Artikel veröffentlicht am 07.12.2019 um 23:45 Uhr
Mannschaft des Jahres der Frauen: SV Reitsch 2.0
Die scheinbar Unbesiegbaren haben es wieder getan. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Frauen des SV Reitsch als Mannschaft des Jahres in Oberfranken ausgezeichnet. Zwölf Monate später wiederholen sie nun diesen Triumph mit einer nahezu makellosen Bilanz und einem Gesamtergebnis wie es in den letzten fünf Jahren nicht erreicht wurde.
Von Bernd Riemke
Spielführerin Anna Schneider (li.), Spielleiterin Janina-Maria Pfeiffer (Mi.) und Trainer Helmut Eckert (re.) freuten sich anlässlich ihrer Weihnachstfeier über die Auszeichnung zur anpfiff.info-Mannschaft des Jahres bei den Frauen.
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In der Saison 2017/18 reichten dem SV Reitsch 49 Punkte in 18 Partien nicht zum direkten Wiederaufstieg. In der Saison 2018/19 reichten dem SV Reitsch 51 Punkte in 18 Partien nicht zur Rückkehr in die Landesliga. Stets musste Oranje am Ende einer Spielzeit genau eine Niederlage zu viel quittieren. Durch das Kalenderjahr 2019 spazierten die Kickerinnen aus dem Frankenwald freilich ohne eine einzige Niederlage. Aus 17 von 18 ausgetragenen Begegnungen gingen die Ladykracher als Sieger hervor, holten insgesamt 52 Zähler und sicherten sich dadurch mit einem Punkteschnitt von 2,89 Zählern pro Partie zum zweiten Mal in Folge den Titel „Mannschaft des Jahres“.

Als erstes Team überhaupt wurden die Frauen des SV Reitsch zum zweiten Mal mit der Auszeichnung Mannschaft des Jahres geehrt.
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Superlative

Die schneeweiße Weste „beschmutzte“ lediglich die DJK Teuchatz, die sich auf den Höhen des Jura ein 0:0 gegen die Überfliegerinnen des Jahres 2019 ergatterte. Jene DJK Teuchatz mag Goalgetterin Linda Querfurth in nicht allzu guter Erinnerung behalten. Schließlich ist der Vorjahresaufsteiger das einzige Team, dem es 2019 gelang die Knippserin vom Dienst gleich in zwei Spielen in Schach zu halten. Ansonsten ist die 27-Jährige vor dem gegnerischen Tor im Grunde genommen nicht aufzuhalten. Sie lief in allen 18 Partien für die Oranjes auf und erzielte dabei bärenstarke 44 Treffer. Beim 15:0 gegen Oberpreuschwitz im Frühjahr traf sie allein unfassbare zwölfmal. Die Damen des SV Reitsch machten es dreimal zweistellig und schlossen das Kalenderjahr 2019 mit einem sagenhaften Torverhältnis von 106:12 ab, was einer Quote von annähernd sechs eigenen Treffern pro Spiel gleichkommt. Maßgeblichen für den Erfolg ist aber nicht nur die Abteilung Attacke. Trainer Helmut Eckert hat mit seinem Team die richtigen Konsequenzen aus den beiden verpassten Aufstiegen gezogen und insbesondere in den Big-Point-Spielen das eigene Tor nahezu vernagelt. Zehnmal stand insgesamt die defensive Null, besonders wichtig war sie bei den beiden 1:0-Siegen in der laufenden Serie gegen die direkten Konkurrenten (SpVg Eicha, FFC Hof 2) um die Meisterschaft in der Bezirksoberliga. Es ist beinahe müßig zu erwähnen, dass die siegbringenden Tore jeweils Linda Querfurth, die Lebensversicherung der Oranjes, erzielte, die in bislang 201 Spielen für den SVR von der Bezirksoberliga bis in die Bayernliga sage und schreibe 215 Tore erzielte. Funfact: Zwischen dem 14. April und 1. September blieb Reitsch starke 478 Minuten ohne Gegentor. Das letzte Tor vor Beginn der Serie erzielte Anna Pflaum, die Serie beendete Tyra Brown – beide in Diensten des SV Wernsdorf. Eine noch beachtlichere Serie weist die Heimbilanz der amtierenden Mannschaft des Jahres auf. Die letzte Niederlage auf eigenem Gelände datiert schließlich vom 8. April 2017. Vor mehr als zweieinhalb Jahren entführte der SV Weinberg 2 noch in der Landesliga alle drei Zähler aus dem Frankenwald. Seither gelang dies in 24 Versuchen keinem Team mehr.

Allen Grund zur Freude haben die Frauen des SV Reitsch, zum einen überwintern sie als Tabellenführer in der Bezirksoberliga, zum anderen wurden sie anpfiff.info-Mannschaft des Jahres im Kalenderjahr 2019.
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Linda Querfurth (re.) trifft mehr als einmal pro Spiel.
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Konstanz als große Stärke der Einheit

Der SV Reitsch ist freilich weit mehr als nur Torjägerin Linda Querfurth. Neben ihr brilliert inzwischen Sandra Neubauer, die im abgelaufenen Kalenderjahr in 16 Spielen stolze 24 Mal ins Schwarze traf. Die Mischung macht‘s – und genau jene Mischung stimmt bei den Ladykrachern. Neben „Allzweckwaffe“ Janina Maria Pfeiffer, die aufgrund ihres außergewöhnlichen Engagements auf und neben dem Platz erst jüngst mit dem BFV-Ehrenpreis ausgezeichnet wurde, bilden auch Marie Christin Stöcker und Ramona Pauli von der „alten Garde“ aus Bayernliga-Zeiten noch das Gerüst einer Mannschaft, auf die die Umschreibung „Aus der Region, für die Region“ scheinbar erfunden wurde. Nachwuchsspielerinnen wie Anna Schneider, Lisa Eckert, Aleyna Karatas oder Linda Wachter gingen den Weg über die zweite Mannschaft und empfahlen sich dank konstant guter Leistungen für höhere Aufgaben. Ein Werdegang, den beispielsweise Natalie Förtschbeck oder Miriam Müller bereits hinter sich haben. Mit gerade einmal 21 Lenzen bringen sie es schon auf knapp 100 Spiele für den SV Reitsch. Der SV Reitsch führt seinen Weg, auf Talente aus der eigenen Nachwuchsarbeit zu setzen, ebenso unbeirrt und zielstrebig wie erfolgreich fort. Lohn ist nicht nur der Titel „Mannschaft des Jahres in Oberfranken“, den anpfiff.info inzwischen zum zehnten Mal verleiht, sondern auch die Tabellenführung zum Jahreswechsel in der Bezirksoberliga. „Aller guten Dinge sind drei“, könnte das Motto der Oranjes lauten, die im dritten Anlauf vor der Rückkehr auf Verbandsebene stehen.

Preise

Als zusätzlicher Motivationsschub mögen die Preise dienen, die anpfiff.info im Rahmen der vereinsinternen Weihnachtsfeier der Frauen des SV Reitsch feierlich überreichte. Neben der anpfiff.info-Trophäe für den Vitrinenschrank, freuten sich die jungen Damen über 10 Kästen Bier der Gampertbräu aus Weißenbrunn, einen Gutschein in Höhe von 100 Euro der Metzgerei Höring in Kronach sowie einen Satz Trainingsleibchen.

Die Rangliste

Grundlage für die Berechnung sind alle Pflichtspiele des aktuellen Kalenderjahres. Ausgenommen sind Pokal- und Relegationsspiele sowie durch das Sportgericht erfolgte Wertungen. Bei Punktgleichheit entscheidet die Anzahl der mehr ausgetragenen Partien über die Platzierung. Berücksichtigt werden nur Mannschaften von der Kreisklasse bis zur Bayernliga, die ganzjährig am Punktspielbetrieb teilgenommen haben.

Neben den Oranjes blieb auch der FC Redwitz im gesamten Kalenderjahr 2019 ohne Pflichtspielniederlage. Einen Schnitt von mindestens 2,00 Punkten pro Spiel erreichten vierzehn Teams.
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Die bisherigen Sieger

2010
SV Friesen 2,65 Punkte

2011
TSV Oberlauter 2,59 Punkte

2012
SpVgg Bayreuth 3,00 Punkte

2013
SpVgg Bayreuth 3,00 Punkte

2014
SpVgg Stegaurach 3,00 Punkte

2015
SpVgg Ebing 2,67 Punkte

2016
FSV Unterleiterbach 2,81 Punkte

2017
FC Hochstadt 2,67 Punkte

2018
SV Reitsch 2,67 Punkte


Rückrunde 2018/19

So, 03.03.2019
13:00
A
 0:6
Sa, 23.03.2019
16:00
A
 0:6
Sa, 30.03.2019
16:00
H
 3:2
So, 07.04.2019
16:00
H
 3:2
So, 14.04.2019
10:30
A
 1:4
Sa, 27.04.2019
16:00
H
So, 12.05.2019
10:30
A
Sa, 18.05.2019
16:00
H
 7:0
Sa, 25.05.2019
16:00
A
 0:2

Hinrunde 2019/20

So, 01.09.2019
17:00
A
 1:5
Sa, 07.09.2019
16:00
H
 4:1
Sa, 21.09.2019
16:00
H
 8:2
Sa, 28.09.2019
16:00
H
 6:2
Sa, 05.10.2019
15:00
A
 0:1
Sa, 19.10.2019
16:00
A
 0:0
Sa, 26.10.2019
16:00
H
 8:1
Sa, 02.11.2019
14:00
A
So, 17.11.2019
13:00
H
 1:0

Bilanz SV Reitsch

Saison
Pl. 
Liga
2019/21
1. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2018/19
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2017/18
2. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 
2016/17
10. 
Landesliga Nord
2015/16
3. 
Landesliga Nord
 
2014/15
5. 
Landesliga Nord
 
2013/14
5. 
Landesliga Nord
 
2012/13
12. 
Bayernliga
2011/12
9. 
Bayernliga
 
2010/11
1. 
Landesliga Nord
2009/10
3. 
Landesliga Nord
 
2008/09
1. 
Bezirksoberliga Oberfranken
 

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