Ohne Unterstützung geht es nicht: U19 der (SG) Lonnerstadt will in die BOL - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 01.11.2022 um 12:00 Uhr
Ohne Unterstützung geht es nicht: U19 der (SG) Lonnerstadt will in die BOL
Die A-Jugend spielt eine Herbst- und eine Frühjahrsrunde. Bis zur Winterpause sind die Gruppen geografisch eingeteilt, danach muss Lonnerstadt wieder quer durch den Landkreis fahren. Trainer David Zientek freut sich über die Unterstützung der Eltern und will mit seinen Jungs in den Bezirk.
Von Uwe Kellner
Guten Tag Herr Zientek, Sie trainieren die U19 der Spielgemeinschaft TSV Lonnerstadt, FC Frimmersdorf, TSC Vestenbergsgreuth, SV Wachenroth. Welchem dieser Stammvereine gehören Sie an und wie kamen Sie dazu, Jugendtrainer zu werden?
David Zientek: Ich gehöre dem TSV Lonnerstadt an und bin tatsächlich durch einen Zufall zu diesem Posten gekommen. Ich habe auf der Arbeit mit unserem Auszubildenden gesprochen, ob sie schon mit der Vorbereitung begonnen haben. Daraufhin sagte er mir, dass sie gar keinen Trainer haben. Aus einem kleinen Scherz „Gut, dann mach ich jetzt euren Trainer“ ist dann doch mehr daraus geworden.

Ihre Spielgemeinschaft umfasst vier Vereine. Haben Sie zumindest einen großen Spielerkader, wenn so viele Vereine ihre Jugendspieler zusammenwerfen?
David Zientek: Wir haben aktuell in der A-Jugend 27 spielberechtigte Spieler. Davon haben wir drei Langzeitverletzte. Das große Problem besteht jetzt darin, dass wir zu viel für eine A-Juegnd sind und zu wenig für eine zweite Mannschaft. Der Versuch einer A2 ist recht schnell gescheitert, was schade ist, weil einige Spieler auf der Strecke bleiben.

Wie muss man sich die Organisation vorstellen, trainieren und spielen Sie immer im selben Dorf, oder wechselt das?
David Zientek: Wir trainieren und spielen in Lonnerstadt, da dort die Trikots und alle Utensilien sind die wir brauchen.

Mit Ihrer U19 treten Sie in der Kreisliga West an. Die Plätze 1 bis 3 der Herbstrunde dürfen im Frühjahr um den Aufstieg in die BOL mitspielen. Verfolgen Sie dieses Ziel des Aufstiegs oder wie sieht das Ziel bei Ihrer SG aus?
David Zientek: Das Ziel diese Saison ist ganz klar in der Herbstrunde unter den ersten drei zu sein und dann in der Frühjahrsrunde den Aufstieg in die Bezirksoberliga klar zu machen.

Die U19 der (SG) TSV Lonnerstadt, FC Frimmersdorf, TSV Vestenbergsgreuth, SV Wachenroth in der Saison 2022/23.
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Was sollen Ihre Jugendspieler können, wenn Sie sie in die Herrenmannschaften übergeben?
David Zientek: Das wichtigste ist, dass Sie den Spaß am Fußball haben und den ein oder anderen sauberen Pass spielen können (lacht).

Lonnerstadt muss im Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund traditionell viel fahren. Sind die Strecken noch okay und graust es Sie schon davor, wenn die Gruppen im Frühjahr nicht mehr geografisch eingeteilt sind?
David Zientek: Aktuell sind die Fahrtwege recht angenehm. Zur Frühjahrsrunde kommen dann wieder die Fahrten hinter Nürnberg und das ist sehr zeitintensiv und gerade bei den hohen Spritpreisen eine hohe Belastung. Gott sei dank habe ich sehr fußballbegeisterte Eltern, die uns überall begleiten und supporten.

Wie würden Sie einem Außenstehenden die Arbeit als Jugendtrainer beschreiben?

David Zientek: Die Arbeit als Jugendtrainer macht total viel Spaß. Ist aber mit einer menge Arbeit verbunden. Es geht los bei der Vorbereitung des Trainings mindestens zweimal die Woche, während der Saisonvorbereitung auch gerne mal drei- bis viermal die Woche. Da sitzt man dann abends am Schreibtisch und plant die nächste Trainingseinheit unter folgenden Aspekten: wie viele Spieler kommen zum Training? Was sind unsere Schwachpunkte? Worauf legen wir unseren Fokus? Und eins ist besonders Wichtig, die Jungs merken, wenn man unvorbereitet beim Training ist (lacht). Man möchte die Jungs nach vorne bringen und das wichtigste ist, die Jungs bei Laune zu halten.
Nachdem die Trainingswoche rum ist und das Wochenende ansteht, steht auch das nächste Punktspiel an. Bis dahin hat man sich schon Gedanken gemacht, wer im Kader ist und welche Aufstellung gespielt wird. Kurzfristige Absagen sind auch immer mal wieder drin, die dann die ganze Planung hinfällig machen und man quasi wieder von vorne startet.
Wenn man dann die Kaderplanung soweit durch hat, geht es dann los mit Trikots holen, Eiskoffer vorbereiten, Bälle und Leibchen einpacken, Musikbox darf natürlich nicht fehlen.
Wenn sich die Mannschaft dann umzieht, geht es für mich los mit der Freigabe des Kaders im ESB. Währenddessen möchte der Schiedsrichter dann auch Infos haben und die Gastmannschaft reist an - man muss sich ein bisschen zweiteilen.
m Anschluss wird dann mit der Mannschaft die Startaufstellung besprochen und die Jungs werden heiß gemacht. Nach dem Spiel ist dann aufräumen angesagt. Ich bin meistens der Erste der kommt und immer der Letzte der geht, logischerweise. An einem Spieltag sind das gerne mal drei bis vier Stunden die man unterwegs ist, je nachdem wo das Spiel stattfindet.
Das Woche für Woche. Aber ich muss sagen: es macht mir total viel Spaß und ich habe das Glück, dass die Mannschaft und die Eltern mich immer unterstützen.

Vielen Dank für das Interview!


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