Benefiz-Spiel: Große Stars zeigen noch größeres Herz - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 25.06.2023 um 08:00 Uhr
Benefiz-Spiel: Große Stars zeigen noch größeres Herz
Viele bekannte Namen kommen am 1. Juli nach Weißenstadt, um für den guten Zweck zu kicken. Die Organisatoren erzählen, wie viel die Aktion auch den Promis bedeutet.
Von Frankenpost/HJW
Es sind nur noch wenige Tage bis auf dem Weißenstädter Fußballplatz das Event des Jahres stattfindet. Wolfgang Heß und Florian Mäder, die jenes Event zusammen mit Jörg Dittwar auf die Beine stellen, steht die Vorfreude schon ins Gesicht geschrieben: Am 1. Juli steigt wieder die Benefiz-Fußballaktion „Kicken um zu helfen“ und die Organisatoren erwarten ein proppevolles Gelände. Zu Recht, denn sie haben es geschafft, eine ganze Reihe an Stars aufzutreiben, die an diesem Tag für den guten Zweck die Fußballschuhe schnüren. Ziel des Ganzen: Viele Spenden sammeln, um dem schwerbehinderten Kind Leo und seiner Familie aus Bayreuth unter die Arme zu greifen.

Während der monatelangen Vorbereitung musste das Organisatorenteam auch einige Rückschläge hinnehmen. Die gehören bei der Planung eines solchen Riesenevents wohl oder übel dazu, doch sie trüben die Vorfreude auf „Kicken um zu helfen“ keineswegs. Zu jedem Rückschlag gehört nämlich auch eine herzerwärmende Geschichte und für manche Legenden, die nun nicht nach Weißenstadt kommen können, um für Leo zu kicken, haben Heß, Mäder und Dittwar für mehr als nur Ersatz gesorgt.

Musste leider absagen: Pierre Littbarski
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Littbarski spendiert Trikot

Noch relativ frisch ist zum Beispiel die Absage von Pierre Littbarski, einem der Fußball-Weltmeister aus dem Jahr 1990, der eigentlich auf dem Rasen hätte stehen sollen. „Das war nicht einfach, auch für mich persönlich nicht, Pierre Littbarski ist ein Idol. Leider hat er zu dem Zeitpunkt aber einen sehr wichtigen Termin in Japan, den er unbedingt wahrnehmen muss“, erklärt Wolfgang Heß. Im Austausch mit Littbarski sei aber auch spürbar gewesen, dass es auch dem Weltmeister alles andere als leicht fiel, in Weißenstadt absagen zu müssen. Wie viel ihm sein Kommen bedeutet hätte, zeigt sich an dem Trost, für den Littbarski sorgte: Er spendierte ein signiertes Trikot mit „Leo“-Flock und persönlicher Widmung.

Brandl sorgt höchstpersönlich für Ersatz

Schauspieler Markus Brandl, unter anderem bekannt aus der Fernsehserie „Die Bergretter“, musste ebenfalls absagen, hat jedoch zugesichert, bei der Übergabe der gesammelten Spenden in Weißenstadt dabei zu sein. „Er hat mich angerufen und wir haben lange und ausführlich darüber gesprochen. Ihm tut es sehr leid, dass er am 1. Juli nicht dabei sein kann. Aber er hat sich höchstpersönlich darum gekümmert, dass an seiner Stelle nun sein Schauspielkollege Robert Lohr zu uns kommt. Das zeugt davon, dass ihm unsere Aktion wirklich am Herzen liegt“, sagt Wolfgang Heß. Lohr dürfte den meisten eher als Michi Dörfler, den Heli-Piloten aus „Die Bergretter“, geläufig sein.

Markus Merk pfeift das Legendenspiel

Eine weitere, zunächst sicherlich schlechte Nachricht, war die Absage von Schiedsrichter Deniz Aytekin. „Bei ihm war lange nicht klar, ob er nun kommen kann oder nicht. Wir standen mit ihm im Austausch und auch er wäre liebend gerne nach 2021 wieder dabei gewesen, um das Legendenspiel zu leiten“, betont Heß. Doch terminlich wollte es einfach nicht klappen, also musste auch für ihn ein Ersatz her. Und was für einer: Der dreimalige Weltschiedsrichter des Jahres Markus Merk wird für den kleinen Leo noch einmal die Trillerpfeife in die Hand nehmen. Damit reiht sich das Legendenspiel ein in eine Reihe von Endspielen, bei denen Merk auf dem Platz stand: das Finale der EM 2004 und das Champions League Finale 2003 sind da nur zwei Beispiele.

„Es war eigentlich eine Aneinanderreihung an Zufällen, dass wir zu ihm Kontakt aufbauen konnten. Markus Merk war unsere letzte Hoffnung, hätte er keine Zeit gehabt, hätten wir ein Problem gehabt. Aber er hat keine Sekunde gezögert und uns bestätigt, dass er dabei sein wird“, erinnert sich Wolfgang Heß. „Das ist für uns alles andere als selbstverständlich, doch für ihn ist es eine Herzensangelegenheit.“ Merk habe wohl schon vor dem Kontakt zu Heß von der Aktion gehört: „Es ist schon Wahnsinn, wie sich das mittlerweile herumgesprochen hat.“

Marek Mintal und das Bayreuther Testspiel

Und die herzerwärmenden Geschichten, die Heß erzählen kann, nehmen kaum ein Ende: Vor einigen Monaten verkündete man, dass die Stürmer-Legende des 1. FC Nürnberg, das „Phantom“ Marek Mintal, mit von der Partie sein wird. Zu dem Zeitpunkt war er allerdings noch nicht Trainer der SpVgg Bayreuth. Die Bayreuther hätten am 1. Juli aber beinahe ein Testspiel angesetzt. Wolfgang Heß erinnert sich an Mintals Reaktion: „Als es um diese Festsetzung geht, hat Marek Mintal den Verantwortlichen wohl direkt gesagt, dass dieses Datum absolut nicht funktionieren würde. Schließlich wäre er am 1. Juli bei uns in Weißenstadt.“

Vorfreude und eine Menge Unterstützer

Es ist nicht mehr viel Zeit bis zum 1. Juli. Wer die Kapitänsbinde im Legendenteam übernimmt, ist übrigens mittlerweile auch entschieden: die Skirennfahr-Legende Gerd Schönfelder. Heß und Mäder stecken jedenfalls schon voller Vorfreude auf den großen Tag. Hier und da bessern sie zusammen mit einigen helfenden Händen noch den Fußballplatz aus – mithilfe von spendiertem Rollrasen. „Wir haben so unglaublich viele Unterstützer, die uns entweder auf diese Art und Weise helfen oder eben ein signiertes Trikot oder Ähnliches spendieren“, berichten Heß und Mäder. Im Prinzip muss jetzt nur noch das Wetter am 1. Juli mitspielen zum Fußballspiel des Jahres.


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