Innenminister Herrmann Ehrengast: Stadtverband für Sport feiert 75-Jähriges - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 13.03.2026 um 14:00 Uhr
Innenminister Herrmann Ehrengast: Stadtverband für Sport feiert 75-Jähriges
Der Stadtverband für Sport Bamberg ist die Dachorganisation der Bamberger Sportvereine. Gegründet wurde er vor 75 Jahren. Im Rahmen einer öffentlichen Jubiläumsveranstaltung feiert der Stadtverband in einer Woche in der KUFA (Kulturfabrik, Ohmstraße 3), also am Freitag, den 20. März, sein Jubiläum. Beginn ist um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Von Robert Hatzold, Stadtsportverband
Wolfgang Reichmann, erster Vorsitzender des Stadtverbands für Sport: „Wir haben uns schon früh Gedanken gemacht, wie wir den Abend gestalten wollen. Bereits Anfang letzten Jahres haben wir die ersten Überlegungen angestellt und die ersten Einladungen versendet. Und so freuen wir uns, dass wir bei unserer Jubiläumsveranstaltung mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann ein hochrangiges Mitglied der Bayerischen Staatsregierung als Ehrengast begrüßen dürfen. Wir freuen uns aber auch, dass Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke kurz nach unserer Einladung bereits zugesagt hat. Und wir freuen uns auf den mehrfachen Weltmeister im Kunstradfahren, Lukas Kohl." Das Programm des Abends hat noch weitere Inhalte. „Verraten wollen wir sie nicht. Die hoffentlich vielen Gäste sollen sich überraschen lassen", so Reichmann weiter. Im Anschluss an den offiziellen Teil sind die Gäste zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
 
Gelassenheit und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten
 
In den letzten Jahren hat sich der Stadtverband für Sport immer wieder zu Wort gemeldet. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie, aber auch zur aktuellen Lage ermuntert erster Vorsitzender Wolfgang Reichmann zur Ruhe und Gelassenheit: „Wir alle haben dabei unterschiedliche Päckchen zu tragen. Mancher ein Größeres, mancher ein Kleineres. Froh und dankbar dürfen die sein, denen es fehlt an Alltagssorgen, weil es ihnen an sich soweit gut geht. Ich will jetzt nicht die Moralkeule schwingen, das steht mir nicht zu. Dennoch darf ich um Stärke, Gelassenheit und Zusammenhalt werben in gerade diesen schwierigen Zeiten." Wolfang Reichmanns Vorstandskollege Heinz Kuntke geht in eine andere Richtung zum Jubiläum. Der ehemalige Richter am Landgericht Bamberg über die Arbeit des Stadtverbandes: „Der Stadtverband für Sport ist ein Bindeglied zu und zwischen den Vereinen, knüpft Kontakte und vertritt die Interessen des Sports gegenüber der Stadt. Je stärker der Stadtverband für Sport ist, desto erfolgreicher kann er die Interessen des Sports gegenüber der Stadt vertreten". Kuntkes Vorstandskollege Markus Habermeyer ergänzt: „Der Stadtverband für Sport ist eine wichtige Vereinigung der Bamberger Sportvereine. Er hat die Aufgabe, die Interessen des Sportes in die Verwaltung und die Politik hineinzutragen. Damit dort der Sport nicht zu kurz kommt. Bamberg nennt sich ´Sportstadt` und muss dem auch gerecht werden. Und da ist der Stadtverband für Sport eine wichtige Einrichtung, damit dies auch vollzogen wird." 


Die aktuelle Vorstandschaft: Markus Habermeyer, Werner Thiele, Heinz Kuntke, Siegfried Prell,
Wolfgang Reichmann, Robert Hatzold, Daniela Kicker (v.l.n.r.). Es fehlt Max Zillibiller. Foto: Stadtverband für Sport
Stadtverband Sport Bamberg


Klare Bekenntnisse zum Sport abgeben
 
Ein wichtiges Anliegen ist dem Stadtverband die Sportlerehrung. Für sie hat er sich in der Vergangenheit stark gemacht: „Dem zuständigen städtischen Fachbereich Sport müssen hierfür Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Dafür muss der Stadtrat sorgen. Ich freue mich daher sehr, und das sage ich auch im Namen meines Vorstandskollegiums, dass im letzten Jahr genügend Geld für die Durchführung der Sportlerehrung in den Haushalt eingestellt wurde. Wir erinnern uns ja, dass das zuletzt nicht immer der Fall war. Aus dem Stadtrat oder von der Stadtspitze heißt es oft ´Sportstadt Bamberg`. Dann müssen sie aber auch dafür sorgen, dass dies kein Feigenblatt ist. Sie müssen auch klare Bekenntnisse zum Sport abgeben. Und das geht für Geld für die jährliche Sportlerehrung, aber auch für die notwendigen Sanierungen von Sportstätten." Bekenntnisse der Politik zum Sport, das ist immer wieder ein Thema für den Stadtverband. Vorstandsmitglied Robert Hatzold: „Wir hatten in den letzten drei Jahren die Gruppierungen im Stadtrat ein paarmal kontaktiert und um Antworten gebeten, wie sie denn zur Sportlerehrung stehen und den erforderlichen Gelder. Leider haben wir von vielen keine Antwort erhalten. Das ist bedauerlich. Da entsteht der Eindruck, dass manchen im Stadtrat der Sport nicht wichtig ist. Und das, wo wir doch mit unseren Vereinen fast 40.000 Menschen unter unserem Dach vertreten." Dennoch hebt Schriftführer Max Zillibiller die Arbeit innerhalb des Verbands hervor: „Der Stadtverband für Sport setzt sich aus Ehrenamtlichen zusammen, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, den Sport, die Vereine und vor allem die Sportler so zu unterstützen dass sie ihr Hobby ausüben können. Wir unterstützen, helfen, informieren, setzen uns mit Behörden auseinander, fördern Stadtmeisterschaften und wenn es uns möglich ist, gibt es auch mal eine kleine Finanzspritze. Und wenn es an der Zeit ist, dann feiern wir auch zusammen. Alles Gute zu 75 Jahren."  


Wolfgang Reichmann (re., daneben Bernd Riemke von anpfiff.info) ist erster Vorsitzender des Stadtverbandes für Sport Bamberg. 
anpfiff.info


Wenig umgesetzt bei Volkspark-Sanierung
 
Enttäuscht zeigt sich Wolfgang Reichmann über die Entwicklung der Sanierung des Volksparks. In diesem Jahr feiert das Areal im Stadtosten sein 100-jähriges Jubiläum. Vor sechs Jahren haben Sportvereine und Stadtverband auf dieses Jubiläum aufmerksam gemacht. Wolfgang Reichmann: „Was aber seitdem passiert ist, ist beschämend. Da ist nämlich wenig passiert. Das ist einer Sportstadt unwürdig. Ich verstehe es nicht. Der Stadtrat und auch Mandatsträger haben groß ausgesprochen, was alles für Gelder akquiriert wurden. Aber wenn man sieht, dass wenig umgesetzt wurde, dann stimmt das einfach nur traurig. Da muss sich dann die Politik nicht wundern, wenn die Menschen Politikverdrossen werden. Heuer ist das 100-jährige Jubiläum und dem Grunde nach sieht das Gelände fast genauso aus wie vor sechs Jahren." Hoffnung setzt der Vorsitzende und ehemalige Lehrer in die Arbeit der neuen Baureferentin. Deren Vorgänger Thomas Beese habe dem Stadtverband, so Reichmann, im letzten Jahr auf Anfrage nach einer Informationsveranstaltung mitgeteilt, dass er dies nicht für nötig halte, man stünde eh in Kontakt mit den Vereinen. „Das ist ja alles wunderbar. Kontakt halten ist immer gut. Aber es ist halt nichts passiert. Und das muss man auf jeden Fall der Stadt anlasten. Es kann aus unserer Sicht, und da spreche ich für die gesamte Vorstandschaft des Stadtverbandes, in der Ära nach Thomas Beese und mit der neuen Baureferentin nur noch besser werden. Denn schlechter geht ja schon fast gar nicht. Aber hier sind wir nun wirklich guten Mutes. Ich persönlich habe die neue Baureferentin zwar nicht oder noch nicht kennengelernt. Aber was mir und manchen Vorstandskollegen aus dem Rathaus zugetragen wurde, so macht sie einen guten Eindruck. Zumindest hören wir bis jetzt sehr viel Positives. Und das freut uns natürlich."
 
Der Stadtverband für Sport wird auf jeden Fall weiterhin am Thema Volkspark-Jubiläum und Sanierung dranbleiben. Und er wird auch weiterhin bei anderen sportpolitischen Themen sein Wort erheben, wenn er es für notwendig erachtet. Denn das erwarten die Mitgliedervereine von ihrem Stadtverband. „Das hören wir nämlich immer wieder. Es gibt viel Kritik an unsere Arbeit, aber ab und zu dringt auch mal ein Lob durch. Wenn auch selten", sagt Wolfgang Reichmann abschließend. 
 
Mehr über den Stadtverband gibt es online unter www.sportverband-bamberg.de

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