Aprilscherz: Unabhängig vom Klima: Wichtig is auf'm Platz... - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 01.04.2024 um 10:00 Uhr
Aprilscherz: Unabhängig vom Klima: Wichtig is auf'm Platz...
UPDATE Danke an alle, die sich per Kommentar bei unserem April-Scherz eingebracht haben. Wie immer haben wir die Kommentare, die das Ganze enttarnt hätten, zurückgehalten! Wer darauf hereingefallen ist, soll sich nicht grämen: In der heutigen Zeit scheint trotzdem irgendwie alles möglich zu sein. Klima-Punkte wird es jedenfalls nicht geben. Das heißt: Wichtig is auf'm Platz - und da entscheiden immer noch die Tore!
Von Markus Schütz
URSPRÜNGLICHER BERICHT:
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Fußball und Klimaschutz

Wer nachhaltig ist bekommt Extra-Punkte

Die FIFA hat gemeinsam mit dem International Football Association Board (IFAB) beschlossen, dass es ab der kommenden Serie Zusatzpunkte in der Tabelle geben soll für Teams, die die komplette Saison besonders umweltfreundlich und ressourcenschonend bestreiten! anpfiff beleuchtet, was das für den Amateurfußball bedeutet!

Denn quasi als Testballon soll das Prinzip zunächst im Amateur-Fußball getestet werden. Eric Green-Thumb von der IFAB, die für das Regelwerk im Weltfußball zuständig ist, erklärt auf der Homepage der Organisation, "dass die sogannten Klima-Punkte ein Äquivalent zu den allseits bekannten Fairness-Preisen" seien. Mit dem entscheidenden Unterschied: "Für die nachhaltigsten drei Teams jeder Amateur-Liga wird es am Ende der Serie bis zu sieben Extra-Punkte (fünf für den zweit-, drei für den drittbesten Wert) geben!", erklärt er und fügt an: "Was bringt es, zu gewinnen - wenn am Ende das Klima verliert!?" Und dann sagt er einen Satz, der nicht nur bewegt, sondern wachrüttelt: „Die Natur braucht den Fußball nicht. Aber der Fußball braucht die Natur.“ Damit ist alles gesagt.

"Aktionsspieltage Klimaschutz"

Einer der ersten Landesverbände, die sofort Feuer und Flamme für diesen Vorschlag waren, ist der DFB. Für den ist das Thema nicht neu, denn beim Deutschen Fußballbund gibt es bereits sogenannte "Aktionsspieltage Klimaschutz", die von Kapitänsbinden mit Klima-Logo oder Eckfahnen mit Warming Stripes geprägt sind, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Vom DFB-Campus in Frankfurt heißt es: "Wer soll das Klima retten, wenn nicht die deutschen Amateurfußballer?!" Eine gute Frage. Erstaunlich, dass sie so noch niemand gestellt hat. Auch Greta Thunberg nicht. Und so geht es jetzt also Schlag auf Schlag, in der kommenden Serie geht es los.

Die Reduzierung der Platzwässerung wäre einer der Ansätze, um künftig "Klima-Punkte" zu erhalten. Die Kreisspielleiter werden dazu künftig die Wasserzähler in den Sportheimen ablesen.
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Klima-Punkte werden in die Tabelle eingerechnet

Das Prinzip ist einfach: Die jeweiligen Ligenleiter/Spielleiter des Verbandes bewerten während der Saison die Bemühungen der Vereine in punkto Nachhaltigkeit - und erstellen daraus eine Klima-Rangliste. Den drei nachhaltigsten Teams werden in der Abschlusstabelle sieben (fünf, drei) Punkte hinzuaddiert!   

Auch die Schiedsrichter sollten mitmachen


Auch die Männer und Frauen an der Pfeife sind übrigens aufgerufen, sich zu beteiligen. Und auch bei ihnen gibt es äußerst sinnvolle Vorschläge von Seiten des Verbandes: "Am Schiedsrichter-Austausch dürfen nur noch Referees teilnehmen, die entweder mit Bus oder Bahn bzw. mit einem Elektro-Auto anreisen!" Dieser Ansatz kann aber nur der Anfang sein, gerade im sogenannten Pfeifen-Nah-Bereich geht es noch besser und nachhaltiger. Stellen wir uns alle doch einmal vor, wie sich das Klima freuen würde, wenn die Fans in Zukunft singen könnten: "Schiri, wir wissen, wo dein Lastenfahrrad steht...!"

Umgehört in den Vereinen

Wir haben bei Vereinen in unserem Verbreitungsgebiet nachgefragt, wie wie weit sie auf dem Weg zur Klimaneutralität bereits sind bzw. welche Aktionen/Veränderungen sie sich für ihren Verein vorstellen können. Wärmepumpen oder Solarfelder fürs Sportheim, LED-Lampen für die Flutlichter sind quasi bereits Standard. Hier einige Pläne im Hinblick auf die 'kickenden Klimarettung':

Kaum ein Verein bietet bislang vegane Tofu-Bratwürste an!
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Durch die Tofu-Bratwurst zum Klassenerhalt?


Der Vorsitzende eines oberfränkischen Kreisklassisten sagt beispielsweise: "Wir haben längst unsere bisher üblichen Bratwürste durch vegane Tofu-Bratwürste ersetzt!" Und er liefert die Begründung gleich mit: "Die verbrauchen von der Herstellung bis in den Mund unserer Fans 13 Mal weniger Treibhausgase." Da hat sich also jemand mit der Thematik auseinander gesetzt. "Selbstredend schenken wir bei unseren Spielen auch nur fair gebrautes Bier aus!" Was genau ein Bier als "fair gebraut" qualifiziert, wissen wir zwar nicht, aber vielleicht handelt es sich um Gerstensaft, der ausschließlich von glücklichen Brauern gebraut wurde. Aber Spaß beiseite.

Trikots aus Plastik-Müll

Ein Verein aus Unterfranken teilt uns auf Anfrage voller Stolz mit, dass die Trikots, in denen die Spieler seit dieser Saison auflaufen, aus recyceltem Plastik-Müll hergestellt sind. Der berühmte Spruch von Giovanni Trapattoni, "Hat gespielt wie Plastik-Flasche leer!", bekommt dadurch eine ganz andere Bedeutung. Aber es kommt noch besser: "Wir haben uns gerade im Sommer dazu entschlossen, dass wir die Trikots nur noch nach jedem zweiten Spiel waschen! Das stinkt zwar manchmal unseren Gegnern - und dem Trikotkoffer - aber wenn wir ehrlich sind, gibt es Spieler in unseren Reihen, die so wenig laufen, dass sie sowieso kaum schwitzen!", zeigt der Verantwortliche des A-Klassisten ein gesundes Maß an Realitätssinn und legt zu Recht nach: "Apropos: Warum soll sich ein Torwart nach dem Spiel überhaupt duschen und eine weltweit so wichtige und knappe Ressource wie Wasser vergeuden, wenn er die meiste Zeit eh nur herumsteht." Respekt! Würden nur alle Verantwortlichen so fortschrittlich denken!

Ob dieses Trikot aus recyceltem Plastik-Müll besteht, wissen wir nicht - aber es sieht zumindest so aus.
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Klare Entwarnung bei der Kosten-Frage

Freilich - und das wollen wir nicht verschweigen - gab es auch zahlreiche kritische Stimmen. Aber denen rufen wir zu: "CO2 schießt keine Tore!" Gerade die Trainer sehen die sportliche Tabelle durch diese Regelung verwässert, wie ein Coach, der nicht genannt werden will, uns mitteilte: "Was soll das? Wir schießen den Gegner daheim mit 5:0 ab und am Ende steht er vielleicht sogar in der Tabelle vor uns, nur weil er zu seinen Auswärtsspielen per Anhalter anreist, im Sportheim Smoothies ausschenkt und Grünkern-Bratlinge auf den Grill legt..."

Und was gerade die von vielen Vereinen angesprochenen bzw. beklagten hohen Kosten auf dem Weg zur Klimaneutralität angeht, da können wir Entwarnung geben: Das Geld ist ja nicht weg - es ist jetzt nur woanders...

In diesem Sinne lasst uns alle mitmachen, damit am Ende vor allem ein Ergebnis zu Buche steht: 1:0 für das Klima!
Denjenigen, die denken, der Fußabdruck eines Amateur-Fußballvereines sei zu unbedeutend, um einen wichtigen Beitrag zu leisten, legt Eric Green-Thumb ein afrikanisches Sprichwort ans Herz: "Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern."

UND: Teilen Sie uns doch in den Kommentaren mit, welche klimafreundlichen Maßnahmen Sie sich für Ihren Verein vorstellen können!!

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