BFV-Kreistag in Sonnefeld: Ulrich Pochmann bleibt Vorsitzender - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 02.02.2026 um 12:00 Uhr
BFV-Kreistag in Sonnefeld: Ulrich Pochmann bleibt Vorsitzender
Ulrich Pochmann bleibt Vorsitzender im Spielkreis Coburg-Kronach-Lichtenfels. Beim Kreistag am Samstag in Sonnefeld wurde er im Amt bestätigt. Neue Kreisjuniorenleiterin ist Anita Petermann. Zudem gab es erste Einblicke in die geplante Kreisreform in Oberfranken.
Von Marco Heumann und Fabian Frühwirth/BFV
Ulrich Pochmann (Mitte) wurde als Kreisvorsitzender wiedergewählt. Das freut auch den Bezirksvorsitzenden Thomas Unger (li.) und BFV-Chef Christoph Kern.
Fabian Frühwirth /BFV
Am Samstag haben 152 Delegierte jetzt in der „Domäne Sonnefeld“ auch die Weichen für die Zukunft im Fußball-Kreis Coburg/Kronach/Lichtenfels gestellt: Dabei ist Ulrich Pochmann als Vorsitzender im Amt bestätigt worden.

Insgesamt stehen im Wahljahr des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) 22 Kreistage, sieben Bezirkstage und der 27. Ordentliche Verbandstag Anfang Mai 2026 auf dem Programm. Der Kreistag in Sonnefeld war der zweite von drei oberfränkischen Kreistagen. 


Der in Sonnefeld neu gewählte Kreis-Ausschuss Coburg/Kronach/Lichtenfels: (von links) Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger, Siegfried Baier (Kreis-Sportgerichtsvorsitzender), Anita
Petermann (Kreis-Jugendleiterin), Ulrich Pochmann (Kreis-Vorsitzender), Egon Grünbeck (Kreis-Spielleiter), Markus Kleuderlein (Kreis-Schiedsrichterobmann), Michael Deuerling (Kreis-Ehrenamtsbeauftragter) und BFV-Präsident Christoph Kern.
Fabian Frühwirth / BFV

Egon Grünbeck bleibt Kreisspielleiter

Im Fokus des Kreistags stand vor allem die Wahl der Führungsmannschaft auf Kreisebene. In Sonnefeld ist Ulrich Pochmann erneut zum BFV-Kreis-Vorsitzenden gewählt worden. Für den 56-Jährigen aus Marktgraitz war es nach 2022 bereits die zweite Wiederwahl. Egon Grünbeck bleibt Kreisspielleiter. Anita Petermann ist neue Kreis-Jugendleiterin – sie tritt die Nachfolge von Friedrich Amschler an, der auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet hatte. Petermann war bis zum Kreistag Beauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball, die Position bleibt zunächst vakant und wird im Nachgang durch Präsidiums-Berufung besetzt.

Markus Kleuderlein wurde bereits von den Schiedsrichtergruppen als Kreis-Schiedsrichterobmann wiedergewählt und ist nun vom Kreistag bestätigt worden. Als alter und neuer Kreis-Sportgerichtsvorsitzender soll Siegfried Baier zusammen mit Michael Deuerling als alter und neuer Kreis-Ehrenamtsbeauftragter im Nachgang des Kreistags dem BFV-Präsidium zur Berufung vorgeschlagen werden und den Kreisausschuss erneut komplettieren.


BFV-Präsident Christoph Kern bei seiner Rede auf dem Kreistag Coburg/Kronach/Lichtenfels in der Domäne Sonnefeld.
Fabian Frühwirth / BFV

BFV-Präsident unterstreicht Miteinander

Beim Kreistag in der östlichsten Gemeinde des Landkreises Coburg war – wie am Vorabend im Selber Rosenthal-Theater beim Kreistag Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel – auch BFV-Präsident Christoph Kern vor Ort, der in seiner Rede unter anderem auf Herausforderungen wie den ab dem Schuljahr 2026/2027 in Deutschland geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder einging, den historischen Schulterschluss mit den bayerischen Profiklubs und die daraus resultierende Kinderfußball-Allianz thematisierte und besonders den Stellenwert des Ehrenamts sowie das gesellschaftliche Engagement des Amateurfußballs unterstrich.

„Wir haben vor rund drei Jahren ein Leitbild erarbeitet und es mit dem Motto ‚Wir sind der Fußball in Bayern‘ überschrieben – und dieses Wir sind explizit Wir alle: Vereine, Verband, Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Profis und Amateure. Das möchte ich hier klar herausstellen – und wir leben dieses Wir tatsächlich, wenn man sieht, was in ganz Bayern in den Vereinen ehrenamtlich geleistet wird. Viele engagieren sich seit Jahren anerkennenswert und tragen so zu einem großen und stabilen Miteinander in ihren Vereinen und im bayerischen Amateurfußball bei“, erklärte der BFV-Präsident.


Die Domäne Sonnefeld war Schauplatz des Kreistages Coburg/Kronach/Lichtenfels.
Fabian Frühwirth / BFV

Erste Informationen zur anstehenden Kreis-Reform

Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger kündigte jetzt auch in Sonnefeld für die kommenden vier Jahre einen zwangsweisen neuen Zuschnitt der aktuell drei oberfränkischen Fußball-Kreise an. „Kriterium ist die Zahl der Vereine mit Herren-Mannschaften, die am aufstiegsberechtigten Spielbetrieb teilnehmen“, sagte Unger. Mindestens 100 Klubs sieht die BFV-Satzung vor, um einen eigeständigen Kreis bilden zu können. Aktuell liegen die Kreise Bamberg/Bayreuth/Kulmbach (164) sowie Coburg/Kronach/Lichtenfels (120) über der Sollzahl, während im Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel zuletzt 85 Vereine gezählt worden sind, die für das Kriterium in Betracht zu ziehen sind.

„Klar ist, dass wir eine zukunftsfähige Lösung brauchen. Das wollen wir in den nächsten Monaten angehen. Wir werden das nicht allein machen, sondern gemeinsam mit euch. In einer AG werden wir Modelle erörtern. Deshalb heute die erste Information, die ihr mitnehmen und in euren Vereinen diskutieren sollt“, sagte Unger, der den Zeitplan für das weitere Vorgehen vorstellte: So ist für das Jahr 2028 ein außerordentlicher Bezirkstag geplant, der die bis dahin gemeinsam erarbeitete Neuaufteilung verabschieden soll.


2000 Euro von der BFV-Sozialstiftung für „Heiners Traumelf“: (von links) BFV-Vizepräsident Reinhold Baier, Jessica Freitag, Reinhard Tropschug (1. FC Baiersdorf) und der Kreis-Vorsitzende Ulrich Pochmann.
Fabian Frühwirth / BFV

BFV-Sozialstiftung unterstützt „Heiners Traumelf“ mit 2000 Euro

Ein besonderes Highlight des Kreistags war die Spendenscheck-Übergabe der BFV-Sozialstiftung an die Inklusionsmannschaft „Heiners Traumelf“, die vom 1. FC Baiersdorf gemeinsam mit den Offenen Hilfen Regens Wagner Burgkunstadt betreut und angeboten wird. Die Mannschaft richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Beeinträchtigung und verfolgt das Ziel, sportliche Teilhabe, soziale Integration und ein stabiles Teamgefüge zu fördern.

Von der BFV-Sozialstiftung gibt es jetzt eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2000 Euro für das Inklusionsprojekt, die die Spielerin Jessica Freitag, die 2024 bei der bundesweiten Wahl zur Amateurin des Jahres gekürt wurde, stellvertretend für ihr Team aus den Händen von BFV-Präsident Christoph Kern, BFV-Vizepräsident Reinhold Baier (stv. Vorsitzender des Stiftungsvorstands) sowie dem Bezirks-Vorsitzenden Thomas Unger in Empfang nahm.

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Meinungsbilder zu Reformen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kreistags waren wie auch schon in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 dazu aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. In diesem Wahljahr geht es um drei Themenkomplexe:
 
So konnten die Vereine darüber abstimmen, ob die Verlängerung bei Entscheidungs- oder Relegationsspielen beibehalten werden soll oder aber analog zu den Toto-Pokal-Partien (bei Unentschieden nach 90 Minuten entscheidet sofort das Elfmeterschießen) vorgegangen werden soll. Ergebnis: 90,3 Prozent stimmten für die Beibehaltung der Verlängerung. 9,7 Prozent waren für eine Abschaffung.

Zudem ist abgefragt worden, inwieweit eine Gelb-Rote Karte im Erwachsenenbereich automatisch eine Sperre von einem Spiel für den betroffenen Spieler oder die betroffene Spielerin nach sich ziehen soll. Aktuell hat eine Gelb-Rote Karte keine Folge für das darauffolgende Spiel. 87,1 Prozent stimmten gegen die Einführung einer automatischen Spielersperre nach einer Gelb-Roten Karte. 12,9 Prozent waren für die Einführung.

Schließlich ist ein Stimmungsbild zum weiteren Vorgehen bei Zeitstrafen eingeholt worden – die Kriterien für das Verhängen von Zeitstrafen hatte der DFB modifiziert. Diese dürfen fortan nur bei bestimmten Vergehen (Simulieren, absichtliches Verzögern, Protestieren, Verhindern eines aussichtsreichen Angriffs durch Halten, Ziehen, absichtliches Handspiel oder unzulässiges Antäuschen bei der Strafstoßausführung) verhängt werden. Demnach lautet die Frage: „Soll der BFV die Zeitstrafe im Erwachsenen- und Jugendbereich trotz der Änderungen und der erklärungsbedürftigen Handhabung beibehalten?“ Hier sprachen sich 66,5 Prozent dafür aus, 33,5 Prozent dagegen.

Die Meinungsbilder sind ausdrücklich keine bindenden Beschlüsse, können aber über die Bezirkstage zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.


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