Meisterporträt Stettfeld/Steinbach: Eingespielt, torhungrig, meisterlich! - anpfiff.info
(SG) SC Stettfeld 1/Spfrd Steinbach 1 

Artikel veröffentlicht am 15.06.2026 um 06:00 Uhr
Meisterporträt Stettfeld/Steinbach: Eingespielt, torhungrig, meisterlich!
Mit einer beeindruckenden Saison hat sich die SG Stettfeld/Steinbach den Meistertitel in der A-Klasse 4 gesichert und damit den direkten Wiederaufstieg in die Kreisklasse geschafft. 19 Siege aus 24 Spielen sowie überragende 107 erzielte Tore sprechen eine deutliche Sprache. Spielertrainer Lars Tully führte seine Mannschaft dabei nicht nur von außen, sondern auch direkt auf dem Platz an – mit 51 Torbeteiligungen.
Von Sebastian Pflaum
Jubelbilder SG Stettfeld Steinbach

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

„Meisterschaften fühlen sich immer gut an. Die heuer haben wir uns auch verdient“, sagt Spielertrainer Lars Tully rückblickend auf die vergangenen Monate. Tatsächlich lieferte die SG Stettfeld/Steinbach über die gesamte Saison hinweg konstant ab und stellte mit großem Abstand die gefährlichste Offensive der Liga. 107 Tore standen schlussendlich auf dem Konto. Gleichzeitig kassierte man nur 28 Gegentreffer. 19 daraus resultierende Siege aus 24 Spielen sorgten am Ende für den direkten Wiederaufstieg in die Kreisklasse.

Die Entscheidung fiel am vorletzten Spieltag

Dass die SG ganz oben mitspielen würde, kam für Lars Tully dabei keineswegs überraschend. „Vor der Saison war uns schon bewusst, dass wir mit dem Kader oben mitspielen werden“, erklärt er. Dennoch entwickelte sich der Titelkampf mit der SG Lendershausen/Ostheim zu einem echten Kopf-an-Kopf-Rennen, das erst am vorletzten Spieltag entschieden wurde.

Als eine Art Fix- und Wendepunkt sieht Lars Tully vor allem das Rückspiel gegen den FC Nassach. „An diesem Tag haben wir gewonnen und gleichzeitig hat Lendershausen/Ostheim gegen Westheim verloren. Spätestens da war uns klar, dass wir Meister werden können.“ Von diesem Moment an habe die Mannschaft den Glauben an den Titel endgültig verinnerlicht.

Die SG Stettfeld/Steinbach jubelte nach dem Spiel gegen Westheim über die Meisterschaft.
Ralf Naumann

Ein eingespieltes Team


Dass die SG am Ende die Nase vorne hatte, lag, laut Lars Tully, vor allem an der Mischung aus Erfahrung, Zusammenhalt und punktuellen Verstärkungen. Besonders hervorheben wollte der Spielertrainer dabei Torhüter Ben Adamowski. Der Keeper war vor der Saison zur Mannschaft gestoßen, nachdem er zuvor eigentlich bereits mit dem Fußball aufgehört hatte.

„Er wurde gleich im ersten Spiel ins kalte Wasser geworfen und hat dann auch, als unserer anderer Keeper Robert Nagy im Laufe der Hinrunde verletzungsbedingt ausgefallen ist, seine Aufgabe souverän erledigt“, lobt der 31-Jährige. Auch dank des Trainings von Torwarttrainer Richard Seufert habe sich Adamowski „sehr positiv entwickelt“.

Generell profitierte die SG davon, dass der Kern der Mannschaft bereits seit Jahren zusammenspielte. „Am Ende haben sich die Erfahrung und die spielerische Klasse durchgesetzt“, so Lars Tully. Auf dem Platz war das deutlich sichtbar: Stettfeld/Steinabch trat offensiv variabel, spielstark und oftmals dominant auf. Vor allem Spielertrainer Lars Tully selbst ging dabei voran. Mit 31 Toren und 20 Assists war er der herausragende Akteur der Liga und sicherte sich verdient die Torjägerkanone der A-Klasse 4.

Ein Punkt machte letztlich den Unterschied aus.
Marco Heumann / anpfiff.info

Lehrbare Momente und wichtige Erkenntnisse


Trotz der erfolgreichen Saison verlief nicht jedes Spiel reibungslos. Besonders emotional blieben dem Coach vor allem zwei Partien in Erinnerung. Zum einen das erste Saisonspiel gegen Neuschleichach: „Einfach aufgrund des gesamten Spielverlaufs und der zahlreichen vergebenen Torchancen, bei denen ich schon auch an mir gezweifelt habe, ob man so schnell das Fußballspielen und Tore schießen verlernen kann“, sagt er.

Zum anderen nennt er das Hinspiel gegen die SG Pfaffendorf/Gemeinfeld – trotz eines relativ ungefährdeten Sieges. „Auch wenn wir dort recht souverän gewonnen haben, war ich mit der Art und Weise, wie wir als Mannschaft dort aufgetreten sind, überhaupt nicht zufrieden.“ Gerade solche Spiele hätten gezeigt, wie hoch die eigenen Ansprüche innerhalb des Teams gewesen seien.

Auch persönlich nahm Lars Tully aus der abgelaufenen Saison einiges mit. „Dass ich nicht alle Ansprüche, die ich mir selbst als Spieler oder Trainer stelle, auch automatisch von allen anderen erwarten darf“, sagt er offen. Gerade in der A-Klasse gebe es unterschiedliche Herangehensweisen und Prioritäten, die man akzeptieren müsse – auch wenn das nicht immer leicht falle.

Lars Tully (re.) wurde Torschützenkönig der A-Klasse 4.
Marco Heumann / anpfiff.info

Zwei Meisterfeiern zum Saisonabschluss


Nach dem entscheidenden Schritt zur Meisterschaft wurde natürlich ausgiebig gefeiert. „Nach dem entscheidenden Spiel ging es nach Stettfeld, von da aus gab es eine Meisterfahrt nach Steinbach, die im Sportheim mit einer großen Feier bis in die frühen Morgenstunden endete“, berichtet der Spielertrainer.

Damit aber war die Feierei noch nicht vollends beendet: „Nach der Saison wurde die Meisterschaft von einer kleinen Gruppe noch einmal auf Malle gefeiert.“ Dort gab es laut Lars Tully klare Sieger in der dritten Halbzeit. „Auch hier muss ich Ben Adamowski nennen, der alles gegeben hat.“ Ebenfalls eine Erwähnung wert sei Patrick „Pati“ Mohren gewesen, „der die Meisterfeier sichtlich genossen hat.“

Überzeugt in der Regel in der ersten, zweiten und dritten Halbzeit: Ben Adamowski.
 Marco Heumann / anpfiff.info

Vorfreude auf die Kreisklasse


In Zukunft darf sich die SG Stettfeld/Steinbach wieder in der Kreisklasse beweisen. Dort warten auf die Mannschaft neue Gegner, mehr Spiele und einige bekannte Gesichter. „Es gibt unter anderem ein Wiedersehen mit einigen ehemaligen Mannschaftskollegen“, freut sich Lars Tully bereits auf die kommende Runde. Große Kampfansagen will der Spielertrainer allerdings noch nicht machen. „In erster Linie möchten wir versuchen, möglichst lange erfolgreichen Fußball spielen und dann schauen wir einmal, was am Ende der Saison und in Zukunft dabei herauskommt.“

Zum Abschluss richtete Lars Tully nochmals persönliche Worte an sein Team: „Ich möchte mich einfach noch einmal bei jedem einzelnen Spieler für seinen Einsatz in der letzten Saison bedanken, da jeder seinen Teil zur Meisterschaft beigetragen hat.“ Ein besonderes Lob ging zudem an seinen Trainerkollegen Lois Jilke, „der mich in der vergangenen Saison auch in Sachen Trainingsplanung, Trainingsdurchführung, Spielvorbereitung und so weiter super unterstützt hat.“

anpfiff.info gratuliert zur Meisterschaft!

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Tabellenplatzierung

Pl.
 
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24
50:37
38

Tabellenverlauf


Top-Torschützen

(24|3|20)
(21|2|10)
(18|0|13)

Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
24
Spiele gewonnen
19
Spiele unentschieden
3
Spiele verloren
2
:0
Zu-Null-Spiele
6
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
1
Tore gesamt
107
Verschiedene Torschützen
15
Eigentore
1
Elfmetertore
5
Gelbe Karten
30
Zeitstrafen
0
Gelb-rote Karten
0
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
30
Zuschauer
1222
Zuschauerschnitt
101

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
27.07.2025 - 10.05.2026
22 Sp
60 Pkt
103:20 Tore
Am längsten ohne Sieg
seit 10.05.2026
2 Sp
1 Pkt
3:4 Tore
Die meisten Siege in Folge
26.10.2025 - 03.05.2026
11 Sp
33 Pkt
51:10 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 31.08.2025
11 Sp
29 Pkt
54:8 Tore
Auswärts ungeschlagen
27.07.2025 - 10.05.2026
11 Sp
31 Pkt
49:12 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
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3,0
Übersicht enthält nur Verbandsspiele.



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