Die Rettung kommt von oben: Der Abstiegskampf wird neu berechnet - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 14.05.2026 um 06:00 Uhr
Die Rettung kommt von oben: Der Abstiegskampf wird neu berechnet
Vor Beginn einer jeden Saison wird die Auf- und Abstiegsregelung durch den Bayerischen Fußballverband erlassen und verkündet. Der darin aufgeführte Satz „Wird nach vollzogenem Auf- und Abstieg die Sollzahl nicht erreicht“, hat nach Beendigung dieser Saison (zum Teil gravierende) Auswirkungen von der Regional- bis in die Bezirksoberliga hinein…
Von Bernd Riemke
Alessa Herbst und die SpVgg Ebing haben den Klassenerhalt in der Landesliga in der eigenen Hand.
Bernd Riemke / anpfiff.info
Alles beginnt beim SV 67 Weinberg und der SpVgg Greuther Fürth. Diese beiden bayerischen Teams belegen in der Regionalliga Süd vordere Plätze. Einzig der FFC Wacker München wird in die Bayernliga absteigen.

Bayernliga

Aus der Bayernliga steigt der überlegene Meister FC Ruderting in die Regionalliga Süd auf. „Aus der Bayernliga steigen grundsätzlich die vier letztplatzierten Vereine in die jeweilige Landesliga ab“, heißt es in den BFV-Regularien.

Wenn der eingangs zitierte Satz „Wird nach vollzogenem Auf- und Abstieg die Sollzahl von 12 Mannschaften nicht erreicht...“ nicht wäre. Der setzt sich nämlich wie folgt fort: „… reduziert sich die Anzahl der Absteiger entsprechend“.

Das führt in der laufenden Saison 2025/26 dazu, dass es tatsächlich nur zwei Direktabsteiger aus der Bayern- in die beiden Landesligen geben wird.


Können Vanessa Preißinger und der TSV Plankenfels am Saisonende über den Klassenerhalt jubeln?
Bernd Riemke / anpfiff.info

Landesliga

Aus den Landesligen Nord und Süd steigt grundsätzlich der Meister in die Bayernliga auf. „Aus den Landesligen steigen grundsätzlich die jeweils vier letztplatzierten Vereine in die jeweilige Bezirksoberliga ab“, heißt es in den BFV-Regularien.

Wenn der eingangs zitierte Satz „Wird nach vollzogenem Auf- und Abstieg die Sollzahl von 24 Mannschaften nicht erreicht…“ nicht wäre.

Rechenschieber

In beiden Landesligen spielen derzeit je zwölf, in der Summe also 24 Teams. Sowohl aus der Gruppe Nord, wie auch aus der Gruppe Süd steigt der Meister auf. Dafür kommen die beiden Absteiger aus der Bayernliga hinzu. Es bleibt also in der vorausschauenden Rechnung für die Saison 2026/27 bei 24 Teams.

Aus den sieben Bezirksoberligen steigen die sieben Meister auf. Gäbe es nun die eingangs erwähnten acht Absteiger (vier aus jeder Gruppe), so würde die Sollzahl um eins unterschritten werden.

Für diesen Fall hat die Auf- und Abstiegsregelung vorgesorgt: „Wird nach vollzogenem Auf- und Abstieg die Sollzahl von 24 Mannschaften um eine Mannschaft unterschritten, spielen die Tabellenneunten der jeweiligen Liga in einem Entscheidungsspiel den freien Platz in der Landesliga aus.

Anmerkung der Redaktion: In den vergangenen Spielzeiten zwei Spielzeiten hat jeweils der Meister der Bezirksoberliga Unterfranken freiwillig auf den Aufstieg verzichtet. Sollte sich diese Tendenz auch in dieser Saison fortsetzen, wäre ein weiterer Platz in der Landesliga frei.

Auch für diesen Fall hat die Auf- und Abstiegsregelung vorgesorgt: „Wird nach vollzogenem Auf- und Abstieg die Sollzahl von 24 Mannschaften um zwei Mannschaften unterschritten, steigen aus jeder Gruppe nur die drei letztplatzierten Mannschaften ab“.
Mit anderen Worten: Das Relegationsspiel des Nord-Neunten gegen den Süd-Neunten würde entfallen und beide wären weiterhin Landesligist.


Auf ihrem Mannschaftsfoto bilden die Frauen des SV Würgau ein V - wie Victory. Im günstigen Fall bleibt Wärcha trotz derzeitigem Platz elf in der Bezirksoberliga. 
SV Würgau

Bezirksoberliga Oberfranken

Der Meister steigt in die Landesliga auf. „Die vier letztplatzierten Mannschaften steigen in die Bezirksliga ab“, heißt es in den BFV-Regularien.

Wenn der eingangs zitierte Satz „Wird nach vollzogenem Auf- und Abstieg die Sollzahl von 12 Mannschaften nicht erreicht…“ nicht wäre. Der setzt sich nämlich wie folgt fort: „… reduziert sich die Anzahl der Absteiger“.

Rechenschieber

Drei Spieltage vor Saisonende befinden sich noch zwei Teams im Abstiegskampf der Landesliga, die im Fall eines Falles in die Bezirksoberliga Oberfranken absteigen würden: die SpVgg Ebing und der TSV Plankenfels.

Aus den beiden Bezirksligen Ost und West steigen jeweils die beiden Meister in die BOL auf.

Möglichkeit 1)

Ebing und Plankenfels steigen in die Bezirksoberliga ab.

2 Absteiger aus der LL, 2 Aufsteiger aus der BL - die 8 Mannschaften auf den Plätzen zwei bis neun dürfen in der Bezirksoberliga bleiben, es gibt also nur drei Absteiger.

Möglichkeit 2)

Entweder Ebing oder Plankenfels steigen in die Bezirksoberliga ab.

1 Absteiger aus der LL, 2 Aufsteiger aus der BL - die 9 Mannschaften auf den Plätzen zwei bis zehn dürfen in der Bezirksoberliga bleiben, es gibt also nur zwei Absteiger.

Anmerkung: Wäre SpVgg Ebing der eine Absteiger, dann würde SpVgg Ebing 2 automatisch als Absteiger aus der BOL feststehen, da nicht zwei Mannschaften des gleichen Vereins auf derselben Ligaebene spielen dürfen.

Möglichkeit 3)

Weder Ebing, noch Plankenfels steigen in die Bezirksoberliga ab.

0 Absteiger aus der LL, 2 Aufsteiger aus der BL - die 10 Mannschaften auf den Plätzen zwei bis elf dürfen in der Bezirksoberliga bleiben, es gibt also nur einen Absteiger.

Anmerkung: So steht es in den BFV-Regularien auch geschrieben. „Der Letztplatzierte steigt in jedem Fall ab“. Dieser Letztplatzierte steht seit dem Winter fest, da der FC Redwitz seine Mannschaft zurückgezogen hat und auf den letzten Platz gesetzt wird.

Der Abstiegskampf in der Landesliga wurde somit in jedem Fall entschärft, der in der Bezirksoberliga kann im günstigsten Fall obsolet werden, so dass bis auf den zurückgezogenen FC Redwitz alle aktuellen Bezirksoberligisten auch künftige Bezirksoberligisten sein werden (selbstverständlich bis auf den Meister, der in die Landesliga aufsteigt). 

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Leser-Kommentare

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Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen
Korrektur: In der Bayernliga steigen nur zwei statt der ursprünglichen drei Teams ab. 


Tabelle Landesliga Nord

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Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen
Korrektur: In der Landelsiga steigen nur drei Teams direkt ab. 

Der Neunte spielt in der Relegation gegen den Süd-Neunten. Das kann SC Amicitia München, FC Rudertin 2 oder SV Wilting sein. 

Tabelle Bezirksoberliga

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Team
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Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen
Korrektur: Es wird sicher nur drei statt der ursprünglichen vier Absteiger geben.

Deshalb: Aufatmen in Teuchatz und Eicha, sowie beim FFC Hof 2. 

Die Zahl der Absteiger kann sich weiter verringern, wenn SpVgg Ebing und/oder TSV Plankenfels der Klassenerhalt in der Landesliga gelingt.

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