Artikel veröffentlicht am 18.05.2019 um 18:45 Uhr
Nach 30 Minuten Hoffen und Bangen: Stadeln muss in die Relegation
Der FSV Stadeln erledigte am letzten Spieltag die Hausaufgaben und fertigte Cagrispor nach einer starken zweiten Hälfte mit 7:2 ab. Nachdem das Parallelspiel zwischen Kalchreuth und Schwaig verletzungsbedingt über 30 Minuten unterbrochen war, ging das (letztlich vergebliche) Hoffen und Bangen um die Meisterschaft nach dem Schlusspfiff am Kronacher Wald los. Nun soll der Aufstieg über die Relegation gepackt werden.
Von Fabian Strauch

Vor Anpfiff des absoluten Endspiels um den Landesliga-Aufstieg wurde auf Seiten der Gastgeber Keeper Lukas Marx verabschiedet, der den FSV Stadeln mit unbekanntem Ziel verlässt.

Die erste Chance der Partie gehörte den Hausherren, doch Cagri-Keeper Ünal lenkte einen Strobel-Abschluss an den Querbalken (5.). Quasi im Gegenzug dann die überraschende Gäste-Führung, als Noumessis Bogenlampe aus dem Stand über Lenhart hinweg im Tor einschlug. Doch die Dedaj-Elf meldete sich wenige Augenblicke später zurück, als Loos am Ende eines feinen Spielzuges aus zentraler Position ins rechte Eck traf (9.). Keine 180 Sekunden später war die Partie gedreht, als ein Worst-Freistoß (Abudo wurde zuvor unsanft ausgebremst) zwar von Ünal pariert werden konnte, das Leder aber nach Rücksprache von Referee Bode mit seinem Assistenten die Torlinie bereits überquert hatte. In der 21. Minute tankte sich Noumessi über den rechten Streifen zur Grundlinie durch und flankte auf Salis Jara, der relativ blank aus sieben Meter Entfernung zum 2:2 einköpfen konnte. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel musste Stadeln neben dem ungünstigen Zwischenstand auch noch Strobel verletzungsbedingt durch Walthier ersetzen. In der 39. Minute versuchte sich Cagri-Offensivmann Noumessi aus der Drehung, stellte Lenhart aber vor keine Probleme. Damit endete eine insgesamt zerfahrene erste Hälfte mit vielen kleinen Unterbrechungen und wenig Spielfluss.

Nachdem zu Beginn von Durchgang zwei die ersten beiden FSV-Abschlüsse von Bauer noch verpufften, kam die Pille vom emsigen Abudo zu Walthier, der nach Annahme trocken zum 3:2 abzog (58.). Kurz darauf lief der Torschütze allein auf das Cagri-Gehäuse zu, verzögerte etwas und traf letztlich erneut gegen Ünal - diesmal ins lange Eck - zum 4:2 (60.). Zehn Minuten später zog Bauer in Robben-Manier an der Sechzehnerkante nach innen und setzte das Leder mit links zum 5:2 in die Maschen. Wenige Augenblicke zuvor fanden sowohl Aydin via Freistoß wie auch Loos im Eins-gegen-Eins ihre Meister in den beiden Schlussmännern. Knapp zehn Zeigerumdrehungen vor Spielende legte Walthier seinen dritten Treffer nach, indem er eiskalt vor dem Tor vollstreckte. Stadelns Kapitän Worst erhöhte in der 85. Minute nach feiner Vorarbeit von Bauer und Loos ins verwaiste Tor auf 7:2 gegen nunmehr stark nachlassende Gäste. Wenig später pfiff Referee Bode die gerade im zweiten Durchgang einseitige Begegnung ab.

Alle Blicke nach Kalchreuth - Einschwören auf die Relegation

Anschließend wurden die Handys gezückt und quasi sekündlich aktualisiert, nachdem die Partie zwischen Kalchreuth und Schwaig wegen einer Verletzung rund 30 Minuten später enden sollte. Während auf der FSV-Anzeigetafel die aktuelle Spielminute von der Kalchreuther Alm aufgelegt wurde, gab Stadionsprecher Jürgen Hirschmann die Tore durch. Als dann mit der letzten Durchsage das Schwaiger 3:1 ertönte, spielten sich Gänsehaut-Momente am Kronacher Wald ab. Denn es wurde die FSV-Hymne eingespielt und die Mannschaft schwor sich unter Applaus der Zuschauer im Kreis auf dem Feld für die anstehende Relegation ein. In eben dieser geht es zunächst am kommenden Donnerstag (23.05.2019) beim TSV 1860 Weißenburg zur Sache, ehe das Rückspiel drei Tage später in Stadeln über die Bühne geht.

Glückwunsch geht nach Schwaig

Stadelns Trainer Manfred Dedaj äußerte sich zu seinen Gefühlen wie folgt gegenüber fussballn.de: "Es ist natürlich schwierig, wenn du es nicht mehr in der eigenen Hand hast. Wir haben natürlich nach Kalchreuth geschielt, sie werden dort alles gegeben haben. Wir sind jetzt erstmal sehr sehr traurig, weil wir es gerne direkt geschafft hätten. Aber ich gönne es auch Alu Rahner, einem meiner besten Kompanen. Ab morgen schütteln wir die aktuellen Gefühle ab und gehen mit Vollgas in eine hoffentlich erfolgreiche Relegation."  

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Spielstenogramm

Tore: 0:1 Teukam Noumessi (8.), 1:1 Loos Y. (10.), 2:1 Worst Pa. (13.), 2:2 Salis Jara (22.), 3:2 Walthier (58.), 4:2 Walthier (60.), 5:2 Bauer (69.), 6:2 Walthier (80.), 7:2 Worst Pa. (85.)
Gelbe Karten: Mielack O. (17.), Schnierstein (67.) / Koumtchoudzi Nyamsi (43.), Aydin A. (80.), Demir A. (81.)
Zuschauer: 350 | Schiedsrichter: Sven Bode (DJK Nürnberg-Eibach)


Tabelle Bezirksliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
34
75:37
77
2
34
92:42
76
3
34
67:32
68
6
34
90:63
62
7
34
70:58
56
10
34
59:56
43
11
34
60:66
43
12
34
51:56
42
13
34
50:57
39
14
34
53:65
38
15
34
47:85
35
17
34
36:77
24
18
34
31:113
12
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Torschützen Bezirksliga Nord


Formbarometer Bezirksliga Nord

Pl.
Team
Tore
Pkt
1
17:5
12
 
14:5
12
8
7:6
6
 
9:9
6
 
9:10
6
12
13:10
4
 
11:11
4
14
4:10
3
15
3:7
2
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.


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