Kreistag Würzburg: Marco Göbet einstimmig wiedergewählt - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 16.01.2026 um 13:27 Uhr
Kreistag Würzburg: Marco Göbet einstimmig wiedergewählt
Die Vertreter des Spielkreises Würzburg setzen auf Kontinuität. Auf dem Kreistag wählten sie den bisherigen Kreis-Vorstand mit Marco Göbet an der Spitze erneut. Einzig Gerd Dluczek ersetzt den scheidenden Marcel Scherer. Zudem schwor BFV-Präsident Christoph Kern die Anwesenden auf die Zukunft ein, sein Vize Jürgen Pfau fragte Meinungen ab und ging auf die bevorstehende Kreisreform in Unterfranken ein.
Von Alexander Rausch

179 Delegierte fanden sich am Donnerstag in der Mainlandhalle zum turnusmäßigen Kreistag im Spielkreis Würzburg ein und verliehen diesem damit einen würdigen Rahmen. Rund zweieinhalb Stunden dauerte die kurzweilige und sehr harmonische Veranstaltung, die Marco Göbet erneut als Kreis-Vorsitzender und Kreisspielleiter beendete. Einstimmig ohne Enthaltung und Gegenstimme war der Amtsinhaber in Doppelfunktion wieder gewählt worden. Die Freude über die überwältigende Rückendeckung aus dem Plenum war dem Rimparer anzusehen. Gleichzeitig war sie Ausdruck der Wertschätzung der Vereine. Dementsprechend fielen dann auch seine Dankesworte aus.


Voll war die Mainlandhalle in Höchberg am Donnerstagabend.
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Marco Göbet geht mit bewährtem Team in die nächste Amtszeit

Auch seine Mitstreiter im Kreisvorstand bleiben in den kommenden vier Jahren die gleichen. Claus Höpfner fungiert weiter als Kreisjugendleiter, Angelina Göbel als Frauen- und Mädchenbeauftragte. Beide wurden ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Hinzukommen der Vorsitzende des Sportgerichts, Werner Pfeifer, und der Kreisehrenamtsbeauftragte, Helmut Wittiger, die allerdings nicht gewählt wurden. Einzig die Position des Kreis-Schiedsrichterobmanns musste neu besetzt werden, nachdem Marcel Scherer nach einer Amtszeit nicht mehr kandidierte. Der gebürtige Unteraltertheimer wohnt mittlerweile in Bamberg und baut dort gerade. Daher überreichte ihm Marco Göbet als Dank für seine geleistete Arbeit auch einen Hammer samt einem Baumarkt-Gutschein. Seinen Platz übernimmt nun Gerd Dluczek, der seit 2021 die Schiedsrichtergruppe Kitzingen/Ochsenfurt führt.


Marco Göbet bedankte sich bei Marcel Scherer für seine geleistete Arbeit.
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Positiver Rückblick


Die Wahl des Kreisvorstands war allerdings einer der letzten Tagesordnungspunkte in der Höchberger Mainlandhalle. Eröffnet hatte den Abend Marco Göbet mit einem Filmbeitrag über die vergangenen vier Jahre, die aus seiner Sicht sehr gut verlaufen seien, wenn gleich die Meldezahlen in den höheren Jugend-Altersklassen und im Herrenbereich weiter rückläufig sind. Bei den jüngeren hingegen steigt die Anzahl an Nachwuchskickern. Punkte, auf deren Konsequenz im Nachgang auch BFV-Vize-Präsident und Bezirksvorsitzender Jürgen Pfau und BFV-Präsident Christoph Kern eingingen.

Jürgen Pfau informiert über anstehende Kreisreform

Jürgen Pfau stellte in seiner Rede nochmals deutlich heraus, dass die Verantwortlichen um Marco Göbet den Kreis in der jüngsten Wahlperiode nachhaltig vorangebracht hätten, Veränderungen allerdings unumgänglich seien. Denn der demografische Wandel sorge dafür, dass die Meldezahlen zurückgingen. Und dieser Rückgang mache nun eine Kreisreform nötig. Denn die Sollstärke von 100 Teams im Herrenbereich ist im Spielkreis Rhön bereits unterschritten, der Spielkreis Aschaffenburg steht kurz davor. In den Kreisen Würzburg (132) und Schweinfurt (124) ist sie nicht in Gefahr.

„Wir müssen die Kreise anpassen und brauchen eine zukunftsfähige Lösung. Für die Umstrukturierung haben wir keinen Druck, benötigen aber den Arbeitsauftrag vom Bezirkstag, um sie in dieser Periode in Angriff zu nehmen. Wir wollen das gemeinsam mit euch machen“
, formulierte der Frankenwinheimer klar. Spätestens auf einem außerordentlichen Bezirkstag soll die Kreisreform beschlossen werden. Zwei Vorschläge habe eine interne Arbeitsgruppe bereits erarbeitet. Der eine teilt Unterfranken in drei Kreise, der andere in zwei. Diese sollen nun als Diskussionsgrundlage dienen.


Jürgen Pfau präsentierte Vorschläge zur neuen Aufteilung des Bezirks Unterfranken.
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Christoph Kern nimmt den Verband in die Pflicht

Christoph Kern nahm die gesteigerte Anzahl an Passanträge, die höchsten seit langer Zeit, zum Anlass und stellte neue Initiativen des Verbandes vor. „Wir sind der Fußball in Bayern. Ohne euch rollt kein Ball. Die Musik spielt in den Kreisen und Bezirken. Natürlich hat die Zukunft Herausforderungen. Aber wird nicht Angst und Bange“, rief er den Anwesenden entgegen. Dennoch habe sich die Fußballkultur verändert. Heute benötige es mehr Spieler für ein Team als früher, weil sich der Fokus verändert habe. Daher steigen auch die Spielgemeinschaft bedenklich an.

Deshalb habe er mit den bayerischen Bundesligisten eine Kooperation auf den Weg gebracht, mit der jeder Verein Trainer kostenlos zu Kindertrainer-Schulungen schicken könne. „Nehmt diese Angebote an! Wir wollen die Jugend entwickeln und ihnen gute Konditionen bieten“, so der 42-Jährige. Zudem hat er sich auf die Fahne geschrieben, zukünftig besser zu kommunizieren: „Da geht viel zu viel verloren. Ich will alle erreichen, egal welchen Alters und über welches Medium.“ Daher muss der Verband moderner werden und wird noch mehr in Digitalisierung investieren. Deutlich wurde, dass Christoph Kern dabei besonders auf Kampagnen („Kampagnen können wir“) und Projekte setzt.


Christoph Kern möchte den Verband modernisieren und die Kommunikation verbessern.
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Der SV Birkenfeld wird ausgezeichnet


Eines dieser Projekte ist das DFB-Punktespiel, bei dem der SV Birkenfeld den 'Platin-Status‘ erreichte und dafür auf dem Kreistag für sein bemerkenswertes Engagement ausgezeichnet wurde. Helmut Neder (Ehrenamtsbeauftragter), Philipp Schebler (Vorstand) und Peter Schebler (Vorstandsmitglied) nahmen die hochwertigen Preise, überreicht von Christoph Kern, freudig entgegen. Das „Platin-Technikpaket“ enthielt einen Großbildschirm, Beamer und separaten Lautsprecher.  


Die Birkenfelder freuen sich über Prämien aus dem DFB-Punktespiel.
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Abfrage mehrerer Meinungsbilder


Zudem fragte Jürgen Pfau ein Meinungsbild der Anwesenden zu drei Themenkomplexe ab:
- Beibehaltung der Verlängerung bei Entscheidungs- und Relegationsspielen
- Ein Spiel Sperre nach Gelb-Roter Karte im Erwachsenenbereich
- Beibehaltung der Zeitstrafe trotz DFB-/IFAB-Änderungen/Einschränkungen

Und die Ergebnisse waren eindeutig. Das Plenum stimmte mit 92,7 Prozent für die Beibehaltung der Verlängerung bei Entscheidungs- und Relegationsspielen. 81,6 Prozent möchten zudem keine automatische Sperre nach einer Gelb-Roten Karte. An der Zeitstrafe festhalten, nachdem der DFB und die IFAB Änderungen und Einschränkungen vorgenommen haben, wollen hingegen nur 35 Prozent.  

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