Ein Duo kam, ein Quartett ging: Stadeln will "positive Situation" ins Ziel bringen - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 15.01.2026 um 11:00 Uhr
Ein Duo kam, ein Quartett ging: Stadeln will "positive Situation" ins Ziel bringen
Ein sehr erfolgreiches Jahr liegt hinter dem FSV Stadeln, der 2025 nicht nur mit dem Aufstieg in die Bayernliga Vereinsgeschichte geschrieben hat, sondern auch in der höheren Spielklasse einige Erfolge verbuchen konnte. Nichtsdestotrotz steht das auf wenigen Positionen veränderte Team von Manfred Dedaj noch vor einigen Aufgaben, um das Saisonziel zu realisieren.
Von Marco Galuska
Marco Hennemann (in rot) wagt den Sprung vom SC Feucht in die Bayernliga.
Dominik Geiswinkler
Das Tauwetter der vergangenen Tage kommt genau richtig, wenn die Bayernliga-Kicker des FSV Stadeln am Samstag auch auf dem Platz in die Vorbereitung starten. Mit individuellen Läufen und Hallentraining wurde vorgearbeitet, mit einer konzentrierten Trainingsarbeit und einigen Testspielen will sich der Liganeuling in Form bringen, um in den verbleibenden 13 Partien das Saisonziel zu realisieren. "Wir wollen in der Liga bleiben, der Klassenerhalt ist unser Traum! Und wir wissen, dass uns dazu noch einige schwere Spiele bevorstehen und wir uns auf unserem Tabellenplatz nicht ausruhen können“, sagt Stadelns Coach Manfred Dedaj kurz vor dem Auftakttraining am Kronacher Wald.

Testspiele auf Kunstrasen, Liga-Restart schon am 21. Februar

Auf dem heimischen Kunstrasen wird in den kommenden Wochen nicht nur trainiert, sondern gegen Jahn Forchheim (24.1.), Schwandorf (31.1.), Hirschaid (7.2.) und Erlangen-Bruck (14.2.) auch getestet, ehe nach aktueller Planung schon am 21. Februar im Nachholspiel gegen Coburg um die ersten Punkte des Jahres gespielt werden soll. 28 Zähler hat der FSV bislang eingesammelt, war zwischenzeitlich Tabellenführer, musste aber auch einigen Verletzungen vor der Winterpause Tribut zollen und wechselte als Achter ins neue Jahr. "Wir sind in einer positiven Situation, müssen aber weiter Gas geben, wenn die Endspiele anstehen. Dazu brauchen wir alle Mann und hoffen, dass wir auch mit der guten Arbeit unseres Physios Julian Mielack und der Unterstützung von Mannschaftsarzt Bernd Meisel alle soweit wieder fitbekommen", so Dedaj.

Avci und Hennemann neu am Kronacher Wald

Taylan Avci (links) kam von der DJK Gebenbach nach Stadeln.
Alexander Rausch

Zwei neue Gesichter kann der FSV-Trainer im neuen Jahr begrüßen. Der erst 20-jährige Taylan Avci konnte im Probetraining überzeugen und hat sich für einen Wechsel vom Ligarivalen DJK Gebenbach entschieden, wo er in zehn Saisoneinsätzen ein Tor erzielt hat. "Taylan ist ein junger, technisch gut ausgebildeter, sehr schneller Offensivspieler, der sich bei uns durchsetzen möchte und den wir besser machen wollen", sagt Dedaj. Neu in Stadeln ist auch Marco Hennemann, der vom SC Feucht kommt und reichlich Erfahrung, vor allem in der Landesliga, mitbringt. "Der Kontakt kam aus der Mannschaft zustande, er ist flexibel einsetzbar, kann auf der rechten Seite oder als Sechser spielen und will in der Bayernliga angreifen", verrät Dedaj.

Quartett sucht mehr Spielzeit

Nicht mehr mit dabei ist ein Quartett, das in niedrigeren Ligen auf mehr Spielzeit hofft. Youngster Paul Trautner hat sich dem Nachbarn und Landesligisten TSV Buch angeschlossen, Muhamed Celahmetovic stürmt bekanntlich nun für den Kreisligisten Türkspor Reichelsdorf, während Ilhan Pljevljak für Kreisklassist Türk SV Gostenhof ebenfalls schon auf dem Hallenparkett aktiv war. Immerhin auf 16 Einsätze, allerdings fast immer als Joker, brachte es Niko Xygas, der nun beim Bezirksliga-Primus 1. FC Kalchreuth auf mehr Spielzeit hofft, was sein Ex-Trainer absolut nachvollziehen kann: „In jungen Jahren muss man spielen! Ich wünsche auch Niko vom Herzen nur das Beste, dass er Stammspieler in Kalchreuth wird, wo er in eine tolle Truppe kommt.

Nikolaos Xygas wechselte zum 1. FC Kalchreuth.
Marco Hennemann

Noch mit den Nachwirkungen von zwei gebrochenen Wirbeln aus dem Eltersdorf-Spiel hat indes Jan Koch zu kämpfen, aber auch er soll im Laufe der Vorbereitungen wieder näher an ein Comeback herankommen. Ein breiter, fitter Kader wird vonnöten in der Bayernliga sein, das hat sich gegen Jahresende gezeigt, als die Stadelner sieben der letzten zehn Partien verloren haben.

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