Artikel veröffentlicht am 13.10.2021 um 06:00 Uhr
SG Regnitzlosau gut gestartet: Benni Schaal von der Übergangs- zur Ideallösung
Bei der Spielgemeinschaft aus SG Regnitzlosau und FC Rehau läuft es trotz kleinem Kader in der U19-Bezirksoberliga Oberfranken Ost ausgezeichnet. Nach vier Spielen stehen die Schützlinge von Trainer Benjamin Schaal auf dem ersten Platz. Dem 33-jährigen Übungsleiter steht dabei eine eingeschworene Truppe zur Verfügung, der er in dieser Saison noch manche Überraschung zu traut.
Von Maik Schneider
Als es für die Spielgemeinschaft an die Planungen für die neue Saison ging, machte man sich bei den Verantwortlichen der SG Regnitzlosau und auch dem FC  Rehau so seine Gedanken. Gerade im Juniorenbereich standen die Aktiven ja fast ein ganzen Jahr nicht auf dem Platz. Immer wieder wurde von der Bayerischen Regierung der Trainingsstart, oder auch das Kleingruppentraining im Nachwuchsbereich verschoben. So musste sich auch Trainer Benjamin Schaal etwas einfallen lassen, die - wie er sagte - etwas andere Vorbereitung zu planen und zu koordinieren. "Wir haben letztendlich Anfang Juni mit dem Training begonnen, aber dies auch stark dosiert. Auf Grund der langen Pause haben wir versucht, über drei Monate Schritt für Schritt das Training nachzuholen, um eben Verletzungen zu vermeiden", blickt der Übungsleiter auf den Anfang der Saison zurück. Eine klassische Vorbereitung, wie man sie aus den letzten Jahren kannte, gab es in diesem Sinne also nicht. 

Felix Meyer (re.) ist als Kapitän der verlängerte Arm von Trainer Benjamin Schaal, auf dem Platz.
anpfiff.info

Pflichtspielstart nicht nach Maß

Nach zwölf Wochen intensiver Arbeit, durften die Kicker ihre Kräfte auch wieder im Pflichtspielbetrieb messen. Doch kurz vor dem ersten Einsatz mussten die Spieler der Spielgemeinschaft einen herben Rückschlag einstecken. Mit dem Irkaer Rewan Ali Hüssein, wurde ein junger Mensch nicht nur aus dem Umfeld der Mannschaft gerissen. Nachdem der Flüchtling sich im Verein und auch der Gesellschaft integriert hatte, mussten er und seine Eltern das Land und auch damit seine zweite Familie verlassen. "Der Abgang hat uns menschlich als auch fußballerisch richtig weh getan. Wobei ich auch glaube das dieser Punkt die Mannschaft zum Nachdenken und noch einmal enger zusammen gebracht hat", weiß Benjamin Schaal. Beim Start in Röslau sah man dann zwei spielfreudige Mannschaften auf einander treffen. Dass auch bei den Junioren im ersten Spiel noch nicht alles reibungslos ablaufen würde, war dem Trainer dabei klar. Doch trotz des Rückstandes kämpfte sich die Mannschaft zurück in die Partie. "Grundsätzlich besitzen die Spieler einen richtig guten Charakter", zeigte der Spielverlauf. Denn auch gegen die JFG Oberes Egertal, die zwar nummerisch einen Mann weniger nach dem Platzverweis gegen Torwart Rico Blöchinger hatte, aber dafür mit Herz und Verstand sich gegen die Niederlage wehren wollte, gaben die Spieler auf dem Platz nie auf und drehten am Ende die Partie zu ihren Gunsten. Mit dem Auftaktsieg im Rücken, behielten die Blau-Weißen auch die Punkte im Derby gegen die SG Eintracht Münchberg beim knappen 2:1 Erfolg. Nach der Pflichtaufgabe bei der JSG Hofer Land, folgte das Duell gegen den TuS Schauenstein. Eigentlich eine Partie, die in den letzten Jahren immer für Brisanz gesorgt hatte. 

Moritz Arndt (blau) warf sich in der Partie bei der JFG oberes Egertal sinnbildlich mit vollem Einsatz in die Zweikämpfe.
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Kantersieg als Vorbereitung

Anders wie die Jahre zuvor gestaltete sich das Aufeinandertreffen der Spielgemeinschaft mit dem TuS. Die Gäste traten in der Vierschau sprichwörtlich mit dem letzten Aufgebot an und die Partie war bereits nach den ersten 45 Minuten entschieden. Nach dem spielfreien Wochenende zuvor war der Fokus bei den Schaal-Schützlingen auf die letzten drei Partien gerichtet. "Wir wollten den zweiten Durchgang dann nutzen um uns auf die beiden letzten Spiele vorzubereiten und das haben die Jungs sehr gut gemacht", zeigt sich Benjamin Schaal von der Einstellung seiner Mannschaft begeistert. Vor der Winterpause warten nach Aussage der Chefs noch die beiden stärksten Mannschaften der Liga auf die Spielgemeinschaft. "Man sieht da schon das der ein oder andere die Ausbildung bei der Altstadt oder der SpVgg Weiden genossen hat", sieht der Coach seine Mannschaft jeweils in der Außenseiterposition. Doch traut er ihnen ein Überraschung durchaus zu. Nach der absolvierten Vorrunde wissen die Vereine in der Bezirksliga Oberfranken Ost schon einmal, wo sie stehen. Für den Erstplazierten geht es im Frühjahr schon einmal in die Landesliga. Dort spielt man dann um den Ligaverbleib. "Sollte es mit der Meisterschaft klappen, hoffen wir natürlich auf eine fette Party auf dem Rathausbalkon", scherzte Benjamin Schaal - der als Saisonziel eigentlich die Verbesserung jedes Einzelnen auf die Fahne geschrieben hatte. Schließlich wollte er die jungen Kicker an den Herrenbereich heranführen und ihnen dafür das nötige Selbstvertrauen mitgeben. Für Benjamin Schaal ist die Station in Regnitzlosau dabei nicht ganz so gelaufen wie er das eigentlich geplant hatte. Denn nach zwei Jahren bei der SpVgg Bayern Hof wollte er nur übergangsweise die damaligen B-Junioren übernehmen. Nun steht er als Ideallösung an der Seitenline der U19 und wird wohl zur Dauerlösung werden. "Ich bin sehr zufrieden hier, top Jungs trainieren zu dürfen, da  mache ich mir über eine neue Aufgabe zur Zeit auch keine Gedanken", scheint Trainer Benjamin Schaal nun wohl langfristig seine Zelte bei der Spielgemeinschaft aus SG Regnitzlosau und FC Rehau aufgeschlagen zu haben. 

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Daten SG Regnitzlosau

SG Regnitzlosau e.V.
Gründung: 1896
Mitglieder: 650
Farben: blau-weiß
Abteilungen: Fußball, Basketball, Tischtennis, Leichtathletik, Laufen, Gymnastik, Tennis


Daten FC Rehau

FC Rehau
Gründung: 2013
Mitglieder: 210
Farben: grün-weiß-rot
Abteilungen: Fußball

Bezirksoberliga Oberfr. Ost


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