Artikel veröffentlicht am 16.06.2020 um 14:00 Uhr
Großer Erfolg zum Jubiläum: Steigerwald-U19 steigt in die Bayernliga auf
Pünktlich zu ihrem 15-jährigen Jubiläum hat die JFG Steigerwald unter Trainer Carsten Nüßlein den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht: Den Aufstieg in die Bayernliga und damit in die höchste bayerische U19-Klasse. "Darüber gibt es nur noch die Bundesliga...", sind die Verantwortlichen stolz auf den Erfolg. Damit nicht genug: Auch die Zweite A-Jugend und die U17 gehen eine Liga höher!
Von ib/ms
Erst in der Saison 2018/2019 stiegen die Steigerwälder als ungeschlagener BOL-Meister in die Landesliga auf. Nachdem jetzt der Abbruch der Saison durch den BFV festgelegt wurde und die Saison nach Koeffizienten gewertet wird, sicherten sich die Junioren des Jahrgangs 2001/2002 den Relegationsplatz, der zum direkten Aufstieg in die Bayernliga berechtigt. In der kommenden Saison spielen die Steigerwälder somit in der höchsten bayerischen U19-Liga – darüber gibt es nur noch die U19-Bundesliga.

Abwehrstärke als Faustpfand

Die Schützlinge von Trainer Carsten Nüßlein hatten am Ende zwei Punkte Vorsprung vor dem drittplatzierten TV 1848 Erlangen und 13 Punkte Rückstand auf den Meister SV Viktoria Aschaffenburg - der jedoch zwei Spiele mehr absolviert hat. Der Vize-Meister Steigerwald weist den zweitbesten Sturm (43 Tore) hinter dem Meister Aschaffenburg (68 Tore) auf. Doch die auffälligste Stärke der JFG´ler lag in der Abwehrarbeit bei nur 15 Gegentoren in 14 Spielen, wozu Torhüter Jan Amtmann einen erheblichen Teil beitrug. „Der Sturm entscheidet Spiele, doch die Abwehr gewinnt die Meisterschaft“, zitiert Trainer Carsten Nüßlein eine alte Fußballweisheit. "Hervorgehoben werden muss an dieser Stelle auch Kapitän Robin Offner, der der Kopf der Abwehr war." Bis zur Niederlage am 6. Oktober 2019 bei Meister Aschaffenburg waren die Steigerwälder in Punktspielen unglaubliche 39 Monate ungeschlagen.

Trainer Carsten Nüßlein gelang mit der U19 der JFG Steigerwald der Aufstieg in die Bayernliga. 
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Toptorschütze Timm Strasser traf 16 Mal

Auch in der Fairnesswertung belegte die JFG einen guten fünften Platz mit lediglich 23 gelben Karten und drei Zeitstrafe in 14 Spielen. "Der dritte Platz in dieser Wertung wäre möglich gewesen, wenn es nicht die eine unberechtigte Rote Karte bei der JFG Kreis Würzburg Süd-West gegeben hätte.", heißt es aus Reihen der Verantwortlichen. Insgesamt neun verschiedene Spieler teilen die erzielten 43 Tore unter sich auf. Die meisten Treffer erzielte Timm Strasser, der 16 Mal bei 14 Spielen ins Schwarze traf. Weiter erfolgreich waren Andreas Pfahlmann mit acht Toren, Alessio Faenza mit vier, Lucas Beyer und Lukas Klaus mit je drei Treffern. Je zweimal erfolgreich waren Robin Offner, Leo Thomann, Lukas Nicola und Tom Hümmer.  

Nach fünf, sechs Spielen gemerkt: "Es könnte was gehen!"

„Ich habe zu Saisonbeginn nicht damit gerechnet, dass wir ganz vorne mitspielen können. Nach fünf, sechs Spielen haben wir aber gemerkt, dass nach oben etwas gehen könnte.", so Trainer Carsten Nüßlein. Die Steigerwälder waren mit einem kleinen Kader von lediglich 17 Spielern in die Saison gestartet. "Nach der intensiven Vorbereitung waren alle Akteure gewillt, den Konkurrenzkampf anzunehmen und leistungsorientiert zusammenzuarbeiten.", lautet das Lob an die Akteure. Dass alle Spieler wichtig waren zeigt sich darin, dass der komplette Kader in der Landesliga zum Einsatz kam, inklusive dem Wintertransfer Farin Benli, der als 18. Spieler mit einem Landesliga-Einsatz für die JFG geführt wird. „Die Jungs haben im Winter nochmal megagut gearbeitet, um den Traum Bayernliga Aufstieg wahr zu machen. Die mannschaftstaktische Leistung war in vielen Spielen überragend, ich habe großen Respekt vor der Mannschaft, die vor allem sehr trainingsfleißig war!“, meint Trainer Carsten Nüßlein, der die Geschlossenheit als die besondere Stärke seiner Truppe sieht. Insgesamt fünf Akteure (Robin Offner und Jan Amtmann absolvierten sogar alle 1260 möglichen Spielminuten) kamen in allen 14 ausgetragenen Punktspiele zum Einsatz. 

Namhafte Gegner kommen in den Steigerwald

In der nächsten Saison werden die Steigerwälder in der zweigeteilten Bayernliga auf den Bundesliga-Nachwuchs vom SSV Jahn Regensburg und FC Würzburger Kickers, sowie die ambitionierten Vereine 1.FC Schweinfurt 05, SV Viktoria Aschaffenburg, SG Quelle Fürth, SpVgg Ansbach treffen. Zwei weitere Teams aus der südlichen Region oder vielleicht auch der TV 48 Erlangen als Nachrücker aus der Landesliga werden die 9er- Bayernliga ergänzen. Dort wird Carsten Nüßlein wie in der Vorsaison unterstützt von Co-Trainer Horst Wenzel und Torwart-Trainer Wolfgang Harrer, die beide schon in dieser Saison maßgeblichen Anteil am Erfolg der U19-Junioren hatten.

Der Bayernliga-Aufsteiger JFG Steigerwald U19:
Hintere Reihe von links: Andreas Pfahlmann, Jonas Pfeiffer, Timm Strasser, Jan Amtmann, Simon Paintner,
Mittlere Reihe von links: TW-Trainer Wolfgang Harrer, Betreuer Gerhard Beck, Marco Zeh, Lukas Klaus, Paul Zöschg, Marc Friedrich, Robin Bätz, Lucas Beyer, Robin Offner, Co-Trainer Horst Wenzel, Trainer Carsten Nüßlein
Vordere Reihe von links: Tom Hümmer, Noah Harrer, Leo Thomann, Lukas Nicola, Alessio Faenza,
Es fehlt Winter-Neuzugang Farin Benli
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Auch die U19 2 der JFG Steigerwald steigt auf

Und damit schaffte die Mannschaft von Bernhard Lorz den Durchmarsch in die Bezirksoberliga. Es war eine für die Vorstandschaft der JFG Steigerwald, in der Ingo Bäuerlein seit 13 Jahren tätig ist, "völlig unerwartete Meisterschaft", die die U19-2 Junioren zur erfolgreichen Saison 2019/2020 beisteuern konnten. Nach dem Aufstieg 2019 in die Kreisliga, war das Saisonziel für die neuformierte U19-2 der Klassenerhalt. "Doch einmal mehr zeigten Trainer Bernhard Lorz und Co-Trainer Jörg Seidel, dass ihr Anspruch an das Team der maximale Erfolg ist. Dank einer konzentrierten und intensiven Vorbereitung gelang es dem Trainerteam sehr schnell aus der neu formierten Mannschaft eine Einheit zu formen.", loben die Verantwortlichen.

Auch wenn der Saisonstart beim letztlich Tabellenletzten Ebensfeld mit einem 1:1 misslang, ließen sich die Steigerwälder dadurch nicht beeindrucken. Es folgten vier Siege am Stück - unter anderem gegen die letztlich zweit- und drittplatzierten JFG Maintal Oberhaid (5:1) und (SG) SV Memmelsdorf (3:1) - ehe es erneut auswärts bei der JFG Oberfranken Hollfeld nur ein Unentschieden gab. Doch die Steigerwälder U19-2 Junioren wollten den Platz an der Spitze verteidigen und konnten in der Folge 4 weitere Siege bis zur Winterpause einfahren. Ungeschlagen ging das Team von Chefcoach Bernhard Lorz in die Winterpause mit 26 von 30 möglichen Punkten und dem guten Torverhältnis von 33:13 Toren.

Bernhard Lorz
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"Dass es Trainer Bernhard Lorz versteht eine Mannschaft zu formen, zeigt sich darin, dass der letztjährige Landesliga-TW Niklas Ansorge wieder zum Stürmer umfunktioniert wurde und prompt mit elf Toren zum Torjäger wurde.", heißt es in der Mitteilung der JFG. Daneben zeichneten sich Niels Dorsch und Justin Hilpert mit jeweils fünf Toren als zuverlässige Torschützen aus. Insgesamt trafen neun Spieler, was für die Ausgewogenheit des Kaders spricht. Insgesamt sieben der 18 eingesetzten Spieler können sich U19-Doppel-Meister nennen, denn Niklas Ansorge, Robin Bätz, Yannik Bogensperger, Niels Dorsch, Julian Thomann, Marc Vollmuth, Jakob Voran waren bereits im Vorjahr am Aufstieg in die Kreisliga maßgeblich beteiligt.

Die Vorstandschaft der JFG ist "glücklich, dass das Meistertrainer-Duo der JFG Steigerwald treu bleibt. Bernhard Lorz wird in der neuen Saison die U16-Junioren übernehmen und Co-Trainer Jörg Seidel wird Chefcoach der neu formierte U17-3."

Allen Verantwortlichen der JFG Steigerwald ist klar, "dass die neue Saison der U19 nach dem Aufstieg in die Bayernliga und Bezirksoberliga eine riesige Herausforderung in organisatorischer und sportlicher Hinsicht wird. Aber nach Rücksprache mit Spielern und Trainern wird sich die JFG Steigerwald mit ihren neuen Trainerteam Carsten Nüsslein, Wolfgang Zeck, Horst Wenzel und Wolfgang Harrer dieser Herausforderung stellen."

Folgende Spieler kamen im Meisterjahr zum Einsatz:
Ansorge Niklas, Bätz Robin, Bogensperger Yannik, Dorsch Niels, Güttler Leon, Heuchele Lennart, Heuß Philip, Hilpert Justin, Körber Daniel, Reheuser Tim, Schmid Lovis, Schnappauf Lorenz, Schulz Christoph, Söllmann Nico, Thomann Julian, Utz Lorenz, Vollmuth Marc, Voran Jakob, Zeh Marco

BOL-Meister JFG Steigerwald U17 mit hinten von links: Tim Weigelt, Maximilian Kronester, Dominik Reiser, Justin Grubert, Leonhard Werner, Jan Bunzel, Finn Sundhaus, Jakob Fröhling, Thomas Felde, Matthias Wächter sowie vorne von links: Joshua Strasser, Noel Zeck, Moritz Löffler, Jakob Neidhart, Max Dallner, Jan Vollmuth 
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U17 ist BOL-Meister und geht hoch in die Landesliga

Was sich längst angebahnt hatte, ist nun in trockenen Tüchern: Der Jahrgang 2003 schießt die JFG Steigerwald zur Meisterschaft in der BOL und damit - nach einem Jahr Abstinenz - zurück in die U17-Landesliga. „Man kann die Jungs gar nicht genug loben. Ich bin einfach wahnsinnig stolz.“, sagte Trainer Wolfgang Zeck, der Vater des Erfolges, der das Team in den vergangenen fünf Jahren formte. Mit 28 von 30 möglichen Punkten nach zehn Spielen bis zur Winterpause - und dem starken Torverhältnis von 64:10 Toren - steht die JFG Steigerwald ohne Frage verdient an der Tabellenspitze. Dieser Erfolg ist umso höher einzuschätzen, als die beiden härtesten Verfolger die Nachwuchsleistungszentren der SpVgg Bayreuth und des FC Coburg waren.

"Ehrgeizig und lernwillig"
 
Die Ausbeute überraschte auch Trainer Zeck: „Das ist schon echt krass und eine Kunst, diese extreme Souveränität konstant zu beweisen. Gerade im Jugendbereich ist das eher ungewöhnlich.“ Hervorheben wollte er keine einzelnen Spieler, nur das Team als Ganzes. Bemerkenswert ist auch der Fakt, dass der Jahrgang 2003 einen außergewöhnlich kleinen Kader von lediglich 16 Spielern aufweist, der sich durch das Ausscheiden von Maximilian Kronester, der leider den Fahraufwand nicht mehr stemmen konnte, auf 15 Spieler reduzierte. "Aber die Mannschaft machte mit ihrer ehrgeizigen und lernwilligen Einstellung auch diesen schmerzhaften Ausfall wett und kämpfte umso mehr gemeinsam für den Erfolg", wie Zeck klarstellt.
 
Für den Jahrgang 2003 ist es der dritte Erfolg in Folge in einer Meisterschaftssaison und erstmals wird der Erfolg mit einem Aufstieg gekrönt: In der Saison 2017/2018 holte das Team die Vize-Meisterschaft in der U15-BOL, doch eine Vorstandsentscheidung zerstörte den Traum von der C-Junioren Bayernliga-Aufstiegsrelegation. In der Saison 2018/2019 sicherte sich das Team souverän den Titel des Kreisliga-Meisters, doch der Aufstieg in die BOL blieb verwehrt, da gleichzeitig die U17 leider aus der Landesliga abstieg. Aber aller guten Dinge sind drei und dafür reichte diesmal die Herbstmeisterschaft zum Aufstieg in die Landesliga. Unterhaltungswert haben die Spiele der "2003er" auf jeden Fall. Die Bilanz der letzten vier Jahre lautet 464:100 Tore bei 72 Spielen, was pro Spiel einem Schnitt von ~ 6:1 Toren entspricht. 
Insgesamt zwölf der 16 eingesetzten Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Top-Torjäger war Matthias Wächter mit 14 Treffern, dicht gefolgt von Justin Grubert, der nach seinem Kreuzbandriss 13 Treffer beisteuerte. Dahinter folgen Joshua Strasser (11 Tore) und Dominik Reiser (9) sowie Thomas Felde und Leonhard Werner (jew. 4). 

Auch Hallenkreismeister

In der Hallensaison schnitten die Spieler von Trainer Wolfgang Zeck ähnlich erfolgreich ab wie auf dem Platz. Der Titel im Kreis Bamberg und Kreis Bamberg/ Bayreuth wurde souverän eingefahren. Nach der Zwangspause geht es jetzt für den Jahrgang 2003 in das Abenteuer U19-Junioren, "wo mit der Bayernliga und der Bezirksoberliga zwei Spielklassen auf die Jungs warten, die ihnen alles abverlangen werden. Doch wer die Spieler des Jahrganges 2003 kennt, der weiß das die Spieler diese Herausforderung annehmen und ihr Bestes geben werden.", heißt es von den Verantwortlichen der JFG Steigerwald, die noch auf der Suche nach interessierten Spielern des Jahrgangs 2004 sind!

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Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).


Tabelle Kreisliga BaBT

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Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).

Tabelle Bezirksoberliga U17 Ofr.

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Bei Punktgleichheit: Entscheidungsspiel

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