiele | Elfmeter | Tor-Vorlagen
Franziska Dirner und Julia Reinhard schraubten ihr Torkonto in die Höhe. Nadine Lang traf unter der Woche im Nachholspiel gegen Greuther Fürth 2. 

Der nächste Spieltag


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