Artikel veröffentlicht am 13.09.2011 um 12:00 Uhr
Hofer Urgestein gestorben: Trauer um "Siggi" Stark
Einer der erfolgreichsten Fußballer unserer Breitengrade wurde am 31. August 2011 im Alter von 71 Jahren tot in seiner Wohnung aufgefunden. Der gebürtige Marktgraitzer Siegfried "Siggi" Stark, der einen kometartigen Aufstieg erfahren durfte, spielte sich schnell bis in die Bundesliga vor.
Von Sebastian Ritzel
Siegfried Stark
* 17.02.1940 in Marktgraitz
† 31.08.2011 in Hof
anpfiff.info
Junge Jahre

Siegfried Stark wurde am 17.02 1940 in Marktgraitz bei Lichtenfels geboren. Er war verheiratet, hatte drei Kinder und wohnte in Hof. Beruflich war er als Angestellter bei der AOK tätig.
Schon als Schüler spielte er Fußball, das war noch in seinem Heimatverein Marktgraitz. Nachdem er sein fußballerisches Können in der Jugendmannschaft verbessern konnte, wurde er schon als 18jähriger in der 1. Mannschaft eingesetzt. Durch konstant gute Leistungen wurde der FC Lichtenfels auf den jungen Mann aufmerksam. Nach einem Jahr tauchte der Name Stark bereits in der Mannschaftsaufstellung des FC Lichtenfels auf. Zu jeder Zeit gab es in der Korbmacher-Stadt ausgezeichnete Fußballer, einer von ihnen war Zeilko Cajkovski, Trainer und Spieler in einer Person. Von ihm konnte Stark sehr viel lernen und Siggi war intelligent genug, Augen und Ohren offen zu halten und eifrig an sich zu arbeiten. Wie wir alle wissen, nicht umsonst, bereits ein Jahr später hatte er soviel angenommen, um die nächste Sprosse seiner Erfolgsleiter zu besteigen - er wechselte zum FC Bayern Hof. 

Bereit für die Bundesliga?

Schon im Jahre 1962, er spielte erst ein Jahr in den gelb-schwarzen Farben des FC Bayern Hof, wurde er in die Süddeutsche Vertragsspielerauswahl berufen. Ein erstaunlicher Aufstieg dieses Sportlers. Doch Siggi Stark war dies noch lange nicht genug. Er trachtete nach Höherem. Dieses 'Höhere' stecke noch in den Kinderschuhen, es hieß Bundesliga und war das Ziel eines jeden ehrgeizigen Fußballers. Was für viele nur ein Traum blieb, für Siggi Stark wurde es schon nach einem Jahr Wirklichkeit: 1964 unterschrieb er einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Karlsruher Sportclub. Die höchste Sprosse war erklommen. Wen wundert es da noch, wenn dieser Sportler mit dem festen Willen sofort in der ersten Mannschaft Fuß fasste? 22 Spiele absolvierte er im ersten Jahr beim KSC in der ersten Mannschaft.

Verletzungspech

War ihm das Glück bisher im reichen Maße zuteil geworden, im zweiten Jahr in Karlsruhe verließ es ihn völlig. Nach einer Sportverletzung zog er sich eine Lungenembolie und eine Rippenfellentzündung zu. Für viele seiner Bekannten und Freunde war er nicht nur sportlich bereits ein toter Mann. Mehrere Monate lag er im Krankenhaus, sein Verein kümmerte sich kaum um ihn. Zu seinem Glück wurde er wieder gesund. Allerdings war sein Bedarf am KSC gedeckt und es zog ihn zurück nach Hof. Hier wusste man noch genau, was man am Spieler Stark einmal hatte und was man mit seinem Abgang verlor. Der Mensch Stark war inzwischen geheilt, ob es den Fußballer Stark noch einmal geben würde, wusste niemand. Doch die Verantwortlichen vertrauten ihm, da man seinen Ehrgeiz kannte.

Neuer Anlauf in Hof

Ab 1965 spielte Siggi Stark zum Schrecken aller Torhüter der Regionalliga Süd wieder beim FC Bayern Hof. Er hatte so ziemlich alle Höhen und Tiefen des Fußballsports durchlaufen. Er machte die besten Spiele, entschied sie manchmal ganz alleine, doch konnte er manchmal diese Form nicht bis zum nächsten Spiel konservieren. Trotz allem, zu keiner Zeit musste der FC Bayern Hof seine Rückkehr bereuen! Zur damaligen Zeit war er ein ausgesprochen guter Techniker, dessen Können nicht viele Spieler in der Regionalliga hatten. Als Außenstürmer war er stets torgefährlich und wusste, wie er die gegnerischen Abwehrreihen zum Verzweifeln bringt.
Bis 1976 spielte er aktiv in der ersten Mannschaft mit und nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn fungierte er als Trainer der Hofer Bayern in der Bayernliga. Danach zog er sich allerdings komplett aus dem Fußballgeschehen zurück.

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