Artikel veröffentlicht am 13.11.2017 um 06:00 Uhr
U19 der SG Herzogenaurach: Meisterspieler jetzt alle im Herrenbereich
Die U19 der SG Herzogenaurach ist von der Kreisklasse in die Bezirksoberliga durchmarschiert und hat andere favorisierte Mannschaften dabei links liegen gelassen. Jetzt jedoch sind beinahe alle Meisterspieler in den Herrenteams und Trainer Frank Dinkel muss den Klassenerhalt mit anderen jungen Kickern erreichen.
Von Uwe Kellner
Frank Dinkel übernimmt

Frank Dinkel trainiert die U19.
anpfiff.info
Zusammen mit Volker Nahr und Udo Reck war Frank Dinkel bereits Teil des Trainerteams, das die U19 des FC Herzogenaurach bis in die Bezirksoberliga hievte. Im Sommer haben sich Veränderungen im Trainerteam ergeben, Udo Reck hat kein Amt mehr übernommen und Volker Nahr wechselte auf den Trainerstuhl der U17. Die A-Jugend coacht nun Frank Dinkel zusammen mit Uli Dittmar und Reiner Scheppe. Bereits in den Jahren zuvor war der U19-Coach tief in der Jugendarbeit der SG Herzogenaurach verwurzelt. Ob die Aufgabe aber schon einmal so groß war, ist zu bezweifeln, denn in der Bezirksoberliga weht als Neuling ein rauer Wind. „Der komplette Kader der vergangenen Meisterjahre spielt jetzt im Herrenbereich - mit Ausnahme von zwei Spielern. Es spielen aktuell nur noch Spieler, die aus der U17 gekommen sind sowie vier Neuzugänge, ebenfalls aus dem jüngeren Jahrgang. Zwei Spieler sind sogar fest im Kader dabei, die noch in der B-Jugend spielen dürften", erklärt Frank Dinkel die personellen Veränderungen beim Aufsteiger.

Derbys erfolgreich


In die neue Saison ist die SG Herzogenaurach mit einem 3:3 gegen den SC Eltersdorf und einem 2:1-Sieg gegen den SK Lauf 2 ordentlich gestartet. Danach musste der Aufsteiger jedoch Lehrgeld zahlen und hat in den folgenden fünf Partien nur noch das Spiel gegen die SG Weisendorf mit 3:0 gewonnen. Zumindest in den Derbys läuft es also für den Neuling. Am vergangenen Mittwochabend kam zudem ein wichtiger, wenn auch knapper 3:2-Erfolg gegen den Tabellenletzten vom SC 04 Schwabach hinzu. Eine gefährliche Partie gegen ein Team, das davor noch keinen Punkt geholt hat. Zur Pause stand es bereits 3:0 für Herzogenaurach, danach kamen die Gäste auf 3:2 heran. Torschütze war für die "Jungpumas" zwei Mal Nils Danhof, der bereits in der Herren-Bezirksliga Einsatzzeiten bekommen hat. Trotzdem steht die SG Herzogenaurach in der BOL weiterhin zusammen mit beinahe der kompletten Liga im Abstiegskampf.

Lernen aus individuellen Fehlern


„Vor der Saison war das Ziel, die alte U17 zusammenzuhalten und durch weitere Spieler aus der Umgebung zu ergänzen", beschreibt Frank Dinkel die Zusammenstellung seiner Mannschaft. „Die B-Jugend wurde Dritter in der Kreisliga und mit diesen Jungs wollen wir nun den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga schaffen." Wie viele Mannschaften aus der neuen Liga absteigen, ist in der Bezirksoberliga immer traditionell lange Zeit fraglich, da das stark von den Absteigern aus den höheren Ligen abhängt. Ein Absteiger aus Mittelfranken aus der U19-Bundesliga kann sich bis auf die BOL auswirken. Egal wie die Konstellation am Ende ist, die SG Herzogenaurach will sich am Ende mit dem Klassenerhalt belohnen. „Wir haben mit 19 Spielern einen relativ kleinen Kader für diese Liga", sagt Frank Dinkel. „Es darf sich niemand dauerhaft verletzen. Außerdem müssen wir aus jedem Spiel lernen. Die Ergebnisse sind mir bisher zu wechselhaft. Da muss mehr Konstanz auch bezüglich der Trainingsbeteiligung reinkommen." Zudem spricht der Coach das „Lernen aus individuellen Fehlern" an und fordert „eine permanent hohe Motivation bei Spielern und Trainern".

Nils Danhof (li.) ist ein gutes Beispiel für einen Spieler, der den Sprung aus der Jugend in den Herrenbereich sofort geschafft hat.
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Vergleich zu vergangenen Jahrgängen hinkt


Als Teambuilding-Maßnahme gab es zu Beginn der Saison mit dem FC Herzogenaurach ein Wochenende mit allen Mannschaften. „Zelten, Klettern, Kajakfahren", erinnert sich Frank Dinkel und ergänzt: „Auch sonst findet ein Austausch statt." Immerhin sollen vor allem die eigenen Herrenmannschaften von den gut ausgebildeten jungen Kickern profitieren, was sie derzeit nachweislich auch tun. Die Erste steht in der Bezirksliga mit acht Punkten Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz und die Zweite kämpft in der A-Klasse ebenfalls um den Aufstieg. „Die Jungs aus der momentanen U19 haben noch zwei Jahre für den Sprung Zeit", sagt Frank Dinkel. „Auch bei den jungen Spielern gibt es hoffnungsvolle Talente. Eine Qualität, wie sie in der Anzahl von Spielern des letzten Jahrgangs vorhanden war, darf man nicht erwarten. Dafür ist der Kader im Vergleich auch deutlich kleiner." Neben der fußballersichen Ausbildung legt der Trainer zusätzlich auf andere Grundtugenden Wert: „In diesem Alter wollen wir auch Disziplin und Fairplay vermitteln."

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Hintergründe & Fakten

Personendaten
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Spiele SG FC Herzogenaurach U19

So, 24.09.2017
10:00
H
 3:3
So, 01.10.2017
10:30
A
 1:2
Di, 03.10.2017
15:00
A
 2:1
So, 08.10.2017
10:00
SpVgg Mögeldorf
H
 1:3
So, 15.10.2017
13:00
A
 8:3
So, 22.10.2017
10:00
H
 3:0
So, 29.10.2017
15:30
A
 6:1
Mi, 08.11.2017
19:00
H
 3:2
So, 12.11.2017
13:00
A
 ausg.
Fr, 17.11.2017
19:00
A
 1:1
So, 26.11.2017
10:00
H
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Bilanz SG FC Herzogenaurach U19

Saison
Pl. 
Liga
2017/18
9. 
Bezirksoberliga Mittelfranken
 
2016/17
1. 
Kreisliga Erlangen-Pegnitzgrund
2015/16
1. 
Kreisklasse 1 Erlangen-Pegnitzgrund
2014/15
6. 
Kreisklasse 1 Erlangen-Pegnitzgrund
 

Tabelle Bezirksoberliga Mfr. U19

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
4
7
12:8
15
5
8
25:13
14
7
9
20:23
12
10
9
15:25
8
12
9
16:37
3
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).

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