Artikel veröffentlicht am 09.09.2019 um 18:00 Uhr
Aufsteiger wie im Rausch: Veitshöchheim vermöbelt Club-Reserve
Fulminante Heimpremiere der Veitshöchheimer Damen: Mit 4:1 zeigten die grün-schwarzen Kickerinnen der Reserve des 1. FC Nürnberg deutlich die Grenzen auf. Besonders Karolina Teichmann war einmal mehr nicht zu stoppen. Alle vier Tore gehen auf ihr Konto. Ebenfalls viermal trafen die Frickenhäuser Damen in Pegnitz. Zudem gewann eine Liga tiefer der FC Hopferstadt gegen Aufsteiger FC Gollhofen knapp mit 2:1.
Von Alexander Rausch
Viermal hatte Neuling SV Veitshöchheim in der Vorwoche in Leerstetten getroffen, in der Schlussphase aber den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben. Dementsprechend angefressen waren die Schützlinge von Jürgen Walter, durften aber gegen die am ersten Spieltag mit 3:0 siegreiche Elf aus Nürnberg nicht ins offene Messer laufen. Und das taten sie auch nicht. Geduldig agierten die Gastgeberinnen. Dabei überließen sie den Gästen aus Mittelfranken vornehmlich den Ball, zeigten sich aber in den Zweikämpfen sehr präsent. Wirklich gefährlich wurden die Nürnbergerinnen daher nicht. Die Grün-Schwarzen hingegen schon, als Karolina Teichmann nach einer knappen halben Stunde allen enteilte, nach innen zog und fulminant abschloss. Der Auftakt zu einer beeindruckenden Vier-Tore-Show der Angreiferin, die die Gäste nicht in den Griff bekamen.

Teichmann schnürt den Viererpack


Während ihre Kameradinnen defensiv stabil standen, legte Teichmann noch vor der Pause das 2:0 nach und machte mit zwei weiteren Treffern den Sack gegen geschockte Clubbererinnen endgültig zu. Die mühten sich zwar, bissen sich aber an der Heim-Abwehr immer wieder die Zähne aus. Erst in der Nachspielzeit war Emma Thornley der Ehrentreffer vergönnt.

Keine seltene Szene: Karolina Teichmann enteilt der Nürnberger Defensive.
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Frickenhausen stellt Qualität unter Beweis

Aber nicht nur der Neuling feierte seinen ersten Saisonsieg. Auch die personell arg gebeutelten Frickenhäuser Damen durften in Pegnitz jubeln. Gegen den Mitabsteiger gelang der Truppe von Thomas Hofmann ein ähnlich souveräner 4:0-Erfolg. Gegen die junge Heimelf war Frickenhausen nur mit elf Frauen angetreten und verlegte sich vornehmlich darauf, mit langen Bällen die FC-Abwehr zu überspielen. Und dieser Plan sollte aufgehen. Erst legte Angelina Schreck für die kurzfristig eingesprungene Bianca Sing auf, ehe noch vor der Pause ihre Schwester Simone nach einem ähnlichen Spielzug nachlegte.

Von den Gastgeberinnen kam offensiv nahezu gar nichts und die Hofmann-Elf machte nach der Pause den Deckel drauf. Nach einem Ballgewinn überlupfte Bianca Sing Pegnitz-Torfrau Leonie Wiemeyer. In der Schlussminute schloss Romina Kuffner dann einen Konter zum Endstand ab. „Pegnitz war schlicht zu harmlos. Wir haben unsere Mittel perfekt eingesetzt und verdient gewonnen“, freute sich Hofmann, nachdem die Partie der Vorwoche aufgrund Personalmangels angesagt werden musste und nun für Ebing gewertet wurde.

Hopferstadt muss lange zittern

Deutlich enger zu als bei den hiesigen Teams der Landesliga ging es im Nachbarschaftsduell zwischen dem BOL-Neuling Gollhofen und dem Vorjahresdritten Hopferstadt. Zwar kamen die Gäste sehr gut in die Partie und führten nach Fernschuss-Treffern von Silvia Schuler und Nicole Wolf verdient mit 2:0, ließen die Zügel aber hernach schleifen. Das nutzten die Gastgeberinnen und kämpften sich in die Partie.

Nicole Wolf (re.) erzielte das 2:0 für die Hopferstädterinnen.
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Nur der Anschluss wollte trotz guter Chancen nicht fallen. Erst nach einer Stunde verkürzte Simone Veeh und brachte die Heimelf wieder in Schlagdistanz. Hopferstadt wackelte gegen die leidenschaftlich spielenden Gollhöferinnen, fiel aber nicht. „Sie hatten mehrmals den Ausgleich auf dem Fuß, trafen aber nicht. So haben wir mit viel Glück die Punkte mit nach Hause genommen“, resümierte Torschützin Silvia Schuler den schmeichelhaften Erfolg.

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Spielstenogramm

Tore: 1:0 Teichmann (27.), 2:0 Teichmann (40.), 3:0 Teichmann (62.), 4:0 Teichmann (68.), 4:1 Thornley (90.)
Gelbe Karten: Georg - Foulspiel (84.) / Helmschrott - Foulspiel (32.), Deiters - Foulspiel (52.), Wunsch - Foulspiel (70.), Adler - Foulspiel (75.) | Gelb-rote Karten: - / Helmschrott - Foulspiel (80.)
Zuschauer: 60 | Schiedsrichter: Manuel Friedrich

Spielstenogramm

Tore: 0:1 Sing B. (20.), 0:2 Sing (34.), 0:3 Sing B. (47.), 0:4 Kuffner (90.)
Gelbe Karten: Eichenmueller (28.) / -
Zuschauer: 40 | Schiedsrichter: Felix Paul (1. FC Hersbruck)

Tabelle Landesliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
2
5:1
6
12
2
0:10
0
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Spielstenogramm

Tore: 0:1 Schuler (4.), 0:2 Wolf N. (19.), 1:2 Veeh S. (60.)
Zuschauer: 50 | Schiedsrichter: Hannes Hofmann

Tabelle Bezirksoberliga Unterfra



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