Pilotprojekt Junioren-Hallenfußball: Das Spiel mit Bande und größeren Toren kam gut an - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 12.02.2026 um 12:00 Uhr
Pilotprojekt Junioren-Hallenfußball: Das Spiel mit Bande und größeren Toren kam gut an
In einem Pilotprojekt des Kreisjugendausschusses Nürnberg/Frankenhöhe wurden am vergangenen Wochenende in einem Pilotprojekt für die U19-Junioren mittels Turnier in Burgbernheim Alternativen für einen möglichst attraktiven Rahmen im Hallenfußball getestet und anschließend evaluiert. Die ersten Auswertungen sprechen eine recht klare Sprache.
Von UB / MG
fussballn.de / Oßwald
Gespielt wurde das Turnier, an dem die U19-Mannschaften (SG) Berna/Bergel/Windsa, DJK Sparta Noris Nürnberg, TSC Neuendettelsau und TSV Neustadt/Aisch teilnahmen, nach Futsalregeln, aber mit beidseitiger Bande und einer Spielzeit von 1 × 12 Minuten in einer Doppelrunde. In der Hinrunde wurde mit 5-Meter-Toren und in der Rückrunde mit Handballtoren gespielt. 

Die sehr fairen und über weite Strecken sehr anschaulichen Spiele wurden von den Schiedsrichtern Kevin Hegwein (RSV Sugenheim) und Jesko Illner (SV Losaurach) sehr gut geleitet. Beide bekamen sowohl von den Akteuren als auch von den Trainern und Zuschauern sehr viel Lob.

Kein "Geballere", aber höhere Intensität mit Banden

Eines vorweg: Das befürchtete Geballere und ein Hau-Ruck-Fußball blieben aus. Alle Mannschaften spielten einen ansehnlichen, sehr schnellen Hallenfußball. Bereits in den ersten beiden Spielen wurde sichtbar, dass in einem Hallenfußballspiel mit Bande die reine Spielzeit erhöht ist und die Intensität dadurch steigt.

In der Variante mit den großen Toren fielen in sechs Spielen 19 Tore und auf die Handballtore waren es gerade mal 11 Tore. Ein von den Schiedsrichtern angeregtes 6-Meter-Schießen in der Umbauzeit machte deutlich, dass auf die großen Tore, im Gegensatz zu den Handballtoren, die Schussgeschwindigkeit abnahm und dafür aber die Genauigkeit des Schusses zunahm.

Insgesamt war es ein gelungenes Turnier, das von allen Beteiligten sehr positiv wahrgenommen wurde. Die Zuschauer, Spieler, Trainer/Betreuer und Verbandsfunktionäre konnten ihre Eindrücke anhand eines Fragebogens hinterlassen. Knapp die Hälfte der ausgewerteten Fragebögen kam von Spielern (47,06%), rund ein Viertel von Zuschauern (26,47%) und auch die Trainer/Betreuer (17,65%) machten noch einen wesentlichen Teil mit ihren Bewertungen aus, die auch von Schiris und BFV-Funktionären abgegeben wurden.

Ganz klares Votum für Bande und 5-Meter-Tore

Mit sage und schreibe 94,12% bekam die getestete Variante mit den 5-Meter-Toren deutlich den Vorrang vor der Alternative mit den 3-Meter-Toren, die bei der Befragung genauso schlecht abschnitt wie die bisherige Spielweise ohne Bande in der HKM (je 2,94%). Die bevorzugte Variante mit den 5-Meter-Toren bekam auch in den Kategorien "Sicherheit des Spiels" und "Fairness/Chancengleichheit" am häufigsten die Bestnote. Hinsichtlich der befragten Qualität des Spiels in den Kategorien "Technik", "Tempo" und "Kommunikation" gab es für beide getesteten Varianten überwiegend eine sehr gute oder zumindest gute Bewertung.

Gemessen wurden beim Pilotprojekt auch die durchschnittliche Spielzeit von Anpfiff bis zur Schlusssirene. Diese konnte mit 12:38 Minuten gegenüber der in der HKM (13:27 Minuten) noch einmal gesenkt werden. Beim Spiel mit 3-Meter-Toren gab es insgesamt etwas mehr Fouls (16) gegenüber der Variante mit 5-Meter-Toren (12). Gleiches gilt für die Zeitstrafen, wo es nur eine bei den Partien mit 5-Meter-Toren gab und zwei bei den Spielen mit 3-Meter-Toren.

Wie geht es nun weiter?

Die Auswertung der Befragung und ein Fazit gingen an den Verbandsjugendleiter Florian Weißmann und den Bezirksjugendleiter Thomas Zankl. "Wir gehen davon aus, dass der Pilot in den entsprechenden Gremien diskutiert wird. Bis zu einer Entscheidung wird es aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da bekanntermaßen im Frühjahr 2026 Wahlen im Verband stattfinden", schließt Uwe Boris, Hallenspielleiter Junioren BFV Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, in seiner Meldung.

Weitere Infos zum Pilotprojekt gibt es hier.

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Turnieraufbau Pilotprojekt

- Zielgruppe: A-Junioren-Mannschaften, gemischte Gruppenphase mit anschließenden Platzierungsspielen.

- Spielmodus: Regeln nach Teil II der Hallenrichtlinien, die unter https://www.bfv.de/der-bfv/satzung-und-richtlinien/die-bfv-richtlinien in der aktuell gültigen Fassung abrufbar sind, aber mit Bande.

- Torgrößen-Testphasen:
 Phase A: Spielen mit 5-Meter-Toren.
 Phase B: Rückspiel mit 3-Meter-Toren.

- Dauer und Rhythmus: Pro Spielzeitsegment 12 Minuten mit kurzer Pausenregelung zwischen den Partien.

- Evaluation: Sichtung durch ein festes Evaluationsteam aus Trainern, Schiedsrichtern und neutralen Beobachtern. Dokumentation per Standardbogen.
 


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