Tor Nummer 1 auf die 1: Anika auf Jules Spuren - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 11.03.2026 um 19:30 Uhr
Tor Nummer 1 auf die 1: Anika auf Jules Spuren
Tagsüber besucht Anika Gräf die Steigerwald Realschule in Ebrach. Am Wochenende jedoch schießt sie Traumtore. So wie bei der Bayerischen Hallen-Meisterschaft der U17 Juniorinnen in Bad Staffelstein. Ihr „rechter Hammer“ steht zur Auswahl zum BFV Bayern-Treffer des Monats Februar.
Von Bernd Riemke
Anika Gräf bejubelt ihr Traumtor, das nun die Krönung zum Bayern-Treffer des Monats erfahren kann.
Bernd Riemke / anpfiff.info
Spielführerin Anika Gräf blieb es bei elektrisierender Stimmung in der Adam-Riese-Halle vorbehalten 1:52 Minuten vor der Sirene mit einem fulminanten Rechtsschuss aus gut und gerne 10m in den oberen Winkel den umjubelten Siegtreffer für Grün-Gelb mit einem echten Traumtor zu erzielen.“ So steht es im anpfiff.info Live-Ticker vom 7. Februar 2026 geschrieben. Das 1:0 im oberfränkischen Derby zwischen der DJK Don Bosco Bamberg und dem Schwabthaler SV steht nun mit fünf anderen Toren zur Wahl zum Bayern-Treffer des Monats Februar.

Eigentlich ja doch ganz schön 

In diesem Moment habe ich mich einfach nur gefreut, das Tor geschossen zu haben, weil ich mir relativ sicher war, dass das reicht um das Spiel zu gewinnen“, sagt Anika Gräf im Rückblick auf ihre echte Highlight-Bude. So richtig bewusst geworden, was für ein außergewöhnlicher Kunstschuss ihr da gelungen ist, wurde es der 15-jährigen Realschülerin erst, als ihr die Bilder nach dem ersten Adrenalin-Ausbruch weit nach dem Turnier noch einmal durch den Kopf gegangen sind. „Eigentlich war es doch sehr schön“, vermutete Gräf und dieser Überzeugung waren die Verantwortlichen des Bayerischen Fußballverbandes bei der Auswahl zum Bayern-Treffer vollkommen zurecht auch.

Anika auf Jules Spuren

Die 175cm große Athletin, die in der U17 Bezirksoberliga-Mannschaft der Wildensorgerinnen üblicherweise auf der Zehn glänzt, trifft zwar durchaus häufiger aus der Entfernung und ist auch in der Lage, Freistöße maßgenau im Netz unterzubringen, doch der Kracher bei den Hallen-Meisterschaften „war definitiv ein Highlight-Tor“, schwärmt Gräf selbst. Die aus Lisberg stammende Realschülerin kam über den TSV Kirchaich und den SV Walsdorf zur DJK Don Bosco Bamberg, wo sie nach einem kurzen Intermezzo bei der SpVgg Greuther Fürth nun wieder die Stiefel schnürt. Talent, gepaart mit Motivation und Leidenschaft, das sind die Tugenden, die die junge Frau mit der Rückennummer 29 auszeichnen. „Die wollte ich unbedingt haben, weil Jule Brand mit der auch gespielt hat“, gibt Anika Gräf schmunzelnd zu Protokoll, wenn sie über die ehemalige Wolfsburgerin, die aktuell in Frankreich bei Olympique Lyon unter Vertrag steht, spricht. Der deutschen Nationalspielerin, zweimaligen DFB-Pokalsiegerin, Gewinnerin einer olympischen Bronzemedaille und Vizeeuropameisterin gelang im Juli 2025 tatsächlich selbst ein überaus sehenswerter Treffer, der in der ARD Sportschau zum „Tor des Monats“ gekürt wurde. Es war ein Distanzschuss von der Strafraumgrenze mit links in den linken Winkel. Wenn das mal kein gutes Omen ist für Anika Gräf, die in der Halle aus der Distanz mit rechts in den rechten Winkel traf…

Sehen Sie hier alle Nominierten und treffen Sie Ihre Wahl zum BFV Bayern-Treffer des Monats Februar 2026
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