Landesliga Nord - Frauen: Spitzenduo setzt sich ab - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 29.03.2026 um 19:15 Uhr
Landesliga Nord - Frauen: Spitzenduo setzt sich ab
SPIELTAG AKTUELL Mit überzeugenden Kantersiegen in der Fremde untermauerten Schwabthaler SV und FC Ezelsdorf ihre eigenen Ambitionen und setzten sich ein stückweit von der Konkurrenz ab. Im Tabellenkeller war der FV Obereichstätt der große Gewinner. Schlusslicht Schwarzenfeld verliert trotz Punktgewinn allmählich den Anschluss. 
Von Bernd Riemke
Vergangene Woche der 100. Sieg, diese Woche das 200. Pflichtspiel in der Landesliga-Nord. Der Schwabthaler SV kommt aus den Jubiläumswochen gar nicht mehr heraus. Grund zum Feiern gab es auf dem grünen Rasen obendrein. "Wir haben uns vorgenommen, sofort in die Zweikämpfe zu kommen und uns die zweiten Bälle zu erobern. Da waren wir von Beginn an präsent", sagte Carlotta Hollfelder im Nachgang zu einem mehr als überzeugenden 5:0-Auswärtserfolg beim SV Neusorg. "Wir haben hinten zu Null verteidigt und alle Vorgaben gemeinsam als Team gut umgesetzt", ergänzte die Angreiferin, die zum zwischenzeitlichen 4:0 traf und mit ihrem SSV auf eindrucksvolle Weise die Tabellenführung behauptete. 

Ezelsdorf beschmutzt weiße Bucher Weste

Fünf Spiele. Fünf Siege. 16:5 Tore. So lautete die nicht minder eindrucksvolle Heimbilanz der Bucher Mädels - bis der FC Ezelsdorf anreiste und einen 5:1-Kantersieg feierte. Franziska Dirner eröffnete den Torreigen kurz vor der Halbzeit. Es war das 150. Landesliga-Tor für den FCE. Alicia Kohl sorgte mit ihrem ersten Saisontreffer für den Nackenschlag vor der Pause, der die Kronprinzessinnen auf die Siegerstraße brachte. Als Carla Niubo Sole in der Bucher Drangphase der Anschlusstreffer gelang, wackelte Ezelsdorf kurz. Die eingewechselt Emily Baumann stellte die Weichen mit ihrem ersten Saisontor dann endgültig auf Sieg, ehe ein weiterer Doppelschlag in den Schlussminuten für klare Verhältnisse sorgte. "Wir haben uns auch nicht vorgestellt, dass es so hoch ausgeht, aber wir haben als Team sehr gut funktioniert und so kam dieses Ergebnis zustande", gab eine begeisterte Leni Fohrer zu Protokoll, die nach ihrer USA-Rückkehr erst zum zweiten Mal für Ezelsdorf auflief und der Mannschaft attestierte, "super aufgenommen" worden zu sein, weshalb sie im Mittelfeld selbst brillieren konnte. 


Leni Fohrer (li.) und der FC Ezelsdorf setzten sich gegen Laura Scholz und die heimstarken Bucher Mädels überraschend deutlich mit 5:1 durch. 
Bernd Riemke / anpfiff.info


Drei Tore in zwölf Minuten 

Die Gunst der Stunde, sich auf Rang vier vorzuschieben, nutzte die SpVgg Greuther Fürth 2. "Es war eine ausgeglichene Partie, in der wir vielleicht etwas mehr Spielanteile hatten", bilanzierte Kleeblatt-Coach Tobias Auer die erste halbe Stunde, bis Friederike Unruh für die SGV Nürnberg/Fürth in allerbester Torwartmanier mit beiden Händen auf der Torlinie einen Gegentreffer verhinderte, mit Rot das Feld verlassen musste und die Gäste Selbiges nicht nur durch den fälligen Elfmeter eiskalt bestraften. "Ich war begeistert, dass die Mädels die Ruhe bewahrt und erkannt haben, dass der Gegner wackelt. In diesen zehn Minuten haben wir sofort nachgelegt", so Auer weiter, der mit seinem Team letztlich einen ungefährdeten 4:0-Erfolg feiern durfte. 

Keine Tore in Leerstetten

In der unteren Tabellenhälfte wahrte der SV Leerstetten den Vorsprung auf den ersten nominellen Abstiegsrang und liegt weiterhin sechs Zähler vor dem imonösen Strich. Gegen Schlusslicht FC Schwarzenfeld kam die Elf von Trainer Radoslaw Kaczmarek jedoch nicht über ein torloses Remis hinaus. 


Andrea Thomas (re.) erzielte für die SpVgg Erlangen den Ausgleich im Abstiegskampf gegen Ebing. 
Bernd Riemke / anpfiff.info

Obereichstätt Sieger im Sechs-Punkte-Spiel

So war der große Sieger im Tabellenkeller der FV Obereichstätt. "Wir wollten unbedingt den Dreier holen, hatten auch mehr Spielanteile, aber Plankenfels wurde mit Nadelstichen immer gefährlich", berichtete Katharina Moritz, deren Oberbayerinnen zweimal in Führung gingen und zweimal den Ausgleich hinnehmen mussten. "Das haben wir gut verkraftet und sind am Ende als verdienter Sieger aus der Partie gegangen", schloss Moritz, die mit dem 3:2-Heimsieg einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt distanzierten und nun drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben. 

Unentschieden im Duell der Remisköniginnen

Auch, weil die SpVgg Erlangen trotz klarer Feldüberlegenheit gegen die SpVgg Ebing nicht gewinnen konnte. "Wir hatten den Gegner komplett im Griff, waren bissig und haben uns richtig gute Chancen erspielt", sagte Sophie Kiegel für die Spieli im Nachgang, doch getroffen hat in Durchgang eins nur der Gast. Julia Müller stellte mit ihrem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zu diesem Zeitpunkt ein wenig den Spielverlauf auf den Kopf. "Nach dem Ausgleich haben wir uns ein wenig von der hektischen Spielweise anstecken lassen. Trotzdem haben wir alles gegeben. Darauf müssen und werden wir aufbauen und dann auch wieder Siege einfahren", schloss Kiegel, für deren Spieli Andrea Thomas beim 1:1 ihr fünftes Saisontor erzielte. Die SpVgg Ebing ging zum sage und schreibe siebten Mal in dieser Spielzeit mit 1:0 in Front. Nur ein einziges dieser Spiele konnte die Germania gewinnen. Das Remis in Erlangen war die erste Punkteteilung, die anderen vier Partien gingen sogar noch verloren. Rein statistisch war das Unentschieden zwischen Erlangen und Ebing folgerichtig, denn beide Teams haben die ligaweit die meisten Remis in ihrer Bilanz stehen. 

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Tabelle Landesliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
13
38:13
34
2
13
39:11
32
3
13
34:22
26
5
13
20:25
21
6
13
24:21
21
7
13
18:25
15
10
13
10:21
8
11
13
11:30
7
12
13
12:27
6
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen


Stenogramm Landesliga Nord

SpVgg Greuther Fürth 2: Pitteroff, Deiters (53. Proksch), Catalan Keck, Tillack, Zaitseva, Schott (61. Stelzner), Kokhan (61. Beyer), Graf (61. Crooks), Islami, Hirschberg, Huß (61. Feuerstein) / Reiß
SGV Nürnberg-Fürth 1883: Schreiber, Alexander, Ludewig, Meier, Unruh, Asen, Herrmann (84. Dinc), Denger, Grassick, Hüttinger (46. Schramm), Fritsch (37. Ellmer) / Volpe, Turkot
Tore: 1:0 Zaitseva, Foulelfmeter (30.), 2:0 Hirschberg (37.), 3:0 Islami (42.), 4:0 Feuerstein (70.)
Gelbe Karten: - / Ellmer (39.), Herrmann (50.) | Rote Karten: - / Unruh (29.)
Zuschauer: 75 | Schiedsrichter: Robert Kammel
Tore: 0:1 Müller (45.), 1:1 Thomas (74.)
Gelbe Karten: - / Stengel (78.)
Zuschauer: 60 | Schiedsrichter: Dennis Bayraktar (TSV 1891 Frauenaurach)
Tore: 1:0 Bacherler (7.), 1:1 Helldörfer (27.), 2:1 Beck-Zafeiriou (36.), 2:2 Preißinger (68.), 3:2 Czech (85.)
Gelbe Karten: Braun (90.+1) / Helldörfer (44.), Maisel K. (81.), Krasser (88.)
Zuschauer: 30 | Schiedsrichter: Lukas Gerhäuser
Tore: keine Tore
Gelbe Karten: - / Frischholz (26.), Beck (62.), Ruhland (88.)
Zuschauer: 80 | Schiedsrichter: Tobias Paul (SV Abenberg)
Tore: 0:1 Zahn (4.), 0:2 Kestler (12.), 0:3 Zahn (21.), 0:4 Hollfelder (50.), 0:5 Kestler (61.)
Gelbe Karten: - / Kestler (41.)
Zuschauer: 30 | Schiedsrichter: Andreas Weismeier (TSV Pressath)
Tore: 0:1 Dirner (39.), 0:2 Kohl (45.), 1:2 Niubo Sole (60.), 1:3 Baumann (76.), 1:4 Dirner (85.), 1:5 Hildebrandt (87.)
Gelbe Karten: Leinberger (67.), Niubo Sole (76.), Raumer (86.) / -
Zuschauer: 70 | Schiedsrichter: Dominik Otte

Torschützen Landesliga Nord

In Klammern: Spiele | Elfmeter | Tor-Vorlagen
Franziska Dirner und Lisa Kestler trafen jeweils doppelt. 

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