Die Tipps zum Schluss: Restprogramm im Check: Wer macht’s? - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 30.04.2026 um 06:00 Uhr
Die Tipps zum Schluss: Restprogramm im Check: Wer macht’s?
PODCAST In Folge 78 des Podcasts "die amateurschreiber" geht es ans Eingemachte: Wer steigt auf, wer muss runter, wer zittert bis zum letzten Spieltag? Uwe Kellner und Sebastian Baumann haben mit Tim Schmolzi und Roland Winkler zwei Kenner der Szene dabei. Heraus kam eine lange, launige und ziemlich konkrete Reise durch fast alle Ligen.
Von Sebastian Baumann
Die neue Folge „der amateurschreiber“ hatte einen klaren Arbeitstitel: Restprogramm-Analyse. Uwe Kellner und Sebastian „Basti“ Baumann nahmen sich diesmal gemeinsam mit anpfiff.info-Ligenbetreuer Tim Schmolzi und Roland Winkler, lange Jahre Trainer des SC Rupprechtstegen und aktuell beim TSV Königstein in der Kreisliga Oberpfalz tätig, die entscheidenden Wochen im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund vor. Schnell wurde klar: Kurz wird diese Folge nicht. „Ich habe mit einer halben Stunde gerechnet“, sagte Uwe Kellner am Ende schmunzelnd. Aus der halben Stunde wurde deutlich mehr, weil fast jede Liga noch ihre eigenen Geschichten liefert.

Eltersdorf fast durch, Jahn noch nicht sicher

In der Bayernliga Nord steht der SC Eltersdorf vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Vier Punkte aus drei Spielen reichen den Quecken, weil der direkte Vergleich für sie spricht. Basti Baumann ordnete das Restprogramm mit Neumarkt, Bamberg und Schlusslicht Großschwarzenlohe dennoch vorsichtig ein: „Machbar ist es, aber ganz einfach ist das Programm nicht.“ Roland Winkler sah es ähnlich, traute Eltersdorf am Ende aber den entscheidenden Schritt zu. Im Keller der Bayernliga geht es für den ATSV Erlangen weiter um den direkten Klassenerhalt. Gegen Jahn Regensburg 2 und Bayern Hof brauche der ATSV nach Einschätzung der Runde wohl noch einen Sieg.


Roland Winkler ist immer wieder auf den Spoertplätzen im Spielkreis zu Gast und tippt mit den "amateurschreibern".
anpfiff.info/uwe Kelner

In der Landesliga Nordost gilt Ammerthal als nahezu sicherer Meister, während Jahn Forchheim den zweiten Platz noch nicht endgültig abgesichert hat. Vor allem das Restprogramm mit dem letzten Spiel in Münchberg sorgte für Diskussionen. „So sicher bin ich nicht, dass der Jahn da einfach durchgeht“, sagt Roland Winkler. Im Tabellenkeller blickte die Runde besonders auf Buch, Weisendorf, Gutenstetten und Weißenburg. Tim Schmolzi verwies auf den starken Bucher Lauf: „Aus den letzten sechs Spielen haben sie fünf Siege geholt.“ Trotzdem blieb die Einschätzung offen, ob das noch für den direkten Klassenerhalt reicht.

Enge Rennen in Bezirksliga und Kreisligen

In der Bezirksliga Nord sieht die Runde Kalchreuth trotz Druck durch die Pumas aus Herzogenaurach vorne. Ganz erledigt sei das Rennen aber nicht, weil Kalchreuth noch anspruchsvolle Aufgaben vor sich hat. Deutlich wilder wirkt die Lage im Tabellenkeller. Schwaig, Kickers Erlangen, Baiersdorf, Tennenlohe, Ottensoos und Germania kämpfen um jeden Punkt. Für Tim Schmolzi ist Baiersdorf in großer Gefahr: „Der letzte Sieg war am 7. November. Das sagt eigentlich schon alles.“ Gleichzeitig bekam Hüttenbach trotz Verletzungssorgen noch Chancen zugesprochen, weil direkte Duelle alles verändern können.

In der Kreisliga 1 ist das Meisterrennen wieder offen. Lonnerstadt verlor nach langer Serie gegen Bubenreuth, der TV 1848 Erlangen ist zurück an der Spitze, Ebermannstadt mischt weiter mit. Schmolzi sieht den TV vorne, Baumann hält Lonnerstadt für reizvoller. Uwe Kellner jemand anderen: „Von der Story her fände ich Ebermannstadt am besten. Mal wieder ein Bezirksligist aus der Fränkischen Schweiz hätte schon was.“ In der Kreisliga 2 sorgt der bevorstehende Abschied von Darius Bodjrenou beim Tabellenführer Weißenohe für Gesprächsstoff. „Wenn man sich in so einer Situation vom Trainer trennt, muss man schon eine Granate in der Hinterhand haben“, meinte Kellner. Sportlich tippten die Gäste dennoch mehrheitlich auf Weißenohe als Meister und Neunhof als Relegationsteilnehmer.

Wimmelbach und ATSV Forchheim vor dem Durchmarsch?

Auch die Kreisklassen boten reichlich Stoff. Wimmelbach steht in der Kreisklasse 2 dicht vor dem Durchmarsch, muss aber noch liefern. Roland Winkler gab einen trockenen Rat: „Mit dem T-Shirt-Drucken kann man anfangen.“ In der Kreisklasse 3 bleibt das Rennen zwischen Forth, Schlaifhausen und Weilersbach spannend. In der Kreisklasse 4 könnte Weißenbrunn dem SK Lauf noch gefährlich werden, während in der Kreisklasse 5 Pegnitz den Wiederaufstieg bereits geschafft hat. Winkler gratulierte ausdrücklich: „Pegnitz gehört in die Kreisliga. Das war nur ein Ausrutscher.

Zum Schluss ging es im Schnellgang durch die A-Klassen, wo mehrere direkte Duelle zwischen Erstem und Zweitem noch ausstehen. Besonders der 10. Mai könnte in mehreren Staffeln zum großen Entscheidungstag werden.

In der nächsten Folge wollen "die amateurschreiber" mit Kreisspielleiter Tobias Körner über die Relegationsmodalitäten sprechen. Genau das passt zur Lage: Vieles ist vorgerechnet, einiges ist getippt, aber entschieden ist im Spielkreis noch lange nicht alles.



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