Artikel veröffentlicht am 09.08.2018 um 12:00 Uhr
Supercup im Fuchsparkstadion: Der Titelverteidiger fordert FC Eintracht
Kreispokalsieger gegen Kreisligameister! So heißt es seit dem vergangenen Jahr im neu geschaffenen Supercup des Spielkreises Bamberg. Titelverteidger FSV Unterleiterbach hat es zum zweiten Mal nacheinander geschafft, sich für das besondere Kräftemessen zu qualifizieren und fordert heute den gastgebenden FC Eintracht Bamberg heraus.
Von Bernd Riemke
Nahm der FSV Unterleiterbach 2017 noch als amtierender Kreispokalsieger am Supercup teil, so geht die Elf von Trainer Tobias Eichhorn diesmal als aktueller Kreisligameister an den Start. „Es war natürlich eine Ehre, diesen Pokal als erste Mannschaft gewinnen zu dürfen“, blickt Eichhorn auf die Premiere im vergangenen Jahr zurück, bei der sein Team mit 3:0 beim SV Würgau als Sieger vom Platz ging. Die Aufgabe, die an Mariä Himmelfahrt ab 16 Uhr im Fuchsparkstadion in Bamberg auf den Titelverteidiger wartet, ist indes ungleich schwerer, denn der Widersacher ist nicht nur amtierender Kreispokalsieger, sondern stieg als souveräner Bezirksligameister auch in die Landesliga auf, wo der FC Eintracht 2010 bislang eine mehr als überzeugende Serie spielt. „Es geht um einen Titel. Um einen Pokal. Wir nehmen das Spiel sehr ernst und bereiten uns entsprechend darauf vor“, lässt FCE-Coach Michael Hutzler keine Zweifel aufkommen, dass er die erfolgreiche letzte Spielzeit nachträglich mit dem Gewinn des Supercups 2018 krönen möchte. Neben Pokal und Ehre geht es schließlich auch um zehn Kästen vollmundigen Gesternsaft, den die Brauerei Sauer aus Roßdorf dem neuen Titelträger als Sachpreis spendiert. Anpfiff im Fuchsparkstadion in Bamberg ist am kommenden Mittwoch, 15. August 2018 um 16 Uhr.

Zeit für den nächsten Titel? Nach Kreispokalsieg und Bezirksligameisterschaft strebt Michael Hutzler mit seinem FCE nun nach dem Supercup.
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Herr Hutzler, durch Liga und Verbandspokal liegen einige englische Wochen hinter Ihnen. Inwiefern wirkt sich das auf Ihr zur Verfügung stehendes Personal für den Supercup aus?
Michael Hutzler: Mir gefällt das Spiel gerade deshalb so gut, weil ich den ein oder anderen Spieler bringen kann, der in den Punktspielen bislang noch nicht so zum Zug gekommen ist. Spielerisch und taktisch haben wir noch Schwächen. Die Abläufe passen noch nicht zuverlässig genug und so ist das Spiel eine schöne Gelegenheit uns weiter zu verbessern.

Der Supercup als Chance für die Akteure aus dem zweiten Glied?
Michael Hutzler: Nein, bei uns steht niemand im zweiten Glied. Wir haben einen großen Kader. Auch die Jungs, die bisher meist von der Bank gekommen sind, sind gut und werden sich engagiert zeigen. Wir wollen auf jeden Fall versuchen den Pott zu holen. Es macht uns dabei doppelt stolz, dass wir gegen den Titelverteidiger spielen dürfen, denn die wollen den Pokal sicher verteidigen.

Mit Franz Schmuck spielt sogar einer Ihrer ehemaligen Schützlinge aus Forchheimer Zeiten beim Supercup-Gegner.
Michael Hutzler: Mit ihm hatte ich eine wunderschöne Zeit beim Jahn. Er ist nicht nur ein klasse Fußballer, sondern auch ein toller Mensch. Leider ging die gemeinsame Zeit nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch viel zu schnell zu Ende, denn ich habe ihn ausnahmslos in positiver Erinnerung.

Zumindest für die anstehenden 90 Minuten werden Sie Rivalen sein in einer Partie, in die Ihr Team zweifellos als Favorit geht…

Michael Hutzler: Das will ich gar nicht abstreiten. Wir sind klassenhöher, gut in die Saison gestartet und werden mit breiter Brust ins Spiel gehen. Wir sind grundsätzlich offensiv ausgerichtet, spielen zudem vor eigenem Publikum und werden daher alles probieren, um das Spiel zu gewinnen.

Bei der Premiere 2017 nahm den FSV Unterleiterbach den Wanderpokal nach einem 3:0 über den SV Würgau mit nach Hause.
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Herr Eichhorn, auch Sie haben an den englischen Wochen zu knabbern…

Tobias Eichhorn: Das ist richtig. Durch die Dauerbelastung der letzten Wochen gehen wir personell ein wenig am Stock. Dennoch trete ich lieber in einem Wettkampf an, bei dem es um etwas geht, als unter der Woche zu trainieren. Wenn es etwas zu gewinnen gibt, dann versuchen wir das natürlich mitzunehmen.

Sie gehen zwar als Titelverteidiger ins Rennen, die Favoritenbürde lastet aber nicht auf Ihren Schultern.
Tobias Eichhorn: Für uns ist der Supercup ein Bonusspiel für die abgelaufene Saison, in der wir es uns als Meister verdient haben, dieses Spiel jetzt wahrnehmen zu dürfen. Natürlich wünschen wir uns, den Pokal zweimal nacheinander zu holen, aber das wird wahnsinnig schwer, denn FC Eintracht ist klarer Favorit.

Sie sprachen von personellen Engpässen…
Tobias Eichhorn: Wir haben gerade wenig Spielraum. Natürlich wäre es hilfreich, in den englischen Wochen ein bisschen rotieren zu können, aber diese Situation haben wir nicht. So einen Aderlass wie heuer habe ich selten erlebt. Am schlimmsten hat es unseren Neuzugang Steffen Deringer mit einem Knorpelschaden erwischt. Mit ihm werden wir in dieser Saison wohl nicht mehr planen können. Mit Josef Lorber, Matthias Beland, Felix Oelschlegel oder Felix Rauchhaus fallen weitere wichtige Spieler aus.

Demnach gilt im Supercup vor allem „Safety first“?
Tobias Eichhorn: Wir werden natürlich nicht ins offene Messer laufen. Grundsätzlich sind wir in unserer Anlage schon variabel und werden auf jeden Fall versuchen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Für uns gilt es, von Anfang an dagegen zu halten und die kleine Chance zu nutzen, als Außenseiter für eine Überraschung zu sorgen.

Gelingt dem FSV tatsächlich das Supercup-Double oder setzt sich der klassenhöhere Landesligist erwartungsgemäß durch? Seien Sie live dabei beim Supercup des Spielkreises Bamberg am Mittwoch, 15. August, wenn ab 16 Uhr die Kugel rollt im Duell Kreispokalsieger gegen Kreisligameister!

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Supercup 2018/19

Mittwoch, 15. August 2018 16:00 Uhr
Ort: Fuchsparkstadion


Die bisherigen Sieger

2017 Unterleiterbach (3:0 gegen SV Würgau)


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