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Artikel veröffentlicht am 13.02.2020 um 18:15 Uhr
In der Bezirksoberliga: Stefan Holzmann und die A2 des SK Lauf
Stefan Holzmann ist ein leidenschaftlicher Fußballer beziehungsweise Trainer. Im Gespräch mit anpfiff.info geht er auf die Unterschiede zu früher und heute ein und verknüpft das mit den aktuellen Problemen seiner A2 beim SK Lauf.
Von Uwe Kellner
Stefan Holzmann.
privat
Guten Tag Herr Holzmann, der Fußballsport und Sie, wie haben Sie beide zusammengefunden?
Stefan Holzmann: Die Affinität zum Fußball wurde mir wohl vererbt. Bereits mein Großvater und auch mein Vater waren leidenschaftliche Kicker. Als ich dann mit fünf Jahren das Spielen beim FC Ottensoos begann, haben beide bis zur C-Jugend nahezu keines meiner Spiele verpasst. Das war schon toll.

Können Sie sich erklären, warum Jugendliche heute nicht mehr so Fußball verrückt sind wie vielleicht noch vor ein paar Jahren?

Stefan Holzmann: Ich denke da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Am schwersten wiegt wohl die Tatsache, dass insbesondere von den Eltern das Vereinsleben einfach nicht mehr in dem Maße gelebt wird, oder gelebt werden kann, wie früher. Damals ging die ganze Familie am Wochenende zum Fußball und blieb danach oftmals noch zum Essen im Sportheim. Das ist leider in den meisten Sportheimen gar nicht mehr möglich, was ich sehr bedauere. Auch der Biss sich mal durchzubeißen fehlt mir bei vielen Jugendlichen. Während man früher vielleicht ein bis zwei Mal im Jugendbereich den Verein gewechselt hat, springen viele Jugendliche heutzutage beinahe jährlich von Verein zu Verein. Das erzeugt auch viele Probleme in den Vereinen, da diese nie richtig planen können.

Sie haben von der Bezirksliga beim FC Ottensoos, der Kreisliga beim TSV Neunhof, Kreisklasse beim SV Simonshofen, bis zur A-Klasse bei der SpVgg Diepersdorf 2 in sämtlichen Ligen gespielt. Hat jede Spielklasse ihren eigenen Charme und was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?
Stefan Holzmann: Jede Klasse hat etwas für sich. Reichen dir in der A-Klasse bereits zwei bis drei richtig gute Spieler um erfolgreich zu sein, sollten es in der Bezirksliga schon neun bis zehn sein. Auch findest du mittlerweie nur noch in den unteren Klassen Vereine welche größtenteils auf Spieler aus der näheren Umgebung setzen und den Vereinsgedanken noch hochhalten. Mitgenommen habe ich aus meiner Zeit viele tolle Erlebnisse und Freundschaften. Ich hatte das Glück nahezu immer in einer Mannschaft zu spielen, welche vorne dabei war, sei es der direkte Aufstieg oder die Relegation. Nach 33 ereignisreichen Jahren habe ich 2019 meine aktive Karriere beendet, stehe aber noch auf Abruf bereit (lacht).

Mittlerweile sind Sie dazu übergegangen, auf die Trainerschiene zu wechseln. Wie kam dieser Schritt zustande, welchen Einfluss hatte ihre bisherige Laufbahn darauf und welche Stationen haben Sie da schon hinter sich gebracht?
Stefan Holzmann: Angefangen hat es 2000, als in meinem Heimatverein FC Ottensoos ein E-Jugend-Trainer fehlte und ich mich spontan dazu entschlossen habe, es zu übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt war ich acht Jahre lang fünf bis sechs Tage die Woche am Sportplatz und trainierte die Mannschaft dann bis zur B-Jugend hoch. Nach einer Pause übernahm ich für eineinhalb Jahre die Zweite Mannschaft der SpVgg Diepersdorf als Spielertrainer. Da das Ende meiner aktiven Zeit nach einer Vielzahl von Verletzungen absehbar war, entschied ich mich meinen Trainerschein, damals noch C-Lizenz Leistungsfußball, in Oberhaching zu machen. Als dann im Sommer das Angebot des SK Lauf kam die U18 in der BOL zu übernehmen, musste ich nicht lange überlegen.

Stefan Holzmann (re.) hat seinen Spielerpass noch bei der SpVgg Diepersdorf. Mittlerweile ist er jedoch Trainer der A2 des SK Lauf in der Bezirksoberliga.
anpfiff.info

In dieser Runde trainieren Sie die U18, also die A2, des SK Lauf in der Bezirksoberliga. Wie würden Sie Ihre Mannschaft dort beschreiben?
Stefan Holzmann: Bunt zusammengewürfelt triftt es wohl am Besten. Als ich das Team übernahm hatte ich gerade mal fünf Spieler. Doch die Jungs hörten sich in Ihrem Freundeskreis um und so konnten wir nach einem Sichtungstraining dann doch 13 Spieler für die Runde gewinnen. Allerdings ist dadurch das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft doch sehr deutlich und von einer Eingespieltheit konnte keine Rede sein. Doch mit viel Trainingsfleiß, Teamwork und der richtigen Einstellung hat sich die Mannschaft langsam gefunden und zum Ende der Hinrunde stabilisiert.

Wie sehen sie die anstehende Rückrunde. Wird Ihre Mannschaft die Liga halten können und was könnten die Probleme in den ausstehenden Spielen werden?

Stefan Holzmann: Die Situation in unserer U19 mit ihren zahllosen Abgängen während der Saison und in der Winterpause erschwert uns die Lage immens. Glücklicherweise konnte ich im Winter meinen langjährigen Mitspieler und Freund Andreas Luber als Trainer hinzugewinnen. Wir werden gemeinsam alles dafür geben die Liga zu halten. Auch die Jungs sind nach wie vor hochmotiviert und heiß darauf in der Rückrunde zu zeigen, was sie können. Als eine von nur zwei Zweiten Mannschaften in der BOL werden wir noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Bleiben Sie auch über die Saison hinaus Jugendtrainer beim SK Lauf?

Stefan Holzmann: Wer weiß schon was die Zukunft bringt...

Vielen Dank für das Interview!

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Hintergründe & Fakten

Personendaten


Spielerstationen S. Holzmann


Trainerstationen S. Holzmann

19/20
BOL
 
19/20
BOL
 
13/14
AK
 
12/13
AK
 
07/08
JFG Mittl. Peg., U17
 
06/07
JFG Mittl. Peg., U17
 
05/06
JFG Mittl. Peg., U15
 
04/05
JFG Mittl. Peg., U15
 
03/04
JFG Mittl. Peg., U13
 
02/03
JFG Mittl. Peg., U13
 
01/02
Ottensoos, U11
 
00/01
Ottensoos, U11
 

Tabelle Bezirksoberliga U19

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
11
33:14
25
3
11
33:10
24
5
10
16:17
17
6
10
20:20
16
11
10
16:47
5
12
9
12:26
4
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).

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