Artikel veröffentlicht am 11.01.2017 um 15:00 Uhr
Trainerwechsel in der Winterpause: FSV-Junioren unter neuem Übungsleiter
Relativ kurze Amtszeit für Vincent Sörgel als Nachwuchstrainer des FSV Bayreuth. Bereits zum Jahreswechsel musste der U19-Trainer studienbedingt das Handtuch bei der Bezirksoberligajugend werfen. Jetzt wurde ein Interimscoach gefunden, der alles daran setzen möchte, den Klasssenerhalt zu realisieren. 
Von Hans-Jürgen Wunder
"Eigentlich hatte es ganz gut gepasst. Aber Vincent hat jetzt die Examen vor sich und kann den Aufwand einfach nicht mehr stemmen. Es ist gut möglich, dass er die zeitliche Beanspruchung etwas unterschätzt hatte, denn die A-Jugend ist mit den D-Junioren, die er vorher gemacht hatte, nicht zu vergleichen", lässt FSV-Jugendleiter Jürgen Bauer wissen. Dabei ging es für ihn in den letzten Wochen nicht nur darum, einen neuen Coach zu finden. Mit sieben Zählern aus acht Spielen schwebt der älteste Nachwuchs des Fusionsvereins derzeit in Abstiegsgefahr. Also musste eine Lösung her, die sofort greift. und die ist jetzt gefunden. Allerdings hatte das bisherige Abschneiden überhaupt nichts mit dem Ausscheiden von Vincent Sörgel zu tun, wie Bauer betont.

Bei den Stadtmeisterschaften in der Oberfrankenhalle hatte Jürgen Bauer selbst gecoacht - und war nicht gerade begeistert, als man die Endspielteilnahme noch verschenkt hatte.
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Bewährter Trainer feiert Comeback

Eigentlich wollte Tilo Seebach es ja etwas gemütlicher angehen lassen. Nach fünf mitunter aufreibenden Jahren in der FSV-Jugendabteilung nahm er erst im vergangenen Sommer seinen Hut. Vorher war ihm der Aufstieg mit der U17-Mannschaft in die Landesliga gelungen, aber nach großem Verletzungspech und begrenztem Kader ging es im letzten A-Jugendjahr für ihn eher darum, einen stabilen Mittelfeldplatz zu realisieren. Das hatte er geschafft und auch danach ist der Kontakt nie ganz abgebrochen. "Ich habe mir hin und wieder ein Spiel angesehen und als ich Jugendleiter Jürgen Bauer zufällig privat getroffen hatte, kam die Anfrage, ob ich mir nicht vorstellen könnte, auszuhelfen. Mir ging es im letzten Sommer darum, etwas Abstand zu gewinnen. Da ich aber jetzt nichts anderes geplant hatte, war ich gesprächsbereit." Und diese Gespräche führten schnell zu einem Ergebnis. Ab der Wintervorbereitung übernimmt Tilo Seebach wieder das Kommando des Bezirksoberligisten und feiert damit sein Comeback beim Fusionsverein. "Es war mir wichtig, dem Verein zu helfen - schließlich hatte ich fünf schöne Jahre beim FSV Bayreuth", begründet der Goldkronacher seine Rückkehr auf die Fußballbühne im Nachwuchsbereich.

Gut gelaunt und mit viel Zuversicht: Tilo Seebach ist wieder im Geschäft.
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Letzte Konsequenz fehlt

"Ich habe mir die Futsalspiele und natürlich die Stadtmeisterschaft angesehen. Das ist eine spielerisch gute und willige Truppe, die auf Fußball fokussiert ist und aus der sich etwas machen lässt", verteilt der alte und neue Trainer gleich Vorschusslorbeeren. Dabei verlief der Auftritt in der Oberfrankenhalle höchst unglücklich. Nachdem man gegen die beiden Altstädter Teams Paroli geboten und vier Zähler geholt hatte, stand man scheinbar schon im Finale. Doch dann kam der Leistungseinbruch. "Da war jeder mit vollem Ehrgeiz dabei, aber letztlich fehlte die Abgeklärtheit. Ich habe noch gesagt, spielt ruhig, aber letztlich kam kein vernünftiger Ball auf das Tor", spielt Seebach besonders auf die Überzahl an, als nach einer Zeitstrafe gegen die JFG Mainauen Bayreuth der Siegestreffer einfach nicht gelingen wollte. Trotzdem ist dem früheren Hummeltaler Torjäger vor der Punkterunde überhaupt nicht bange. "Man darf nicht vergessen, dass die Jungs derzeit nicht im Training stehen. Wenn sie fit sind, sieht die Sache ganz anders aus." Doch zumindest in der Vorrunde könnten es auch konditionelle Mängel gewesen sein, die dazu geführt haben, dass derzeit nicht mehr Zähler auf dem Konto stehen. "Ich habe mir sagen lassen, dass die Mannschaft eigentlich immer gut mitgehalten hatte, die Spiele dann aber in der Schlussphase öfters noch aus der Hand gegeben hat." Nur zum Vorrundenabschluss in Memmelsdorf stand man bei der 0:4-Niederlage völlig auf verlorenem Posten, als man mit einer Notelf anreisen musste. Freilich sieht der der Rückkehrer viel Potential in seiner Truppe. "Die Tabelle lügt nicht und wir müssen uns darauf konzentrieren, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich die Mannschaft bisher unter Wert geschlagen hat", haucht er den FSV-Junioren wieder Selbstvertrauen ein. Mit seinem 17 Mann starken Kader tritt er Ende Januar noch bei einem Hallenturnier in Selb an und lädt in der darauf folgenden Woche zum Trainingsauftakt im Freien ein. "Sicher habe ich mir schon einige Gedanken über die Positionen gemacht und werde auch viel ausprobieren. Aber letztlich gehe ich völlig unvoreingenommen an die Sache heran."       

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Bilanz FSV Bayreuth

Saison
Pl. 
Liga
2017/18
7. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2016/17
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2015/16
6. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2014/15
7. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2013/14
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2012/13
11. 
Landesliga Nord
2011/12
1. 
Bezirksoberliga Oberfranken
2010/11
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 


Tabelle Bezirksoberliga

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
6
8
18:14
11
8
8
10:16
7
9
8
10:23
5
11
8
7:23
2
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).

Trainer FSV Bayreuth

2017/18
ab 01/2017
2016/17
bis 12/2016
2016/17
2015/16
2014/15
2013/14
bis 01/2013
2012/13
ab 01/2013
2012/13
2011/12
2010/11

Steckbrief T. Seebach

Alter
46
Geburtsort
Bayreuth
Wohnort
Goldkronach
Familie
verheiratet, 3 Kinder
Nation
Deutschland
Größe
187 cm
Gewicht
85 kg
Beruf
Facharbeiter Straßendienst
Hobbies
Fußball und Familie
Starker Fuß
Beidfüßig
Lieb.-Position
Sturm
Erfolge
In Hummeltal in der Bezirksliga gespielt, Aufstieg in die U17-Landesliga als Trainer.

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