Artikel veröffentlicht am 13.04.2021 um 06:00 Uhr
Einmalige Aktion: Schiedsrichter erlaufen 1200 Euro
Auch die Schiedsrichtervereinigung Kulmbach wollte die Corona-Zwangspause nicht ungenutzt verstreichen lassen. Unter der Leitung von Udo Konstantopoulos riefen die Referees eine Laufchallenge ins Leben und erfreuten sich großer Unterstützung. Am Ende konnte ein ordentlicher Betrag an das Geschwister-Gummi-Kinderheim und die Kulmbacher Tafel übergeben werden.
Von Hans-Jürgen Wunder
Eigentlich wollten die Kulmbacher Schiedsrichter 1500 Kilometer erlaufen, als die Idee Ende Februar ins Leben gerufen wurde. Zehn Sportkameraden sollten auf die Strecke geschickt werden. So zumindest der Plan. Am Ende beteiligten sich 55 Sportkameraden an der Laufchallenge und das angepeilte Ergebnis wurde fast verdreifacht. Genau 4130 Kilometer wies die Endabrechnung aus und die Referees betonen: "Alle Läufe wurden auch nachgewiesen, sodass es sich hier um echte Kilometer handelt."

Mit Feuereifer bei der Sache: Die Kulmbacher Referees.
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Unterschiedliche Rollenverteilung

Antreiber bei der Aktion war - wie sollte es anders sein - der Vorsitzende der Schiedsrichtervereinigung, Udo Konstantopoulos. Doch er beließ es nicht nur bei aufmunternden Worten, sondern ging selbst mit gutem Beispiel voran und spulte Kilometer für Kilometer ab. So hat er einen Spitzenwert von 382 km erlaufen, ebenso wie der Förderschiri Florian Thierauf. Beide wurden nur noch überflügelt vom Förderkadertrainer Mirko Morgener, der es als Spitzenreiter auf sage und schreibe 452 Kilometer gebracht hat. Allerdings wurden auch andere Rollen bestens besetzt. Spitzenschiedsrichter und Regionalliga-Referee Johannes Hamper ließ sich ebenfalls nicht lumpen und reihte sich in die ursprünglich angedachte Zehnergruppe ein, die alleine 2300 Kilometer zurücklegte. Die restlichen ca. 1.800 Kilometer verteilen sich auf die anderen Teilnehmer. Dabei haben Kameradinnen und Kameraden vom ganz jungen bis ins hohe Alter teilgenommen und diesen tollen Erfolg möglich gemacht. Auch gesamte Führungsmannschaft der Schiedsrichtervereinigung hat sich an den Läufen beteiligt und es haben sich auch noch ein paar Sportkameraden aus der Fußballfamilie im Landkreis Kulmbach angeschlossen. Sogar BFV-Kreisspielleiter Gerd Rieß hat es sich nicht nehmen lassen, an der Challenge teilzunehmen und stattliche 52 Kilometer beigesteuert. Freilich  mussten in der von Corona stark betroffenen Region einige Teilnehmer in Quarantäne - deshalb sprang ATS-Spielertrainer Florian Hohla als Backup ein und hätte im Fall der Fälle dafür gesorgt, dass das Ziel erreicht wird.

Auch Regionalligamann Johannes Hamper ließ sich nicht bitten und begab sich auf die Strecke. 
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Freigiebige Sponsoren

Sich fit zu halten und künftige Aufgaben zu rüsten, war ein Aspekt der Aktion, für einen guten Zweck Geld zu sammeln, ein anderer. Bereits im Vorfeld hatten die Firmen „KLMV Degelmann - Kommunal- und Baumaschinen“ aus Kulmbach mit 500€ sowie „Göhl-Bau“ aus Mainroth mit 200€ ihre Unterstützung zugesagt. Um den Betrag aufzurunden, haben sich zunächst der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann, dessen Sohn ebenfalls Schiri der Gruppe ist, und der Jugendeinteiler und Marktschorgaster Bürgermeister Marc Benker bereit erklärt, den Betrag auf 1.000€ aufzustocken. Am Ende ist auch noch Hamlet Badaljan, Chef des Untersteinacher Unternehmens „HB-Automobile“ als Sponsor mit zusätzlichen 200€ eingestiegen, sodass sich das Geschwister-Gummi-Kinderheim und die Kulmbacher Tafel je über eine Spende von 600€ freuen können. Bei den Referees in der Bierstadt wurde das erfreut zur Kenntnis genommen. "Wir sind stolz auf diese tolle Leistung und danken allen Kameradinnen und Kameraden und externen Läufern für ihre Bereitschaft, sich der guten Sache mit soviel Herzblut zu widmen. Ein großes DANKE auch unseren Sponsoren", hieß es. 

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