179 Delegierte fanden sich am
Donnerstag in der Mainlandhalle zum turnusmäßigen Kreistag im Spielkreis
Würzburg ein und verliehen diesem damit einen würdigen Rahmen. Rund zweieinhalb
Stunden dauerte die kurzweilige und sehr harmonische Veranstaltung, die Marco
Göbet erneut als Kreis-Vorsitzender und Kreisspielleiter beendete. Einstimmig ohne
Enthaltung und Gegenstimme war der Amtsinhaber in Doppelfunktion wieder gewählt
worden. Die Freude über die überwältigende Rückendeckung aus dem Plenum war dem
Rimparer anzusehen. Gleichzeitig war sie Ausdruck der Wertschätzung der
Vereine. Dementsprechend fielen dann auch seine Dankesworte aus.
Voll war die Mainlandhalle in Höchberg am Donnerstagabend.
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Marco Göbet geht mit bewährtem Team in die nächste Amtszeit
Auch seine Mitstreiter im Kreisvorstand
bleiben in den kommenden vier Jahren die gleichen. Claus Höpfner fungiert
weiter als Kreisjugendleiter, Angelina Göbel als Frauen- und Mädchenbeauftragte.
Beide wurden ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Hinzukommen der
Vorsitzende des Sportgerichts, Werner Pfeifer, und der Kreisehrenamtsbeauftragte,
Helmut Wittiger, die allerdings nicht gewählt wurden. Einzig die Position des
Kreis-Schiedsrichterobmanns musste neu besetzt werden, nachdem Marcel Scherer
nach einer Amtszeit nicht mehr kandidierte. Der gebürtige Unteraltertheimer wohnt
mittlerweile in Bamberg und baut dort gerade. Daher überreichte ihm Marco Göbet
als Dank für seine geleistete Arbeit auch einen Hammer samt einem
Baumarkt-Gutschein. Seinen Platz übernimmt nun Gerd Dluczek, der seit 2021 die
Schiedsrichtergruppe Kitzingen/Ochsenfurt führt.
Marco Göbet bedankte sich bei Marcel Scherer für seine geleistete Arbeit.
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Positiver Rückblick
Die Wahl des Kreisvorstands war allerdings
einer der letzten Tagesordnungspunkte in der Höchberger Mainlandhalle. Eröffnet
hatte den Abend Marco Göbet mit einem Filmbeitrag über die vergangenen vier
Jahre, die aus seiner Sicht sehr gut verlaufen seien, wenn gleich die
Meldezahlen in den höheren Jugend-Altersklassen und im Herrenbereich weiter
rückläufig sind. Bei den jüngeren hingegen steigt die Anzahl an Nachwuchskickern.
Punkte, auf deren Konsequenz im Nachgang auch BFV-Vize-Präsident und Bezirksvorsitzender
Jürgen Pfau und BFV-Präsident Christoph Kern eingingen.
Jürgen Pfau informiert über anstehende Kreisreform
Jürgen Pfau stellte in seiner Rede nochmals
deutlich heraus, dass die Verantwortlichen um Marco Göbet den Kreis in der
jüngsten Wahlperiode nachhaltig vorangebracht hätten, Veränderungen allerdings
unumgänglich seien. Denn der demografische Wandel sorge dafür, dass die Meldezahlen
zurückgingen. Und dieser Rückgang mache nun eine Kreisreform nötig. Denn die
Sollstärke von 100 Teams im Herrenbereich ist im Spielkreis Rhön bereits
unterschritten, der Spielkreis Aschaffenburg steht kurz davor. In den Kreisen
Würzburg (132) und Schweinfurt (124) ist sie nicht in Gefahr.
„Wir müssen die Kreise anpassen und brauchen
eine zukunftsfähige Lösung. Für die Umstrukturierung haben wir keinen Druck,
benötigen aber den Arbeitsauftrag vom Bezirkstag, um sie in dieser Periode in Angriff
zu nehmen. Wir wollen das gemeinsam mit euch machen“, formulierte der Frankenwinheimer
klar. Spätestens auf einem außerordentlichen Bezirkstag soll die Kreisreform beschlossen
werden. Zwei Vorschläge habe eine interne Arbeitsgruppe bereits erarbeitet. Der
eine teilt Unterfranken in drei Kreise, der andere in zwei. Diese sollen nun
als Diskussionsgrundlage dienen.
Jürgen Pfau präsentierte Vorschläge zur neuen Aufteilung des Bezirks Unterfranken.
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Christoph Kern nimmt den Verband in die Pflicht
Christoph Kern nahm die gesteigerte Anzahl an
Passanträge, die höchsten seit langer Zeit, zum Anlass und stellte neue
Initiativen des Verbandes vor. „Wir sind der Fußball in Bayern. Ohne euch rollt
kein Ball. Die Musik spielt in den Kreisen und Bezirken. Natürlich hat die
Zukunft Herausforderungen. Aber wird nicht Angst und Bange“, rief er den
Anwesenden entgegen. Dennoch habe sich die Fußballkultur verändert. Heute
benötige es mehr Spieler für ein Team als früher, weil sich der Fokus verändert
habe. Daher steigen auch die Spielgemeinschaft bedenklich an.
Deshalb habe er mit den bayerischen
Bundesligisten eine Kooperation auf den Weg gebracht, mit der jeder Verein
Trainer kostenlos zu Kindertrainer-Schulungen schicken könne. „Nehmt diese Angebote
an! Wir wollen die Jugend entwickeln und ihnen gute Konditionen bieten“, so der
42-Jährige. Zudem hat er sich auf die Fahne geschrieben, zukünftig besser zu
kommunizieren: „Da geht viel zu viel verloren. Ich will alle erreichen, egal welchen
Alters und über welches Medium.“ Daher muss der Verband moderner werden und wird
noch mehr in Digitalisierung investieren. Deutlich wurde, dass Christoph Kern
dabei besonders auf Kampagnen („Kampagnen können wir“) und Projekte setzt.
Christoph Kern möchte den Verband modernisieren und die Kommunikation verbessern.
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Der SV Birkenfeld wird ausgezeichnet
Eines dieser Projekte ist das DFB-Punktespiel,
bei dem der SV Birkenfeld den 'Platin-Status‘ erreichte und dafür auf dem
Kreistag für sein bemerkenswertes Engagement ausgezeichnet wurde. Helmut Neder
(Ehrenamtsbeauftragter), Philipp Schebler (Vorstand) und Peter Schebler
(Vorstandsmitglied) nahmen die hochwertigen Preise, überreicht von Christoph
Kern, freudig entgegen. Das „Platin-Technikpaket“ enthielt einen Großbildschirm,
Beamer und separaten Lautsprecher.
Die Birkenfelder freuen sich über Prämien aus dem DFB-Punktespiel.
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Abfrage mehrerer Meinungsbilder
Zudem fragte Jürgen Pfau ein Meinungsbild der
Anwesenden zu drei Themenkomplexe ab:
- Beibehaltung der Verlängerung bei Entscheidungs- und Relegationsspielen
- Ein Spiel Sperre nach Gelb-Roter Karte im Erwachsenenbereich
- Beibehaltung der Zeitstrafe trotz DFB-/IFAB-Änderungen/Einschränkungen
Und die Ergebnisse waren eindeutig. Das Plenum
stimmte mit 92,7 Prozent für die Beibehaltung der Verlängerung bei
Entscheidungs- und Relegationsspielen. 81,6 Prozent möchten zudem keine automatische
Sperre nach einer Gelb-Roten Karte. An der Zeitstrafe festhalten, nachdem der
DFB und die IFAB Änderungen und Einschränkungen vorgenommen haben, wollen
hingegen nur 35 Prozent.