Artikel veröffentlicht am 30.01.2019 um 11:52 Uhr
Minifußball: Es beginnt mit Drei-gegen-Drei ohne Torwart
Die ersten Schritte im Fußball könnte in den Vereinen künftig beim sogenannten "Minifußball" gegangen werden. Ab 1. Juli 2019 tritt die neue Richtlinie des Bayerischen Fußball-Verbandes für den Minifußball (Fußball 5, Fußball 3) in Kraft. 
Von Marco Galuska
Altersklasse

Zur Anwendung soll der Minifußball in den Altersklassen der G-, F- und jüngeren E-Junioren kommen. Dabei bleibt die Spielberechtigung zwingend notwendig, nur bei Turnieren und den sogenannten "Festivals" der G-Junioren würde eine Mitgliedschaft im Verein genügen.

Das Spielfeld

Das Spielfeld muss rechteckig sein, wird mit Hütchen markiert und hat eine Gro¨ße von 20-25 x 25-30 Meter. Eine Mittellinie sowie eine Schusszone (6 Meter von der Torlinie entfernt) werden gekennzeichnet, einen Strafstoßpunkt gibt es nicht.

Die Tore werden bei den G- und F-Junioren durch je 2 Minitore (1,80 x 1,20 Meter oder 1,20 x 0,80 Meter) oder 2 Tore (3 x 1,65 Meter) positioniert. Bei den E-Junioren können Handballtore (3x2 Meter) oder Minitore zum Einsatz kommen. Ebenso können Tore durch Stangen oder Hütchen dargestellt werden. Die Tore können unterschiedlich aufgebaut werden.

Zahl der Spieler/-innen und Spielzeiten

Eine Mannschaft besteht aus drei (G- und F-Junioren) bzw. fünf Spielern
(E-Junioren). Bei den G- und F-Junioren gibt es keinen Torwart. Bei den E-Junioren wird einer der fünf Spieler als Torwart gekennzeichnet, der nur in der eigenen Schusszone spielt. Nach jedem Spiel erfolgt eine Rotation des Torwarts. Spielerwechsel erfolgen in Form einer Rotation der Spieler von der Seitenlinie, d.h. ein Spieler wird erst ein zweites Mal vom Feld genommen, wenn alle anderen Spieler bereits pausiert haben. Die Anzahl der Rotationsspieler ist um einen Spieler weniger als auf dem Spielfeld spielen. Bei gleicher Spielerzahl ist eine weitere Mannschaft zu bilden.

Spielform- und Bestimmungen

1. Festival

a. Die Spielfelder werden nummeriert. (Festlegung der Spielstärke)
b. Es wird im "Champions-League-Modus" gespielt. Die Gewinner steigen ein Feld auf, der Verlierer ein Feld ab. Gewinner auf dem stärksten Feld und Verlierer auf dem schwächsten Feld verbleiben dort.
c. Nach jedem Torerfolg wird bei beiden Mannschaften ein Rotationsspieler eingesetzt.
d. Endet ein Spiel unentschieden, wird die Mannschaft mit dem zuletzt erzielten Tor als Gewinner gewertet.
e. Die Spiele erfolgen in mehreren Spielabschnitten zu je in der Regel 7 Minuten.
2. Turnierform
a. Die Spielzeit je Spiel beträgt zwischen 10 und 15 Minuten
b. Es wird im Modus jeder-gegen-jeden gespielt
c. Eine Tabelle und Siegerehrung gibt es nicht.

Sonstige Bestimmungen

1. Der Spielball muss ein Leichtspielball der Größe 3 (G- und F-Junioren)
bzw. Größe 4 (E-Junioren) bis 290 Gramm sein.
2. Zu Spielbeginn wird der Ball von der Seite in das Spielfeld geworfen. Die Mannschaften befinden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Linie der Schusszone.
3. Es wird ohne Abseitsregel, Strafstoß und direkten Freistoß gespielt.
4. Aus einem Eckstoß kann ein Tor direkt erzielt werden.
5. Innerhalb der Schusszone darf kein indirekter Freistoß ausgeführt werden. Der Ball ist auf die Schusszonenlinie zurückzulegen.
6. Ein Schiedsrichterball wird analog dem Anstoß ausgeführt.
7. Beim Toraus wird das Spiel mit Einstoßen oder Eindribbeln fortgesetzt, dies gilt auch bei einem Eckstoß. Der Eckstoß wird von der Schusszone ausgeführt.
8. Bei einem Seitenausball ist das Spiel durch Einstoßen oder Eindribbeln außerhalb der Schusszone fortzusetzen.
9. Bei der Ausführung von Freistößen und Eckstößen müssen die Spieler/-innen der gegnerischen Mannschaft mindestens fünf Meter vom Ball entfernt sein.
10. Im Übrigen gelten die vom DFB anerkannten Fußballregeln sowie Satzung und Ordnungen des BFV.

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Hintergrund

Der Verbands-Jugendausschuss möchte mit den Spielformen im Minifußball die
Kreativität und Spielintelligenz der einzelnen Spieler entwickeln. Dafür hat man folgende Maßstäbe ausgerufen:
- Fußballspielen für alle Kinder ermöglichen (Reduzierung der Meldehürde)
- gleiche Spielzeiten für alle Spieler
- viele Ballkontakte, viele Dribblings
- viele Tore = viele Erfolgserlebnisse
- Ausschalten des Relative Age Effect (relativer Alterseffekt) und der Drop
Out-Raten (Ausscheidungs-Quote)
- keine Ersatzbank
- keine Positionsfixierung einzelner Spieler


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