Artikel veröffentlicht am 13.04.2021 um 15:30 Uhr
Seybothenreuth geht voran: Vereine unterstützen Test-Initiative
Manfred Neumeister ist nicht nur Kreisvorsitzender, sondern als Kreis- und Bezirksrat auch Lokalpolitiker. In beiden Funktionen unterstützt er Vereins-Initiativen wie die des SV Seybothenreuth, der seit dieser Woche einen Beitrag dazu leistet, dass so viel wie möglich freiwillig getestet werden kann. Mittlerweile gibt es auf lokaler Ebene weitere von Vereinen unterstützte Testzentren, zum Beispiel in Hollfeld.
Von Markus Schütz

"Das Testen läuft über die Apotheken, aber wir als Vereine können mit unserem Platzangebot und mit unserer Manpower eine wichtige Unterstützung sein.", erklärt Manfred Neumeister. Er war in Seybothenreuth dabei - und bietet seine Hilfestellung gerne auch für weitere interessierte Vereine in seinem Spielkreis an. Denn er ist davon überzeugt: "Wir brauchen eine Öffnungsstrategie. Und ich bin der Meinung, wir sollten jetzt einen kurzen, harten Lockdown durchführen, die Inzidenz auf unter 50 drücken und danach mit Hilfe der Tests eine Perspektive anbieten!"  

Auch in Hollfeld wird unter der Mithilfe ortsansässiger Vereine mittlerweile fleißig getestet. 
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Die anerkannten und für 48 Stunden gültigen Tests werden normalerweise in Apotheken und in Arztpraxen gemacht. "Die Kapazitäten - zeitlicher und personeller Art - sind dort, gerade während des laufenden Betriebes, aber begrenzt. Und auch das Platzangebot, schließlich ist der Mindestabstand einzuhalten etc. "Abhilfe könnten bzw. können hier nicht zuletzt auch unsere Vereine schaffen. Indem sie zum einen ihr Sportheim, zum anderen auch die Manpower ihrer Mitglieder zur Verfügung stellen.", so Neumeister, der beim Bayreuth-Kulmbacher Kreisklassisten SV Seybothenreuth mit vor Ort war, als die "Test-Einrichtung" zum ersten Mal geöffnet hatte. Bei 77 Personen konnte ein freiwilliger und kostenfreier Test durchgeführt werden. Nach etwas 15 Minuten bekommt man das Ergebnis mitgeteilt. Positiv war am ersten Öffnungstag keiner dieser Abstriche. 

Testen in Seybothenreuth: Von links: Apotheker Wolfgang Bauer (Bayreuth), Manfred Neumeister (Kreisvorsitzender), Gerd Rieß (GSL Bayreuth/Kulmbach), Bürgermeister Reinhard Preißinger (Seybothenreuth) und 1. Vorsitzender Uli Bertelshofer (SV Seybothenreuth).
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"Viele weiter Vereine hätten sicher die Voraussetzungen"

"Es gibt in unserem Spielkreis 1 sicher zahlreiche Vereine, die ebenfalls die Voraussetzungen haben, sich ebenfalls in dieser Sache einzubringen - und dadurch einen wichtigen Beitrag zu leisten, Schritt für Schritt in die Normalität zurückzufinden." Ziel sei es, "die Dunkelziffer an Personen zu minimieren, die unwissentlich das Virus in sich tragen und so als Weitergeber fungieren können. Sollte jemand nämlich bei den Schnelltests positiv sein, dann wird er in Quarantäne geschickt, das Gesundheitsamt übernimmt das weitere Vorgehen." Es sei, so Neumeister, vergleichbar mit dem, was in Tübingen praktiziert wurde bzw. wird. Testen und Impfen, nur so könne der Weg aus der Pandemie hin zu einem normalen Leben funktionieren. Je eher, desto besser! Und zu einem normalen Leben gehört - zwar nicht an erster Stelle, aber in jedem Fall auch - der Fußball dazu. "Der SV Seybothenreuth hat das jedenfalls ganz hervorragend gemacht.", lobt der Kreisvorsitzende den Verein aus der Gemeinde im Landkreis Bayreuth, die zur Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg gehört. Eine ähnliche Aktion gibt es auch beim VfR Katschenreuth. In Hollfeld arbeiten einige Ortsvereine zusammen mit Apotheken und der Kommune. 

Auch der Kreisvorsitzende ließ sich am ersten Öffnungstag in Seybothenreuth testen. Ergebnis: negativ. 
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Zusammenspiel Apotheke, Kommune - und Verein

Sollten sich weitere Vereine für ein solches Projekt interessieren, dann gilt: "Wichtig ist, dass dies nur in Zusammenarbeit mit einer Apotheke funktioniert. Diese hat quasi den Hut auf!", erklärt Manfred Neumeister. "Und über sie wird auch für die Hardware wie Testmaterial, FFP2-Masken etc. gesorgt." Wie sieht die Rolle des Vereins aus, welchen Aufwand gibt es? "Ich schlage grundsätzlich vor, dies immer auch im Zusammenspiel oder in Absprache mit der jeweiligen Kommune zu machen. Ansonsten geht es vor allem darum, zu den jeweils angebotenen Zeiten - wie zum Beispiel an zwei Tagen pro Woche jeweils von 16 bis 19 Uhr - zuverlässige Vereinsmitarbeiter zu stellen, die mit anpacken, aufbauen, desinfizieren etc. Die sogenannten 'Abstreicher' werden dabei entweder vom Gesundheitsamt oder von einem Hausarzt im Vorfeld geschult."
Der Verein bekommt eine entsprechende monetäre Aufwandsentschädigung.  

Für Fragen und Informationen steht Kreisvorsitzender Manfred Neumeister jederzeit zur Verfügung:
manfredneumeister@t-online.de
0171-2306193

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