(SG) TSG Sommerhausen 1/FC Winterhausen 1 

Artikel veröffentlicht am 20.06.2021 um 19:30 Uhr
Meisterportrait Sommer/Winterhausen: Fusion zum Erfolg
Mit vielen Fragezeichen war die neugegründete SG Sommer-/Winterhausen im Sommer 2019 in ihre erste gemeinsame Saison gestartet. 21 Monate, 20 Spiele, zwei Pausen und einen Saisonabbruch später stand die Elf von Christian Kohl und Felix Vetter schließlich als Meister und Aufsteiger in die Kreisliga fest.
Von Lutz Ziegler
Meister Kreisklasse 1 Würzburg: SG Sommerhausen/Winterhausen

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

„Die Kreisklasse 1 war für uns erstmal fast komplettes Neuland“, gibt Christian Kohl zu. Nicht nur die Umgebung war ungewohnt, auch die Fusion der beiden benachbarten Gemeinden am Main und die Tatsache, dass beide Teile des Duos Kohl/Vetter vor ihrer ersten Saison als hauptverantwortliche Trainer standen, trug zur Problematik der Selbsteinschätzung bei. Viel Zeit zur Akklimatisierung blieb der SG nicht, bereits im ersten Spiel gastierte man bei Meisterschaftsfavorit Bergtheim: „Wir wussten vorher nicht wirklich, wo wir in dieser Liga stehen. In Bergtheim führten wir dann zur Pause 2:0, gaben dann aber noch extrem ärgerlich zwei Punkte ab“, erinnert sich Kohl. Die Mannschaft aber verkraftete diese kleine Enttäusch ausgesprochen gut, siegte anschließend siebenmal in Serie und etablierte sich an der Tabellenspitze.

Ersten Rückschlag sofort verdaut

Christian Kohl
anpfiff.info
Die erste Niederlage ließ bis Oktober auf sich warten, als man bei der DJK Würzburg mit 1:2 unterlag: „Dieses Spiel und die anschließende Reaktion der Mannschaft würde ich als mitentscheidend auf dem Weg zur Meisterschaft bezeichnen“, analysiert Kohl im Nachhinein. Seine Elf ließ sich nicht etwa verunsichern, sondern fuhr anschließend vier Siege ein, darunter zwei klare 3:0-Efolge gegen den ärgsten Konkurrenten aus Bergtheim und eine personell aufgestockte Lengfelder Landesligareserve. Während der zwischenzeitlichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs im September/Oktober 2020 holte man aus fünf Partien immerhin zehn Zähler – genug, um nach Anwendung der Quotientenregel letztlich mit 2,25 zu 2,05 Zählern die Nase gegenüber dem SV Bergtheim vorne zu haben: „Ich denke, dass man in unserem Fall schon von einer verdienten Meisterschaft sprechen kann“, resümiert Christian Kohl und fügt mit Blick auf die Entscheidung des BFVs an, dass Abbruch und Wertung „in unseren Augen gerade im Bezug auf die Planungssicherheit schon die richtige Lösung“ gewesen wäre.
Die üblichen Meisterschaftsfeierlichkeiten mussten aufgrund der Pandemie bisher hinten angestellt werden, sollen aber, sobald es die Bestimmungen erlauben, bestmöglich nachgeholt werden.

Brüderlich zum Titelgewinn

In gängiger Trainermanier möchte Christian Kohl keine einzelnen Spieler aus dem Kollektiv herausheben, viel mehr ist ihm daran gelegen, Dank an mehrere Stellen auszusprechen: „Von unserer Seite geht ein großer Dank an die Verantwortlichen, die dieses Projekt, das anfangs auch etwas Skepsis hervorgerufen hatte, unterstützt, Felix und mir das Vertrauen entgegenbracht und diesen tollen Erfolgt so erst ermöglicht haben. Auch bei der Mannschaft wollen wir uns bedanken, die Jungs haben immer voll mitgezogen. Komplettiert wird das alles vom A-Klassen-Aufstieg unserer Reserve, bei der Trainer Nicolas Leis einen großartigen Job gemacht hat.“
Die Ausgeglichenheit des Kaders zeigt sich auch beim Blick auf die interne Torschützenliste. Gleich sieben Spieler trafen mindestens fünfmal. Einen alles überragenden Torjäger – wie beispielsweise Bergtheims Michael Lichtlein, der in 15 Partien 25 Treffer markierte – sucht man zwar vergebens, eine Besonderheit fällt dennoch ins Auge. Mit Philipp (13), Daniel (11) und Sebastien (6) Keßler erzielten drei Brüder 30 der insgesamt 61 SG-Tore.

Sommerhäuser Jubel: Christian Schwarz, Sebastian Keßler und Felix Vetter haben gut lachen.
anpfiff.info


Herausforderung Kreisliga „zwischen Mut und Demut“

Nach dem Aufstieg geht es nun auch in der kommenden Saison in ungewohntem Umfeld um Punkte. In der Kreisliga spielte Sommerhausen zuletzt vor 20 Jahren, der FC Winterhausen gar noch nie: „Die Liga ist sehr stark und bedeutet für uns einen massiven sportlichen Reiz. Wir wollen uns aber auf keinen Fall verstecken und die Aufgabe irgendwo zwischen Mut und Demut angehen“, zeigt sich Christian Kohl vorfreudig. Weiterhin gelte es nun, die Euphorie des Aufstiegs in nachhaltigen Erfolg umzumünzen und auch mit potentiellen Rückschlägen umzugehen. Dabei helfen sollen auch zwei Neuzugänge. Torhüter Markus Rudolf kommt von Jahn Schweinfurt und Sebastian Stumpf vom Bayernligisten TSV Karlburg. Letzterer will wegen beruflicher Veränderungen zunächst sportlich etwas kürzer treten und hat sich deshalb für eine Rückkehr zum Heimatverein entschieden.

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Tabellenplatzierung

Pl.
 
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41:18
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5
19
49:35
31

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
20
Spiele gewonnen
14
Spiele unentschieden
3
Spiele verloren
3
:0
Zu-Null-Spiele
6
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
0
Tore gesamt
61
Verschiedene Torschützen
12
Eigentore
0
Elfmetertore
5
Gelbe Karten
51
Gelb-rote Karten
3
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
23
Zuschauer
1120
Zuschauerschnitt
112

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
11.08.2019 - 05.10.2019
9 Sp
23 Pkt
23:10 Tore
Am längsten ohne Sieg
04.10.2020 - 11.10.2020
2 Sp
1 Pkt
5:6 Tore
05.10.2019 - 13.10.2019
2 Sp
1 Pkt
3:4 Tore
Die meisten Siege in Folge
18.08.2019 - 29.09.2019
7 Sp
21 Pkt
19:6 Tore
Zuhause ungeschlagen
18.08.2019 - 10.11.2019
8 Sp
22 Pkt
23:5 Tore
Auswärts ungeschlagen
seit 17.11.2019
5 Sp
13 Pkt
24:7 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
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