Christian Schneidereit im Gespräch: „Es gibt kein Zurück“ - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 12.05.2007 um 12:00 Uhr
Christian Schneidereit im Gespräch: „Es gibt kein Zurück“
Drei Spieltage sind es noch bis zum Ende der Saison 2006/2007, und noch immer stehen der ASV Stübig und die DJK Tütschengereuth fast gleichauf an der Tabellenspitze der Kreisliga. Im Gespräch mit dem anpfiff strahlte Stübigs Trainer Christian Schneidereit trotz der offenen Meisterfrage Zuversicht aus und zeigte sich überzeugt vom Aufstieg seiner Mannschaft.
Von Robert Schäfer
Christian Schneidereit ist sich sicher: "Es gibt kein Zurück, wir steigen auf".
anpfiff
Herr Schneidereit, drei Spieltage vor Saisonende führt Ihre Mannschaft mit drei Punkten Vorsprung vor Verfolger Tütschengereuth die Tabelle der Kreisliga Bamberg an. Wie ist die Stimmung im Team vor dem am Sonntag anstehenden Spiel gegen den TSV Aschbach?

Christian Schneidereit: Wie man am letzten Wochenende gegen den SV Hallstadt und auch schon in den drei Spielen davor sehen konnte, hat die Mannschaft einen unbändigen Willen aufzusteigen. Ich habe nach der letzten Niederlage in Reundorf zur Mannschaft gesagt: „Zeigt mir, dass Ihr aufsteigen wollt“, und in den folgenden Spielen hat man dann auch klar gesehen, dass sie den Erfolg tatsächlich will. Vom Gefühl her habe ich demnach keinerlei Bedenken, dass wir unser Ziel erreichen. Wir haben uns in den letzten Wochen nochmals stabilisiert, es gibt daher, denke ich, kein Zurück mehr – ganz egal, ob wir den Aufstieg nun auf direktem Weg oder über die Relegation schaffen.  

Sie sprachen es eben bereits an: Am Ostermontag verlor Stübig in Reundorf mit 2:0, die folgenden vier Spiele gewann der ASV jedoch ausnahmslos. Fast hat es den Anschein, dass diese Niederlage, die dritte erst in dieser Saison, die Mannschaft in ihrem Willen aufzusteigen nochmals bestärkt hat. Täuscht dieser Eindruck?
Christian Schneidereit: In der Tat war mir die Niederlage in Reundorf gar nicht einmal unrecht. Das Reundorf-Spiel war ein ganz entscheidender Knackpunkt, die Niederlage kam genau zur richtigen Zeit. Danach habe ich die Mannschaft ins Gebet genommen und sie klipp und klar gefragt, ob sie nun aufsteigen will oder nicht. Wenn man an der Tabellenspitze steht und lange nicht verloren hat, stellt sich eben leicht einmal ein Schlendrian ein. Doch die Mannschaft hat nach dem Spiel in Reundorf dagegengehalten und gezeigt, dass sie den Aufstieg wirklich will.  

Welches der beiden Spitzeteams sehen Sie, wenn Sie sich das jeweilige Restprogramm anschauen, im Vorteil – Stübig oder Tütschengereuth?
Christian Schneidereit: Ich denke, am kommenden Wochenende wird sich vieles entscheiden. Tütschengereuth hat ein Schlüsselspiel gegen den ASV Reckendorf. Für den geht es bekanntlich um alles oder nichts, es wird also sicher für die DJK nicht leichter werden als für uns, eher schwerer. Dennoch glaube ich, dass auch Tütschengereuth den Aufstieg schaffen wird, im Zweifelsfall eben über die Relegation – was uns nebenbei dann auch noch ein zusätzliches Derby in der Bezirksliga bescheren würde, neben den ohnehin schon zahlreichen Nachbarschaftsduellen etwa gegen Kemmern, Ebing, Unterleiterbach oder Don Bosco Bamberg.  

Sie geben selbst das Stichwort: Bezirksliga. Was erhoffen und erwarten Sie sich von einem Aufstieg konkret? Was wären Ihre Ziele?
Christian Schneidereit: Wir haben ja bereits in der Vorbereitung ein wenig Bezirksligaluft geschnuppert und mit Siegen gegen Würgau und die Zweite Mannschaft von Eintracht Bamberg gezeigt, dass wir auch dort sicher mithalten können. Ich glaube sogar, wir würden uns in der Bezirksliga etwas leichter tun, da wir bekanntlich eine recht spielstarke Mannschaft haben. In jedem Fall will ich im nächsten Jahr mit Viererkette spielen, wie wir das ja bereits zu Beginn dieser Saison einmal versucht haben. Dazu müssten wir aber noch ein, zwei Leute dazuholen, die dieses System beherrschen. Des weiteren meine ich, dass man immer Ziele vor Augen haben muss – da bin ich in der Tat bisweilen fast schon brutal. Ich möchte daher auf längere Sicht gesehen den Verein in der Bezirksliga etablieren und durchaus auch schon mal oben mitspielen. Wichtig ist dabei jedoch, niemals arrogant zu werden, man muss immer Achtung vor dem jeweiligen Gegner haben, das ist die Basis für jeden Erfolg.  

Herr Schneidereit, wir danken Ihnen für das Gespräch.  

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