Artikel veröffentlicht am 22.04.2017 um 22:08 Uhr
Lebenszeichen des Tages: SV Reitsch ballert sich in Reichweite
SPIELTAG AKTUELL In Reichweite zum rettenden Ufer. Vor zwei Spielen noch schien Oranje mit mehr als nur einem Bein am Abgrund, sprich dem Abstieg in die Bezirksoberliga zu stehen. Zwei Spiele und 11:4 Tore später sehen die Frankenwälder wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Das Oberfrankenderby gegen die SpVgg Bayreuth war letztlich eine klare Angelegenheit
Von Bernd Riemke
"Das war für uns ein gebrauchter Tag. Wir haben seit Ewigkeiten nicht mehr richtig schlecht gespielt, deshalb kann ich mit dem schwachen Auftritt meiner Mannschaft heute leben. Für Reitsch war es ein weiteres Finale. Für uns war es ein Punktspiel. Reitsch wollte den Sieg von der ersten bis zur letzten Minute und hat sich daher den Sieg völlig verdient." Gäste-Trainer Sven Delatron versuchte erst gar nicht die über weite Strecken schwache Vorstellung seines Teams schön zu reden. Insbesondere die defensive Viererkette der Altstädterinnen offenbarte eklatante Schwächen und lud die Ladykracher förmlich zum Toreschießen ein. So hätte der Sieg für Oranje sogar höher ausfallen können. Immerhin parierte Magdalena Holl einen Elfmeter von Katrin Kittel und rettete im Verlauf der 90 Minuten mehrmals sehenswert gegen die Reitscher Angreiferinnen, die zum Teil sträflich frei vor ihr auftauchten. Allein viermal klärte sie in höchster Not gegen Linda Querfurth, die dennoch zur Matchwinnerin für die Gastgeberinnen wurde, da sie nicht nur zweimal selbst traf, sondern ein stetiger Unruheherd in der Hintermannschaft der Gäste war. Der SV Reitsch verdiente sich den Erfolg auch in dieser Höhe aufgrund einer kämpferisch sehr starken Leistung. In puncto Lauf- und Einsatzbereitschaft investierten die Hausherrinnen über die komplette Spielzeit mehr, so dass Oranje den letzten Strohhalm noch ein Stückchen fester im Griff hält. Trotz des zweiten Sieges in Serie ist das rettende Ufer immer noch vier Zähler entfernt. Der SVR, dem zuletzt Ende Oktober beim 2:1-Heimsieg über FC Karsbach mehr als ein Treffer in einem Spiel gelang, bewies bei den jüngsten beiden Siegen - letzte Woche gab man nach einem 7:3 in Neudorf die rote Laterne ab - endlich wieder Cleverness vor dem gegnerischen Kasten, so dass der kleine Funken Hoffnung im Abstiegskampf wieder ein bisschen mehr lodert.

Katrin Kittel (li.) schien den Sieg herbeiflehen zu wollen. Sie traf einmal, verschoss einen Elfmeter und musste in dieser Szene Sophia Hübner den Vorrang lassen.
anpfiff.info

Doppeltorschützin Linda Querfurth hofft auf die Wende zum Guten: "Der Sieg in Neudorf, aber auch das knappe 2:3 am Ostermontag im Pokal gegen Regionalligist ETSV Würzburg haben mehr oder weniger die Wende gebracht. Wichtig war, dass wir nicht nur 2:0 oder 3:0 gewonnen haben, sondern dass wir endlich einmal wieder die Kisten gemacht haben. Das hat uns zum einen schon Aufschwung gegeben, war zum anderen aber auch bitter nötig. Diesen Schwung konnten wir in die Partie heute mitnehmen und sind entsprechend früh in Führung gegangen. Der zwischenzeitliche Ausgleich war wieder typisch für uns, weil es uns häufig nicht gelingt, hinten zu Null zu spielen. Bei einem Gegentor fangen wir oft das Zappeln an und werden unsicher. Umso wichtiger war es heute, dass wir im direkten Gegenzug erneut in Führung gehen und im Laufe des Spiels Tore nachlegen konnten, damit es am Ende nicht noch einmal spannend wird. Im Moment schaue ich persönlich überhaupt nicht auf die Tabelle, sondern nur von Spiel zu Spiel. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen und wir wollen einfach versuchen, in den restlichen Spielen so viele Punkte wie möglich zu holen."

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Spielstenogramm

Tore: 1:0 Querfurth (17.), 1:1 Ganster (38., Bärnreuther S.), 2:1 Rebhan (39.), 3:1 Kittel (58.), 4:1 Querfurth (83., Kittel)
Gelbe Karten: - / Hübner S. - Foulspiel (11.), Hecker - Halten/Trikotziehen (62.), Holl - Foulspiel (86.)
Zuschauer: 50 | Schiedsrichter: Heiko Hoffmann (TSV Himmelkron )


Bilder-Galerie


Tabelle Landesliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
16
41:19
36
2
16
33:21
30
3
15
29:24
24
4
16
23:25
23
5
15
28:15
22
6
16
30:34
22
7
16
25:17
20
10
16
26:34
18
11
16
31:34
15
12
15
25:56
10
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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