Artikel veröffentlicht am 07.02.2017 um 07:00 Uhr
Spannende U19-Kreisliga: Nutzt die JFG Fichtelgebirge ihre Nachholspiele?
An der Tabellenspitze der U19-Kreisliga geht es recht unübersichtlich zu. Zwar konnten sich die Deichselbacher in der Winterpause den Spitzenplatz sichern, doch die JFG Fichtelgebirge kann mit drei Partien in der Hinterhand locker vorbeiziehen. Allerdings müssen die zunächst einmal gewonnen werden und bereits der Auftaktgegner zur Rückrunde hat es in sich. 
Von Hans-Jürgen Wunder
Im Nachhinein ärgerte sich der Deichselbacher Coach Daniel Kaul dann doch etwas. Kaum war er im Urlaub, schon machte sich der Schlendrian breit. Denn die 0:3-Niederlage gegen die Fichtelgebirgler könnten in der Endabrechnung massiv ins Kontor schlagen. "Das lag wohl auch daran, dass man die Sache nicht mehr ganz so ernst genommen hatte und die Trainingsbeteiligung etwas schleifen ging", rätselte der Übungsleiter Anfang November, der seit der Winterpause auch noch die B-Junioren der SpVgg Bayreuth unter seine Fittiche genommen hat. Dass die Deichselbacher überhaupt so gut dastehen, haben sie ihrem gewaltigen Schlussspurt zu verdanken. Freilich sieht der frühere Memmelsdorfer noch Luft nach oben. ""Manchmal werden wir zu schnell hektisch, wenn es nicht wie gewünscht läuft. Da bräuchten wir noch etwas mehr Geduld."

Viel Offensivpower: Der Kanzer Torjäger Niklas Niebe ist schwer zu halten.
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Steile Aufwärtsentwicklung

Nicht verstecken musste sich Aufsteiger TSV St. Johannis Bayreuth. Mit einem Traumstart von sechs Siegen in Serie war schnell klar, dass die Truppe von Karl-Heinz Opel nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben würde. Ob es sogar Richtung Meisterschaft geht, muss sich zeigen. Vor Jahren hatten die Kanzer bereits in der B-Jugend einen Aufstieg nicht wahrgenommen, so dass Bezirksoberliga sicher kein Thema ist. Dennoch ist das bisherige Abschneiden des Vereins aus dem Bayreuther Osten, die als einer der wenigen "Kleinen" über eine eigenständige Nachwuchsarbeit verfügt, bereits jetzt ein großer Erfolg. Dagegen würde die JFG Fichtelgebirge, wenn sie es denn schaffen, einen Aufstieg sicherlich gerne annehmen. Denn das U17-Team der Jugendfördergemeinschaft ist bereits Bezirkoberligist und derzeit haben die Schützlinge von Alexander Legat im Aufstiegskampf alle Trümpfe in der Hand. Dabei können sie besonders auf ihre Betonabwehr bauen, die bisher erst sieben Gegentreffer zugelassen hat. Und mit Patrick Körber stellt man zudem den treffsichersten Schützen der Liga. Viel wird bei Titelkampf davon abhängen, wie sich die Personalsituation der JFG bei den Nachholspielen darstellt. Denn auf B-Jugendlich kann man kaum zurückgreifen - die stecken mitten im Abstiegskampf. Ein heißer Kandidat für die vorderen Plätze ist wie jedes Jahr die JFG Leitenbachtal. "Mit dem älteren Jahrgang sind im Grunde genommen auch die Leistungsträger zu den Herren mit aufgerückt. Wir möchten deshalb in erster Linie mit dem Abstieg nichts zu tun haben und wären schon froh, wenn wir auf einem ordentlichen Mittelfeldrang landen. Platz vier oder fünf ist in etwa das, was ich mit der Mannschaft anstrebe", gab sich der ehemalige U17-Coach Wolfgang Ther aber eher bescheiden.       

Nichts zu erben gab es für Moritz Putz (re. und seine Neudrossenfelder im Pokal gegen Don Bosco Bamberg - bei der 1:9-Niederlage wurde es sogar richtig deftig.
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Nach hinten blicken


Auch Neuling SG Neudrossenfeld durfte sich zum Start gleich über zwei Siege freuen. "Im Gegensetz zum Vorjahr, als wir unbedingt aufsteigen wollten, haben wir jetzt keinen Druck. Ich könnte mir zwar durchaus vorstellen, dass wir uns nach oben orientieren dürfen, weil wir eine gute Mannschaft haben - aber man wird sehen", zeigte sich SG-Coach Thomas Förster zunächst recht zuversichtlich. Doch dann kamen die ersten Niederlagen und im Pokal wurde es sogar richtig happig. Jetzt ist der Blick bei 14 Zählern wohl eher nach hinten gerichtet. Allerdings können die Neudrossenfelder beim Abstiegskampf auf die Unterstützung der drei B-Jugendmannschaften zurückgreifen. Ebenfalls noch nicht im Grünen Bereich ist die SG Kirchenlaibach. Nach einer Neubesetzung auf der Trainerposition soll es jetzt Uwe Will richten. Und der konnte bei den Hallenmeisterschaften schon erste Erfolge verbuchen. Künftig wird der Weidenberger besonders auf die Heimstärke bauen. Immerhin wurden alle drei Partien in Kirchenlaibach vor der Winterpause gewonnen. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Kreisliga ist genau die richtige Spielklasse für uns", so der Übungsleiter, der am Saisonende überlegen wird, ob er sein Engagement fortsetzt.  

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Team
Sp
Tore
Pkt
2
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31:14
24
5
10
25:20
14
10
11
23:37
7
11
11
18:40
7
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