Die Kickers gehen mit breiter Brust in die entscheidenden Wochen. Auch in Ansbach ließen die Rothosen nichts anbrennen. Allerdings mussten die Gäste erst einmal einen frühen Rückstand verkraften. Niklas Seefried verwertete nach einem langen Ball aus 35 Metern, nachdem sich Nick Guttenberger beim Herauslaufen völlig verschätzt hatte (3.). Doch die Kickers antworteten prompt. Jermain Nischalke blieb gegen Lukas Oberseider stabil und glich aus (7.). Zwei Minuten später eroberte Cherif Cissé an der Torauslinie das Leder gegen Keeper Jan Mottl, legte zurück auf Luke Hemmerich, der ins leere Tor traf (9.). Auch in der Folge blieb es ein offenes Match, in dem die Kickers sich mehrere sehr gute Gelegenheiten erspielten, aber nicht verwerteten, und Ansbach damit im Spiel ließen.
Kickers machen spät den Sack zu
Die Hausherren bestimmten nach dem Seitenwechsel sogar das Spielgeschehen und hatten mehrmals den Ausgleich auf dem Fuß. Glück hatten die Mittelfranken bei Martin Thomanns Pfosten-Freistoß (60.). Danach drückten aber die Hausherren wieder und hatten ebenfalls Aluminium-Pech. Nach einem kapitalen Fehler im Aufbau bediente dann Jermain Nischalke Cherif Cissé, der aus wenigen Metern einschoss. Kurz darauf besorgte Liam Omore den 4:1-Endstand nach einem Freistoß aus dem Halbfeld. "Wir haben die reguläre Saison super abgeschlossen, haben viele Siege geholt und viele Tore geschossen. Jetzt atmen wir kurz durch und gehen dann mit voller Power in das Pokalfinale und die Relegation", resümierte Michael Schiele zufrieden und warf den Blick bereits auf die entscheidenden Spiele. Um den letzten freien Platz in der Dritten Liga kämpfen die Würzburger gegen Lokomotive Leipzig, das sich in einem Herzschlagfinale gegen Verfolger Carl Zeiss Jena durchsetzte. Die Spiele finden am 28. Mai und 1. Juni jeweils um 19:00 Uhr statt.
Aubstadt verwöhnt seine Fans nochmals
Einen gelungenen Saisonabschluss legten die Aubstädter hin. Ohne Claudiu Bozesan, der aus privaten Gründen fehlte, siegten die Grabfelder deutlich mit 4:0 gegen die Bayreuther. Nico Schmidt verpasste früh nach feinem Weiß-Stecker freistehend aus 14 Metern. Wenig später setzte Severo Sturm das Leder aus 40 Metern knapp vorbei, als Konrad Maier zu weit vor dem eigenen Kasten stand. Die Hausherren bestimmten die Partie und Pascal Moll versenkte eine flache Grimm-Rückgabe zum 1:0. Die verdiente Führung für die Rot-Weißen. Vier Minuten später scheiterte Max Grimm an Konrad Maier, aber Marcel Fischer staubte ab. Und es folgte noch der dritte Streich vor der Pause. Severo Sturm brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld auf den zweiten Pfosten. Tim Hüttl legte quer und Max Grimm schob ein.
Früh war die Partie entschieden. Aber die Grabfelder hatten weiter Spaß. Severo Sturm scheiterte an Konrad Maier direkt nach dem Seitenwechsel. Die darauffolgende Fischer-Ecke köpfte Nico Schmidt zum 4:0 ein. Es bahnte sich ein Debakel an. Zu dem kam es aber nicht, weil die Hausherren den Fuß vom Gaspedal nahmen, ohne aber die Kontrolle zu verlieren. Von den harmlosen Gästen kam in der Folge kaum etwas. "Wir sind hochzufrieden mit dem Ergebnis. Wir hatten diese Woche nochmals thematisiert, dass wir uns mit einem anderen Gesicht verabschieden wollen. Das ist uns verdient gelungen", resümierte Andreas Eisenmann nach der Partie. Dem pflichtete Lukas Kling bei und befand, dass der Unterschied zwischen Männer- und Jugendfußball deutlich zu sehen gewesen sei.
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