Artikel veröffentlicht am 19.12.2017 um 18:00 Uhr
Mannschaft des Jahres: Der TSV Frauenaurach sichert sich den Titel
Der TSV Frauenaurach spielte eine bärenstarke Hinrunde und steht zurecht an der Tabellenspitze der A-Klasse 1. Bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison sammelte die Truppe reihenweise Siege und hat im Jahr 2017 folgerichtig den höchsten Punkteschnitt im gesamten Spielkreis. anpfiff.info ehrte die Mannschaft des Jahres bei der Weihnachtsfeier am Klosterwald.
Von Alexander Zmenda
Der TSV Frauenaurach ist die Mannschaft des Jahres. Kapitän Marco Krauthöfer, Abteilungsleiter Ralph Volleth und Trainer Reinhardt Kusnyarik.
Im gesamten Kalenderjahr 2017 verlor der TSV Frauenaurach lediglich zwei Spiele, in 23 von 29 Fällen ging das Team als Sieger vom Platz. Mit einem Schnitt von 2,52 Punkten pro Spiel verwies der TSV den Kreisligisten SV Buckenhofen auf den zweiten Rang und sicherte sich die Auszeichnung der Mannschaft des Jahres. Auf der familiären Weihnachtsfeier im Festsaal der Sportgaststätte "Zum Klosterwald" überraschte anpfiff.info die Spieler mit der Auszeichnung. Neben dem Pokal erhielt die Mannschaft einen Gutschein für zehn Kästen Bier der Brauerei Kulmbacher. Zudem gab es von der Bäckerei Mörtel in Frauenaurach Gutscheine im Wert von 100 Euro sowie zehn Aufwärmleibchen von anpfiff.info. Kapitän Marco Krauthöfer, Abteilungsleiter Ralph Volleth sowie Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik nahmen die Preise entgegen. "Uns war schon bewusst, dass wir eine sehr gute Rückrunde und eine herausragende Hinrunde gespielt haben. Aber dass es in dieser Wertung dann für Platz Eins reichen würde, war für uns dann doch etwas überraschend", berichtet Ralph Volleth.

 Der TSV Frauenaurach hatte im Kalenderjahr 2017 den besten Punkteschnitt.
anpfiff.info

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Wenn man auf das starke Jahr des TSV zurückblickt, führt der Weg an zwei ausschlaggebenden Namen nicht vorbei. Da ist zunächst Martin Grosch, der sich zu Beginn des Jahres dazu entschloss, seine Karriere bei seinem Heimatverein ausklingen zu lassen. Der Ex-Landesligakicker erzielte in neun Rückrundeneinsätzen 15 Treffer und hatte großen Anteil am Aufschwung im Frühjahr. Nur eine Niederlage kassierte die Mannschaft vom Klosterwald in der Rückserie der Saison 16/17, dass es bereits im Sommer nicht für den Aufschwung reichte, lag an der schwachen Hinrunde. "Letzte Saison war unser Problem, dass wir keine Tore gemacht haben. Doch dass der Martin Grosch zu uns zurück gekommen ist, hat uns natürlich extrem geholfen", erklärt der Abteilungsleiter.

Im Sommer sollte dann noch ein kongenialer Sturmpartner folgen, der das Zepter vom bisherigen Trainer David Sämann übernahm: Reinhardt Kusnyarik verfügt ebenfalls über Landesliga-Erfahrung und bildet mit 13-Tore-Mann Grosch das mit Abstand gefährlichste Sturmduo der A-Klasse 1. 27 Tore erzielte der 31-Jährige bisher, mit einer Quote von knapp zwei Treffern pro Spiel wird den meisten Abwehrreihen Angst und Bange. Doch nicht nur wegen seiner Tore ist Ralph Volleth begeistert von seinem Spielertrainer: "Der Kussi ist überragend! Als Trainer ist er ruhig und sachlich und macht das wirklich super. Noch wichtiger ist aber, dass er als Typ und Mensch super zu unserem Verein passt. Das war ein echter Glücksgriff!" Dass Kusnyarik aber auch spielerisch gleich so einschlägt und die Abwehr regelmäßig schwindelig spielt, hätte sich auch Volleth nicht erträumen lassen.

Martin Grosch (2.v.r.) und Reinhardt Kusnyarik (2.v.l.) erzielten in dieser Saison zusammen bereits 40 Tore.
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Fast perfekte Hinrunde mit winzigem Makel

Neben zwölf siegreichen Partien spielte der TSV Frauenaurach zwei Mal unentschieden, zudem gab es eine Niederlage. Diese kassierte der Spitzenreiter ausgerechnet gegen einen Aufsteiger, bei der Reserve der DJK Erlangen hieß es nach 90 Minuten 0:1. "Da war unsere Chancenverwertung katastrophal. Eigentlich hätte das Spiel 10:1 für uns ausgehen müssen", schildert der Abteilungsleiter. Es sollte jedoch der einzige Makel einer ansonsten bärenstarken Hinrunde bleiben, in der der TSV durchaus auch von Verletzungen nicht verschont blieb. Darunter litt dann vor allem die Zweite Mannschaft, da diese Spieler nach oben abgeben musste. In der Rückrunde soll sich die Personalsituation aber wieder entspannen, dafür wäre der eine oder andere Zugang sicherlich hilfreich. Ralph Volleth bestätigt, dass es Kontakte zu Spielern gab, diese seien jedoch nicht gescoutet worden, sondern boten sich selbst beim Verein an - spruchreif sei aber noch nichts. 

In der A-Klasse 1 befinden sich mit dem SV Tennenlohe 3 und dem FC Herzogenaurach 2 noch zwei Reserven im Aufstiegsrennen, diese könnten in einer heißen Schlussphase auf höherklassige Spieler zurückgreifen. "Ich denke aber nicht, dass die es nötig haben", relativiert Volleth. "Wir wissen, dass sie auch so harte Konkurrenten bleiben werden und dass es wahnsinnige Kraftakte werden." Zwar verweist der 40-Jährige auf die noch lange Rückrunde, betont jedoch auch das Wissen um die eigene Stärke. "Wir wollen die Favoritenrolle nicht von uns weisen. Die Art wie wir spielen spricht schon für uns." Aufsteigen will der TSV Frauenaurach also schon, mit dem Kader und der Auszeichnung Mannschaft des Jahres wäre alles andere auch eine kleine Überraschung.

Für die Mannschaft des Jahres gibt es unter anderem zehn Kästen Kulmbacher.
anpfiff.info

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Tabelle A-Klasse 1 ER/PEG

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
16
56:31
37
5
16
34:24
25
8
17
33:27
24
9
16
31:29
23
10
16
41:55
19
11
16
30:39
18
12
15
23:38
17
14
15
23:53
13
15
16
21:46
10
16
16
20:42
8
* Dem TSV Röttenbach 2 wurden wegen unzulässigen Spielereinsatzes drei Punkte abgezogen.
Bei Punktgleichheit: Entscheidungsspiel


Nach Winterpause A1 Saison 16/17

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
13
64:9
34
4
13
35:16
27
5
14
29:24
23
7
13
27:28
18
8
15
26:42
18
9
13
23:24
16
11
14
20:31
15
12
13
20:40
15
14
15
14:46
8
15
15
12:50
6

Torschützen A-Klasse 1 ER/PEG


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