Meisterporträt FC Ezelsdorf: Back again! - anpfiff.info
FC Ezelsdorf 
Landesliga Nord - weiblich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 23.06.2026 um 06:00 Uhr
Meisterporträt FC Ezelsdorf: Back again!
Zwei Jahre nach dem Abstieg aus der Bayernliga sind die Frauen des FC Ezelsdorf zurück in der Belletage des Freistaates. Nach einem packenden Zweikampf mit dem Schwabthaler SV hatte die Hampicke-Elf den längeren Atem und überflügelte mit einem starken Schlussspurt die ebenso starke Konkurrenz. Die endgültige Meisterschaft tüteten die Mittelfränkinnen am letzten Spieltag ein. 
Von Bernd Riemke
Meister der Landesliga Nord - 2025/26, FC Ezelsdorf

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

In der Saison 2017/18 starteten die Frauen des FC Ezelsdorf ihren Durchmarsch von der Bezirksober- bis in die Bayernliga. Seinerzeit noch mit Katharina Hampicke als Spielerin. Vier Spielzeiten lang konnten sich die grün-weißen Damen halten, ehe es wieder eine Etage tiefer ging. Nach dem Abstieg hängte Hampicke die Fußballschuhe endgültig an den berühmten Nagel, schlüpfte in die Rolle der Trainerin und holte sich Fred Neumüller als Co an ihre Seite - mit durchschlagendem Erfolg. Im Vorjahr lieferte sich der FCE einen packenden Zweikampf mit dem 1. FC Nürnberg 2. Am Ende sollten sehr starke 53 Zähler nicht zum Aufstieg reichen. In der abgelaufenen Serie entwickelte sich ein nicht minder packender Zweikampf mit dem Schwabthaler SV - und diesmal sollten 55 Zähler reichen. Am letzten Spieltag machten die Ezelsdorferinnen mit einem 4:1-Heimsieg gegen Relegations-Absteiger FC Schwarzenfeld die Meisterschaft und damit die Rückkehr in die Bayernliga perfekt. 

Niederlage als Wachrüttler

Es war ein langer Weg für das Team um die beiden Spielführerinnen Julia Bindner und Nadja Eckstein, die beide die schönste Form der Vorfreude unter dem Herzen trugen und daher ebenso nur eine Halbserie lang aktiv mitwirken konnten wie Lena Graf, die sich im Saisonverlauf einen Kreuzbandriss zuzog. Am 6. Spieltag nutzte der FCE einen Strauchler des Schwabthaler SV und setzte sich erstmalig an die Tabellenspitze - nur um diese eine Woche später krachend wieder abgeben zu müssen. Das 0:3 im direkten Duell in Schwodl war ein herber Dämpfer. Ein Dämpfer, aus dem das Team die richtigen Schlüsse zog. Es sollte im gesamten weiteren Saisonverlauf die einzige Niederlage bleiben. Lediglich drei Unentschieden gab der spätere Meister noch her, blieb - ligaweit unerreicht - 15 Partien in Folge ohne Nuller und hielt dem Druck im Verlauf der Rückrunde stand. 

Für Laura Hildebrandt und Jenny Hallmann (Nr. 17) gab es jede Menge Grund zu lachen in der Meistersaison des FC Ezelsdorf. 
Bernd Riemke / anpfiff.info


Nervenstarker Schlussspurt

Vor dem direkten Duell in der Rückrunde mit dem Dauerkontrahenten Schwabthaler SV lag der FC Ezelsdorf mit vier Zählern im Hintertreffen. Zum Siegen verdammt lieferten Mittelfeldmotorin Alicia Kohl & Co ab. Nur eine Woche nach dem überzeugenden 4:1-Sieg im direkten Duell erklomm Grün-Weiß am 19. Spieltag den Platz an der Sonne und gab ihn bis zum letzten Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. "Nur" fünf Spieltage standen die Mittelfränkinnen im gesamten Saisonverlauf ganz oben - aber eben zum richtigen Zeitpunkt!

Zahlen und Fakten

WIE nervenstark und zugleich wie selbstsicher der Meister auftrat, versinnbildlicht der "goldene April" im Kalenderjahr 2026. Das Siegtor beim 1:0 gegen Leerstetten fiel in der 80. Minute. Der Ausgleich zum 1:1 bei der SpVgg Greuther Fürth 2 fiel in der 85. Minute. Der Ausgleich zum 1:1 gegen die SpVgg Erlangen fiel in der 84. Minute. Der 1:0-Siegtreffer beim FV Obereichstätt fiel in der 87. Minute. In vier Partien in Folge gelangen dem FCE entscheidende Treffer in den Schlussminuten. Das beste Auswärtsteam der Liga, das neun seiner Elf Spiele in der Fremde gewann und zu Hause gänzlich ohne Pleite blieb, setzte seinen Siegeszug im Frühjahr unaufhaltsam fort. 

Offensiv-Power

Die höchsten Saisonsiege gelangen auf eigenem Gelände mit einem 5:0 gegen TSV Plankenfels und in der Fremde jeweils mit einem 5:1 beim TSV Buch sowie beim SV Leerstetten. Als herausragend treffsicher erwies sich Franziska Dirner, die ihre bärenstarke Quote aus dem Vorjahr noch einmal toppen konnte und sich mit 26 Treffern nicht nur ligaweit die Torjägerkanone sicherte, sondern damit auch beinahe die Hälfte aller Ezelsdorfer Tore erzielte. Beim 5:1-Erfolg in Leerstetten gelang der unwiderstehlichen Torgarantin, die sage und schreibe neun Mal das richtungsweisende 1:0 erzielte, ein Hattrick. 

Neunmal hielt Amelie Bauer die defensive Null - ein ligaweit unerreichter Wert.
Bernd Riemke / anpfiff.info


Hinten ist der Laden dicht

Hinten war (nicht nur) auf Amelie Bauer Verlass. Zehn Mal stand die defensive Null, neun Mal ging dieses Kunststück auf das Konto der Stammtorhüterin, die mit ihren 32 Lenzen nichts an ihrer Strafraumbeherrschung eingebüßt hat und von hinten heraus der ruhende Pol der Kette war. Vor ihr verteidigten Julia Wartenfelser und Birte Köhn innen sowie Emma Ring und Laureen Enderlein - die einzige neben Franziska Dirner, die alle Saisonspiele absolvierte - außen in einer Viererkette, die beides war: scheinbar unüberwindbares Bollwerk nach hinten mit nur 16 Gegentoren und "Anschiebemaschine" mit einem ebenso geduldigen wie präzisen Spielaufbau nach vorne. 

Starkes Team stark verstärkt

Mit einem Durchschnittsalter von 26,3 Jahren stimmte nicht nur rein statistisch die Mischung beim Meister perfekt. U21-Youngster wie Franziska und Jennifer Frank, Nina Unterberg oder Einwechselkönigin Sandra Ortner durften sich an etablierten Führungsspielerinnen wie Laura Hildebrandt und Nicole März orientieren und von deren Spielübersicht lernen. Eine bemerkenswerte Stellung nahm Jenny Hallmann ein. Mit 40 Jahren ist sie ligaweit die älteste eingesetzte Spielerin der abgelaufenen Saison. Ihrer Effektivität, ihrer Spielfreude und ihrem Einsatzwillen tut dies freilich keinen Abbruch. Fünf Treffer steuerte Hallmann zum Meistertitel bei. Diese intakte und spielstarke Mannschaft wurde zudem punktuell bestmöglich verstärkt. Schon vor Saisonbeginn stießen "Tschuli" Wartenfelser und Emely Baumann, die vom Vorjahresmeister FC Nürnberg 2 kam und auf Anhieb eine feste Größe im Team wurde, dazu. Im Winter bildete Leni Fohrer mit der Empfehlung von zwanzig Zweitligaeinsätzen für den FC Ingolstadt das letzte Puzzlestückchen auf dem Weg zur Meisterschaft. 

Die Frauen des FC Ezelsdorf sind in allen Belangen ein würdiger Meister der Landesliga Nord in der Spielzeit 2025/26. anpfiff.info gratuliert auf das Herzlichste!











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Tabellenplatzierung

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45
5
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36:39
34

Tabellenverlauf


Top-Torschützen


Top-Vorlagengeber


Team in Zahlen

Spiele
22
Spiele gewonnen
17
Spiele unentschieden
4
Spiele verloren
1
:0
Zu-Null-Spiele
10
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
2
Tore gesamt
56
Verschiedene Torschützen
14
Eigentore
1
Elfmetertore
2
Gelbe Karten
12
Zeitstrafen
0
Gelb-rote Karten
0
Rote Karten
0
Eingesetzte Spieler
25
Zuschauer
1065
Zuschauerschnitt
96

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
seit 18.10.2025
15 Sp
39 Pkt
39:9 Tore
Am längsten ohne Sieg
11.04.2026 - 18.04.2026
2 Sp
2 Pkt
2:2 Tore
Die meisten Siege in Folge
seit 25.04.2026
6 Sp
18 Pkt
14:3 Tore
Die meisten Remis in Folge
11.04.2026 - 18.04.2026
2 Sp
2 Pkt
2:2 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 06.09.2025
11 Sp
27 Pkt
29:7 Tore
Auswärts ungeschlagen
seit 02.11.2025
7 Sp
19 Pkt
17:3 Tore

Spieler-Bilanz

Spieler
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Übersicht enthält nur Verbandsspiele.



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