Artikel veröffentlicht am 29.01.2018 um 06:00 Uhr
Würzburger FV: Christian Breunig: „Der Verein steht hinter dem Team“
Aktuell stehen die Junioren des Würzburger FV in der U19-Landesliga auf dem siebten Tabellenplatz mit fünfzehn Punkten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten rutschte sie kurzzeitig sogar auf einen Abstiegsplatz ab. Ab dem zehnten Spieltag wendete sich aber das Blatt und so konnten die Spieler von Christian Breunig gegen Ende der Hinrunde endlich entscheidend punkten und sich dadurch von den Abstiegsrängen absetzen.
Von Sebastian Störk
Sie haben vor der Saison das Zepter bei den A-Junioren des Würzburger FV in die Hand genommen. Wie verlief für Sie die Kaderplanung?
Christian Breunig: Vor der Saison war es für mich wichtig, die Spieler erstmal kennen zu lernen.  Ich habe mir dann einige Spiele angeschaut. Mir war schnell bewusst, dass es wichtig ist, alle Spieler möglichst zu halten und einen sehr großen Kader von über 20-Mann zu haben.?Einen Großteil der Spieler konnten wir beim FV auch halten. Ergänzend kamen noch etwa sechs Neuzugänge hinzu. Wir sind mit einem 24-Mann Kader in die Saison gestartet, was optimal ist.?

Christian Breunig
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Ist das dann nicht für viele Spieler frustrierend, da ja immer nur maximal 15 Spieler am Wochenende eingesetzt werden können?
Christian Breunig: Es war in der Hinrunde bei uns so, dass bis auf die Langzeitverletzten wir eigentlich fast jeden Spieler in der Startelf bringen konnten. Das haben wir auch gemacht. Das lag aber nicht daran, dass wir jedem Spieler Einsatzzeit geben wollten, sondern weil wir wirklich jeden Spieler gebraucht haben. Der gewisse Ehrgeiz stimmt und es haben immer wieder Spieler im Training ihre Klasse gezeigt, die dann auch ihre Chance bekommen haben.

Worin sehen Sie die Gründe, dass der WFV als Aufsteiger nicht wirklich in die Liga fand und am neunten Spieltag gar auf einen Abstiegsplatz abgerutscht ist?
Christian Breunig: Wir haben in der Vorrunde ein bisschen gebraucht, um uns an die Liga zu gewöhnen. Wir sind mit der Zeit immer besser reingekommen und haben dann auch Punkte eingesammelt. Das lag meiner Meinung daran, dass wir die ganze Vorbereitung über und in der Hinrunde eine sehr hohe Trainingsbeteiligung hatten. So waren sogar in der schwierigen Phase zwischen November und Dezember bis auf die Verletzten rund 20 Spieler pro Training anwesend. Das war meiner Meinung nach der Grundstein für den Erfolg, der nach der schwierigen Phase, in der wir einige Spiele verloren, einsetzte.

In der Zeit von Mitte September bis Anfang November verlor deine Mannschaft sechs Spiele von sieben. Der WFV befreite sich mit drei aufeinanderfolgenden Siegen. Woran siehst du die Gründe für die Leistungssteigerung?
Christian Breunig: Ich konnte der Mannschaft vermitteln, dass wir ruhig bleiben. Der Verein hat das auch mir vermittelt. Ich persönlich als Trainer bin in den letzten Jahren ja leider Abstiegskampf gewöhnt und konnte da denke ich die nötige Ruhe den Spielern vermitteln. Der Abstiegskampf entscheidet sich erst in der Rückrunde. Wir mussten immer weiter dran glauben, unsere Vorstellungen auch auf den Platz zu bekommen. Das haben wir dann nach kontinuierlicher harter Arbeit geschafft. Ich bin sehr froh, dass sich die Mannschaft für die schwierige Vorrunde dann doch noch am Ende belohnt hat und wichtige Punkte einsammeln konnte.

Der Tabellenletzte SG Nürnberg Fürth 1883 weist 38 Gegentore auf. Beim WFV hat es schon 39 mal geklingelt und erst ein Spiel endete zu Null. Woran hapert es in den Defensivreihen?
Christian Breunig: Klar haben wir viele Gegentore bekommen, das lässt sich nicht bestreiten. Am Anfang kam dann die Diskussion auf, ob wir nicht einfach zu offensiv spielen. Wir haben unsere Tore geschossen, aber hinten auch viele bekommen. Wir haben dann analysiert, dass wirklich äußerst zahlreiche Gegentore nach Standards gefallen sind. Wir sind bis heute immer noch auf der Suche nach der richtigen Lösung. Wir haben uns schon verbessert, und werden in der Wintervorbereitung auch weiter daran feilen. Wenn man die ganzen Standardtore abziehen würde, wären es gar nicht mehr viele Gegentore. Wir hatten in der Hinrunde keine echte Lösung dafür. Das war eigentlich wirklich eine Katastrophe. Das liegt nicht an unseren Defensivspielern, sondern an der ganzen Mannschaft. Bei einer Standardsituation sind alle Spieler im eigenen Sechzehner.

Christian Breunig trainiert die U19-Junioren beim Würzburger FV.
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Vor der Saison wurde die zweite Mannschaft aus Image-Gründen aufgelöst. Die U19 besitzt nun einen noch höheren Stellenwert für den Verein und damit für die erste Mannschaft. Wie läuft der Austausch mit Marc Reitmeier und haben schon Spieler den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft geschafft?
Christian Breunig: Für uns ist es ein großes Ziel, die Spieler an den aktiven Bereich und im optimalen Fall an die Bayernliga heranzuführen. Es trainieren derzeit immer vier Spieler bei der ersten Mannschaft mit. Mit Jannis Thein haben wir ja eh schon einen Spieler, der sowieso dem Bayernligakader angehört und der nur bei uns am Wochenende spielt. Zum Austausch mit Marc Reitmeier kann ich sagen, dass da wirklich alles optimal abläuft und das die Kommunikation super ist. Uns ist es wirklich ein wichtiges Anliegen und auch eines der Schwerpunkte in der Ausbildung, die Spieler auf den aktiven Bereich bestmöglich vorzubereiten und im Idealfall an unsere erste Mannschaft heranzuführen.

Aktuell läuft die Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt. Worauf legen Sie Ihre Schwerpunkte in der Vorbereitung und was ist Ihr persönliches Ziel?
Christian Breunig: Mein Co-Trainer Marco Bausewein und ich haben uns für die Vorbereitung klar Schwerpunkte gesetzt. Seit Januar befinden sich die Jungs im Lauftraining, und sind eigentlich schon in diesem Bereich recht gut dabei. Neben den Standards, die wir verbessern müssen, möchten wir das Umschaltspiel weiter optimieren. Dies sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive. Auf der taktischen Seite wollen wir das Doppeln verbessern. Wie wir es machen, wann, wo und mit welchem Timing. Ansonsten ist ganz klar, dass wir unser Problem bei den Standards in den Griff bekommen müssen. Dies wird auch ein wichtiger Baustein sein. Wir können nach derzeitigem Stand in der Rückrunde aus den Vollen hinsichtlich des Kaders schöpfen und möchten natürlich weiter punkten und die Klasse halten.

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Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
11
45:17
25
4
12
41:19
24
5
12
19:31
19
6
13
30:33
15
7
13
26:39
15
9
12
20:22
13
10
12
20:23
13
11
12
17:32
10
12
10
3:38
0
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit, Tore werden bei direktem Vergleich nicht berücksichtigt (wenn punktgleich: Entscheidungsspiel).

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