ASV Vach: Das Ende einer Ära und der Wunsch nach Kontinuität - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 19.03.2026 um 15:00 Uhr
ASV Vach: Das Ende einer Ära und der Wunsch nach Kontinuität
Nach über drei Jahrzehnten im Verein hat mit Jürgen Walthier in der Winterpause ein verdienter Funktionär alle Ämter beim ASV Vach niedergelegt. Sportlich betrachtet verfehlten die Mannhofer zuletzt Zählbares trotz guter Leistung gegen den Ligaprimus aus Kalchreuth knapp. Dennoch geht der Blick für Trainer Thomas Eckert voraus, der seine Zusage für die kommende Saison an eine klare Bedingung geknüpft hat.
Von Marco Galuska
Thomas Eckert (und auch Co-Trainer Sammy Röder) haben ihre Zusage für die kommende Saison beim ASV Vach gegeben.
fussballn.de / Schlirf
An der Weihnachtsfeier gab es schon die für viele überraschende Nachricht, dass Jürgen Walthier zum Saisonende beim ASV Vach aufhören würde. Über 30 Jahre war der Funktionär eng mit dem Verein verbunden, kam zunächst über seinen Sohn in die Jugendarbeit der Mannhofer, war auch Schiedsrichter und wurde vor allem durch seine Rolle als Sportlicher Leiter, die er erstmals 2010 als Nachfolger von Harald Heidingsfelder beim ASV übernommen hatte, im Amateurfußball bekannt und gut vernetzt. Bis vor wenigen Wochen war er noch als Abteilungsleiter und 2. Vorstand aktiv. Bei der Hallenbezirksmeisterschaft in Treuchtlingen hatte Walthier, der sich um viele Dinge rund um die Mannschaft kümmerte, das Team noch betreut. "Es hat nicht mehr gepasst", sagt der 62-Jährige mit unüberhörbarer Wehmut in der Stimme mit ein paar Wochen Abstand.

"Ich will keine Konfrontation"

Nach einem weiteren internen Gespräch mit dem Kassier und Hauptsponsor habe er seinen persönlichen Schlussstrich gar vorgezogen. "Da gibt es verschiedene Ansichten und ich will keine Konfrontation. Nach über 30 Jahren hätte ich mir einen anderen Abgang gewünscht. Es tut schon noch richtig weh, deshalb brauche ich auch erst einmal Abstand", sagt Walthier, der seit seinem Rücktritt im Februar auch nicht mehr am Vacher Sportplatz war.

In der Hallenrunde war Jürgen Walthier noch mit dem ASV Vach unterwegs. Seinen zunächst für das Saisonende vorgesehenen Abschied hat er aufgrund einer unterschiedlichen Auffassung über die weitere sportliche Ausrichtung vorgezogen.
fussballn.de / Gitzing

Auch für Thomas Eckert war Walthiers Abschied ein Einschnitt, den der Trainer bedauert: "Ich hatte und habe zu Jürgen ein sehr gutes Verhältnis, er war für mich hier immer eine absolute Bezugsperson. Die Chemie zwischen uns hat absolut gepasst. Er hat viele Aufgaben übernommen, die man nicht sofort so leicht stemmen kann. Bisher hat die Mannschaft das super überbrückt und selbständig einiges geregelt", erklärt Eckert, der zugleich sagt: "Man muss der neuen sportlichen Leitung aber auch Zeit geben." Vorerst haben Dietmar "Max" Winter und Ralph Liebel die Aufgabe übernommen. Winter verweist dazu auch auf die Ende März beim ASV Vach ohnehin anstehenden regulären Vorstandswahlen.

Trainer sagen zu, weil auch die Mannschaft bleiben will

Zudem sagt Winter, dass es inzwischen gelungen sei, mit Thomas Eckert und Co-Trainer Sammy Röder für die kommende Saison zu verlängern und die Mannschaft zum Großteil zusammenbleiben wird. "Das war für mich entscheidend", bestätigt Eckert die Zusage, die er "in einem veränderten Umfeld" im Verein erneut als Bedingung für sein weiteres Engagement gesehen hat: "Ich will keinen großen Umbruch, denn grundsätzlich haben wir ja schon eine gute Basis. Deshalb ist es mir wichtig, dass entsprechende Signale von der Mannschaft kommen, dass sie hier weitermachen möchte. Das stand für mich im Vordergrund. Wir brauchen für die Zukunft sicherlich noch etwas mehr Breite im Kader, der letzte Tick für ganz oben fehlt uns."

Fast schon als Bestätigung dafür kann Eckert die Partie vom vergangenen Sonntag hernehmen, als man Primus 1. FC Kalchreuth am Rande einer Niederlage hatte, aber zwei Gegentreffer in der Nachspielzeit aus einem 1:0 noch ein 1:2 machten. "Dass man am Ende mit leeren Händen dasteht, ist ganz bitter und hat mich schlecht schlafen lassen. Wir haben lange Zeit sehr gut verteidigt und wohl auch ein 2:0 gemacht, das vielleicht doch kein Abseits war. Freilich hatte Kalchreuth auch zwei Alutreffer und letztlich wäre wohl ein Remis gerecht gewesen. Dass man in der sehr langen Nachspielzeit aber noch zwei Tore kassiert, ist schon ein Schlag ins Gesicht", so der Übungsleiter, der im Winter 2023/24 als Trainer nach Mannhof zurückkehrte, um den ASV seitdem in die Spitzengruppe der Bezirksliga Nord zu führen.

Bitteres Ende für den ASV Vach: Mit einer 1:0-Führung ging es in die Nachspielzeit, die dann mit einem 1:2 gegen Kalchreuth endete.
Heidi Huber

Vorjahresmarke toppen

Die Pause zum nächsten Spiel wurde jetzt doch eine reguläre, weil die Nachholpartie in Hüttenbach am Mittwochabend aufgrund einer defekten Flutlichtanlage erneut verlegt wurde. Das Auswärtsspiel am Sonntag in Ottensoos ist nur noch eines von vieren in dieser Saison. Noch sechsmal dürfen die Vacher hingegen zu Hause ran. Der Zug nach ganz oben ist spätestens seit der Nachspielzeit am vergangenen Sonntag abgefahren: "Kalchreuth und Herzogenaurach hatten bisher keine wirkliche Schwächephase, die wir vor der Winterpause hatten. Sie spielen eine sehr gute Serie, das muss man akzeptieren, auch wenn es schon ärgerlich ist, wenn man sich unsere Spiele gegen die Top-Mannschaften anschaut, da war definitiv mehr drin", sagt Eckert und verrät weiter: "Dennoch haben wir intern weiterhin ein Ziel und wollen die 57 Punkte aus dem Vorjahr übertreffen. Der 3. Platz bleibt dabei realistisch."

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