Trainerwechsel beim SVK: Schuberth übernimmt Buchberg-Mädels - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 18.03.2026 um 06:00 Uhr
Trainerwechsel beim SVK: Schuberth übernimmt Buchberg-Mädels
Der SV Coburg Ketschendorf stellt die Weichen für die Zukunft seines Frauenteams. Zur Saison 2026/27 kommt es auf der Trainerbank zu einem Wechsel: Nach drei erfolgreichen Jahren verabschiedet sich Kevin Krämer, während mit Mirco Schuberth bereits ein erfahrener Nachfolger feststeht. Auch im Kader gibt es einen vielversprechenden Neuzugang aus der Landesliga.
Von Isabel Raithel
Die Damen des SV Ketschendorf spielen inzwischen seit fünf Jahren in der Bezirksliga West und haben sich dort als stabiles Team etabliert. In den vergangenen Spielzeiten belegte die Mannschaft die Plätze vier bis sechs im Tabellenmittelfeld. In der aktuellen Saison liegt das Team zur Winterpause auf einem starken vierten Rang. Nach acht Spielen stehen 15 Punkte sowie ein Torverhältnis von 24:10 zu Buche.

Aufschwung unter Kevin Krämer

Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat der aktuelle Trainer Kevin Krämer. Der 30-Jährige übernahm die Mannschaft zur Saison 2023/24 und entwickelte das Team in den vergangenen Jahren immer weiter. Unter seiner Leitung stabilisierten sich die Buchberg-Mädels kontinuierlich im oberen Tabellenmittelfeld der Bezirksliga West. Neben der sportlichen Entwicklung spielte für den 30-Jährigen auch die Weiterentwicklung der Spielerinnen eine große Rolle. Viele junge Akteurinnen konnten unter seiner Leitung wichtige Schritte machen und mehr Verantwortung auf dem Platz übernehmen. Auch im Umfeld der Mannschaft wird seine Arbeit geschätzt. Kevin Krämer gilt als Trainer, der viel Energie in Planung, Training und Betreuung investiert und dabei stets ein gutes Verhältnis zu seinen Spielerinnen pflegt. Durch seine ruhige Art und eine klare Ansprache gelang es ihm, eine stabile Mannschaftsstruktur aufzubauen.

Kevin Krämer legt nach einer erfolgreichen Zeit beim SVK sein Amt nieder.
Dieter Koch / anpfiff.info

Neuer Coach mit Erfolgsbilanz im Frauenfußball

Mit Mirco Schuberth übernimmt künftig ein Trainer mit viel Erfahrung im Amateurfußball, von dem auch der erste Vorsitzende des SVK Christian Forkel überzeugt ist: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Mirco Schuberth einen Trainer für den SVK gewinnen konnten, der bereits Erfahrung und Erfolge im Damenfußball mitbringt. Das ist für unsere Mannschaft und den gesamten Verein ein wichtiges Signal. Die Mädels haben die Nachricht sehr positiv aufgenommen und sind motiviert, gemeinsam mit ihm den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen“. Der 43-Jährige trainierte bereits zahlreiche Herrenmannschaften in der Region, auch im Frauenfußball sammelte Mirco Schuberth bereits erfolgreiche Trainererfahrung. Drei Jahre lang stand er bei den Damen der Spvg Eicha an der Seitenlinie. In der Saison 2021/22 führte er das Team zur Meisterschaft in der Bezirksoberliga und zum Gewinn des Bezirkspokals – verbunden mit dem Aufstieg in die Landesliga. Dort belegte die Mannschaft später den zehnten Platz und musste den Gang zurück in die Bezirksoberliga antreten. „Wir sind überzeugt, dass Mirco mit seiner Erfahrung, seiner Art mit der Mannschaft zu arbeiten und seinem Verständnis für den Damenbereich sehr gut zu unserem Verein passt. Gleichzeitig sehen wir darin auch eine Bestätigung für den Weg, den wir im Frauenfußball beim SVK eingeschlagen haben“, erfreut sich Christian Forkel. Neben seiner Trainertätigkeit ist Mirco Schuberth weiterhin eng mit dem Fußball verbunden. Als aktiver Spieler absolvierte er insgesamt 239 Spiele für neun Vereine. Zudem ist er künftig als Schiedsrichter für den SV Ketschendorf aktiv. Darüber hinaus ist er als Fußball-Reporter für das Amateurfußballportal anpfiff.info tätig. Mit seiner Erfahrung aus vielen Stationen im Männer- und Frauenfußball bringt „Schubsi“ beste Voraussetzungen für die neue Aufgabe mit. Er gilt als Trainer, der viel Wert auf einen guten Umgang mit seinen Spielerinnen legt und gleichzeitig klare Ansagen von der Seitenlinie macht. Zudem bringt er umfassende fußballspezifische Kenntnisse mit, mit denen er jetzt die Mädels in Ketschendorf noch weiter voran bringen möchte.

Beim SV Coburg Ketschendorf erhofft man sich durch den Trainerwechsel neue Impulse, um die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortzusetzen und sich weiterhin im oberen Bereich der Bezirksliga zu etablieren, was auch Christian Forkel bestätigt: „Unser langfristiges Ziel ist es, uns im Coburger Raum als eine der führenden Adressen im Damenfußball zu etablieren und perspektivisch die Nummer  eins zu werden. Mit der Verpflichtung von Mirco Schuberth gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung und freuen uns auf eine erfolgreiche gemeinsame Zeit.“

Als neuer Coach wird Mirco Schubert (mi.) am Buchberg begrüßt.
privat / anpfiff.info

In einem kurzen Gespräch mit dem zukünftigen Coach erzählt er, wie es dazu kam, als Damen-Trainer auf die Bank zurückzukehren und warum er sich für den SV Ketschendorf entschieden hat. 
Mirco Schuberth: Schon im letzten Sommer haben wir uns einmal unverbindlich darüber unterhalten, ich wollte aber damals noch nicht wieder in den Trainerjob einsteigen. Anfang des Jahres hat mein Bruder mich kontaktiert und dann habe ich mich mit beiden Vorständen unterhalten und zwei Wochen später gab es ein weiteres Gespräch, bei dem auch zwei Spielerinnen und der jetzige Coach mit anwesend waren. Die Gespräche waren durchweg positiv. Ich hatte im Winter schon wieder ein wenig Lust verspürt etwas zu machen und dann haben wir uns darauf verständigt, dass ich im Sommer das Traineramt bei den SVK-Damen übernehmen werde. Über die zukünftigen Aufgaben und das Arbeiten mit der Mannschaft freue ich mich sehr. 

Da der erfahrene Trainer bereits entsprechende Erfolge - unter anderem im Frauenfußball - mitbringt, hat er auch Ziele, die er an sich selbst, aber auch an die Mannschaft stellt. 
Mirco Schuberth: Für mich ist der Damenfußball ja kein Neuland, wichtig wird es sein, dass wir schnell zusammenfinden und an einen Strang ziehen. Die Spielerinnen müssen sich auf etwas Neues einstellen, ich als Trainer aber auch, denn ich kenne die 
Mannschaft zwar ein wenig durch meine Tätigkeit als Schiedsrichter oder auch bei anpfiff.info, aber es ist trotzdem wieder etwas Neues und da müssen sich einfach beide Seiten darauf einlassen. Wenn das funktioniert, bin ich mir sicher, dass wir zusammen durchaus Spaß auf dem Platz haben werden und auch erfolgreich sein können. Die Damen des SV Ketschendorf spielen seit einiger Zeit immer wieder oben mit. Natürlich möchte ich auch ganz vorne mitspielen, keine Frage, aber wie gesagt, beide Seiten müssen sich auf etwas Neues einlassen, das kann ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden sehen, zu was es dann am Ende reichen wird.

Neuzugang aus der Landesliga

Als Neuzugang dürfen sich den Buchberg-Mädels unter anderem auf Anna Raithel freuen, die sich dem SV Ketschendorf im Sommer 2026 mit dem neuen Trainer anschließt. „Natürlich freue ich mich, dass Annalena Raithel mir nach Ketschendorf folgt. „Seit Eicha ist der Kontakt nie abgerissen, wie zu der einen oder anderen Spielerin auch. Anna bringt natürlich eine enorme Qualität mit und wird den Kader auf jeden Fall verstärken“, freut sich der neue Coach. Im Gegensatz zu früheren Stationen tritt die 27-Jährige diesen Schritt jedoch ohne ihre Zwillingsschwester an. Die vergangenen zwei Jahre stand sie bei der SpVgg Germania Ebing in der Landesliga auf dem Platz und entwickelte sich dort schnell als Stammspielerin. Zuvor verbrachte Anna Raithel insgesamt zwölf Jahre bei der Spvg Eicha. In dieser langen Zeit spielte sie unter anderem in der Bayernliga, der Landesliga sowie in der Bezirksoberliga und formte sich zu einer festen Größe im Team. Besonders prägend war dabei auch die gemeinsame Zeit mit dem neuen Trainer Mirco Schuberth, der drei Jahre lang in Eicha tätig war. In dieser Phase arbeiteten beide bereits erfolgreich zusammen. Der Wechsel an den Buchberg hat für „Twini“ vor allem persönliche Gründe. Künftig möchte sie fußballerisch etwas kürzer treten und sich stärker auf den Laufsport konzentrieren, dem sie in Zukunft mehr Zeit widmen möchte. „Die Mädels vom Buchberg verfügen über sehr viel Potenzial, aber über die eine oder andere neue Spielerin würden sich glaube ich alle freuen. Mal schauen, was bis zum Sommer noch passiert“, erläutert Mirco Schuberth abschließend. 


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Tabelle Bezirksliga Oberfranken

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
8
33:4
22
3
8
24:10
16
5
9
12:20
11
6
9
21:21
10
9
9
13:27
7
10
8
6:43
1
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen


Bilanz SV Coburg-Ketschend.

Saison
Pl. 
Liga
2025/26
3. 
Bezirksliga Oberfranken/W.
 
2024/25
5. 
Bezirksliga Oberfranken/W.
 
2023/24
5. 
Bezirksliga Oberfranken/W.
 
2022/23
5. 
Bezirksliga Oberfranken/W.
 
2021/22
4. 
Bezirksliga Oberfranken/W.
 
2019/21
1. 
Kreisliga West
2018/19
4. 
Kreisklasse Nord
 
2017/18
9. 
Kreisklasse Nord
 
2016/17
8. 
Kreisliga Nord
2015/16
6. 
Kreisliga Nord
 
2014/15
3. 
Kreisklasse Nord
 

SV Coburg-Ketschend. in Zahlen

Spiele
8
Spiele gewonnen
5
Spiele unentschieden
0
Spiele verloren
3
:0
Zu-Null-Spiele
1
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
0
Tore gesamt
24
Verschiedene Torschützen
10
Eigentore
0
Elfmetertore
2
Gelbe Karten
1
Zeitstrafen
0
Gelb-rote Karten
0
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
24
Zuschauer
155
Zuschauerschnitt
51

Trainerstationen M. Schuberth

22/23
Eicha (w)
LL
21/22
Eicha (w)
BOL
19/21
Eicha (w)
BOL
 
19/21
KL
 
18/19
AK
 
17/18
AK
 
16/17
KK
15/16
AK
14/15
Eicha, U19
KL
 
12/13
KK
 
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KK
 


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