Artikel veröffentlicht am 29.11.2019 um 06:00 Uhr
Quo vadis Halle/Futsal im Kreis 1: Nur noch 27 Mannschaften angemeldet
An diesem Mittwoch fand in Schönfeld im Gasthaus Seidlein die traditionelle Vorbesprechung des Kreises 1 im Hinblick auf die Hallensaison statt. Die Zahlen sind weiterhin rückläufig, wie Manfred Neumeister in Anwesenheit des Kreisausschusses erklärte. Statt 48 nur noch 27 gemeldete Teams, statt vier nur noch drei HKM-Vorrunden-Turniere im Futsal. UPDATE: Aufruf trägt Früchte : Drei BA- und ein BTKU-Team nachgemeldet!
Von Markus Schütz
Es ist zwar kein schöner, aber irgendwie auch kein unerwarteter Trend, der sich im Hinblick auf die Verbands-/Futsal-Turniere abzeichnet. Im Gegenteil: Die Zahl der Mannschaften, die teilnehmen wollen, sinkt immer weiter. Stand Mittwoch sind es gerade einmal 27, die für die HKM gemeldet haben. Das Turnier in Bindlach entfällt, somit gibt es insgesamt nur noch drei Veranstaltungen in der Vorrunde. 

Hier der vorläufige Überblick über die Turnier-Zuordnungen! Spielpläne gibt es noch keine, da noch Mannschaften gesucht werden (und der SV Waizendorf eine Verschiebung von Burgebrach nach Stegaurach beantragt hat): 

Update: 
Vier Teams haben nun nachgemeldet:
- SV Memmelsdorf
- TSV Hirschaid
- Post-SV Bamberg
- SG Rugendorf/Losau

Sobald die endgültige Einteilung feststeht, updaten wir erneut!

Freitag, 27.12.2019, Neudrossenfeld:

- FSV Schnabelwaid
- Sportring Bayreuth
- SV Hutschdorf
- SV Heinersreuth
- TSV Harsdorf
- TSV Thurnau
- FC Creußen
- VfR Katschenreuth
- TSV Neudrossenfeld
- ASV Oberpreuschwitz

Freitag, 27.12.2019, Stegaurach: 

- Phönix Buttenheim
- SpVgg Stegaurach
- SV Walsdorf
- TSC Bamberg
- 1. FC Oberhaid
- ASV Hollfeld 
- BSV Schönfeld
- Uni Bayreuth
- 1. FC Viereth

Sonntag, 29.12.2019, Burgebrach: 

- TSV Breitengüßbach
- DJK Stappenbach
- SC Reichmannsdorf
- SV Wachenroth
- SV Waizendorf (*, Antrag auf Einteilung nach Stegaurach)
- SV Pettstadt
- DJK Don Bosco Bamberg
- TSV Burgebrach

Amtierender Hallenkreismeister ist der FC Oberhaid. 
anpfiff.info


Es werden noch Mannschaften gesucht

Inwieweit vor allem der Austragungsmodus ("Futsal") für diese rückläufigen Zahlen verantwortlich ist, kann nur vermutet werden. Momentan sieht es jedenfalls so aus, dass nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Mannschaften selbst, mit den Füßen abstimmen. Vielleicht gibt es auch einen allgemeinen Trend, der besagt, dass der Hallensport (Fußball und/oder Futsal) weniger angenommen wird. Bisher jedenfalls waren zumindest die Privat-Turniere im klassischen Hallenfußball gut frequentiert und können auch nach diesem Winter als Vergleichspunkte herangezogen werden. Turniere wie die Bayreuther, die Kulmbacher Stadtmeisterschaft oder die Turniere in Burgebrach oder beim SV Weichendorf in Memmelsdorf - um aus jeder "Ecke" eines anzuführen - lockten zusammen weit über 4000 Zuschauer in die Hallen. 

"Hoffen, wenigstens die drei Turniere voll zu bekommen..."

"Der Verband muss sich nun ernsthaft überlegen, ob ein 'Weiter so' mit Futsal als Austragungsmodus in Turnierform (!), der von vielen Vereinen einfach nicht akzeptiert wird, Sinn ergibt. Wir geben uns auf Kreisebene zwar Mühe, aber Klinken putzen und Werbung für den Futsal zu machen, reicht längst nicht mehr.", so der KSL Manfred Neumeister. "Dennoch hoffen wir, dass wir zumindest drei Turniere noch vollbekommen und starten hier den Aufruf: Es fehlen noch mindestens drei Teams!", bot er die Möglichkeit zur Nachmeldung an. 

Die Abrechnung bei den Kreisturnieren obliegt zudem ab sofort den ausrichtenden Vereinen, wie diesen eröffnet wurde. Die Kreis-Mitarbeiter wollen es vermeiden, mit den Einnahmen bzw. der Abrechnung in Berührung zu kommen, schließlich sah man sich in der Vergangenheit "in Geld-Dingen immer wieder Verdächtigungen von Verbandsseite ausgesetzt, nicht korrekt zu handeln. Der Bürokratismus ist für einen Ehrenamtler, der pro Turnier mit Vorbereitung, Nacharbeitung und dem Verlauf vor Ort selbst, 20 Stunden aufwenden muss, lähmend." Die Vereine bekämen dafür zukünftig ein Formblatt aus dem ersichtlich sei, wie die Abrechnung vonstatten zu gehen habe: Der Bereitschaft, austragender Verein einer solchen Veranstaltung zu sein, ist dies wohl eher nicht förderlich. "Es tut uns leid, dass es so weit gekommen ist. Aber ich muss als Kreisvorsitzender auch an den eigenen und den Schutz meiner Spielleiter denken.", so Neumeister und dankte seinen Mitarbeitern "bei dieser Gelegenheit für ihren stets tadellosen Einsatz".  

Natürlich ist dieser Trend etwas, das auch den Sponsor "Kulmbacher", für den Produktmanagerin Birgit Reichardt vor Ort war, nicht gefallen dürfte. Klar scheint: Wenn es in Zukunft noch weniger Teams werden, dann wäre das der Anfang vom Ende für die Verbandsturniere auf Kreisebene, schließlich lautet die einfache Rechnung: Keine Mannschaften = keine Turniere! Auch die Jugend- (Thomas Sauerstein, Horst Dellert) und Frauen-/Mädchen-Vertreter/-in (Christine Endres) zeichneten ein Bild, das nicht viel erfreulicher war. 

Kreisspielleiter Manfred Neumeister (Bild) gab bekannt, dass in diesem Winter nur 27 Mannschaften aus dem Kreis 1 für die HKM-Vorrunde gemeldet sind. 
anpfiff.info


Schiedsrichter und KSG

Auch Schiedsrichter-Obmann Günther Reitzner und der KSG-Vorsitzende Jann Brauner waren als Mitglieder des Kreisausschusses in Schönfeld mit dabei. "Aus sportgerichtlicher Sicht", nahm Jann Brauner Bezug auf die bisherige Runde, "können wir ein weitgehend positives Fazit ziehen. Während in anderen Regionen Schiedsrichter-Gruppen aufgrund von körperlichen Übergriffen gestreikt haben, gab es bei uns im Kreis keinen Fall einer Tätlichkeit."
Reitzner wies die Anwesenden darauf hin, dass die Gruppe in Zukunft nur noch einen statt zwei Neulingslehrgänge pro Jahr durchführen wird, da eben nur noch für einen die Kosten erstattet werden. "Ob man so dem zunehmenden Schiedsrichter-Schwund entgegen wirken kann, das bezweifele ich leider.", erklärte der KSO. Dazu unterrichtete er darüber, dass es die Aktion "Danke Schiri!" nun im Kreis nicht mehr geben werde. "Das war zwar eine schöne Sache für verdiente Referees, aber das soll nun auf Bezirksebene durchgeführt werden. Für uns waren diese Aktionen, auch, wenn wir sie gerne gemacht haben, allerdings sowieso immer ein Draufzahlgeschäft!"

Der Kreis-Ehrenamtsbeauftragte Stefan Schmitt gab einen kurzen Überblick über die Veranstaltungen, die im ablaufenden Jahr stattfanden. Auch seine Zahlen waren nicht sonderlich erbaulich: "Für den Ehrenamtspreis erhielten wir aus dem Teilkreis Bamberg sieben Nennungen bzw. Vorschläge, aus Bayreuth-Kulmbach keinen einzigen."

Alles in allem, dieser Eindruck drängte sich leider auf, waren an diesem Abend Ehrenamtler vor Ort, die am Anschlag sind, von denen einige mangelnde Unterstützung "von oben" beklagen und die sich angesichts der Entwicklung Sorgen um den Fußball im Kreis machen. Wer vor Ort war und aufmerksam zuhörte, muss leider sagen: Wahrscheinlich nicht zu Unrecht!

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