Die Bezirksliga 2026/27: Sechs alte Hasen und drei neue Gesichter - anpfiff.info
Artikel veröffentlicht am 27.08.2026 um 12:00 Uhr
Die Bezirksliga 2026/27: Sechs alte Hasen und drei neue Gesichter
Die Bezirksliga geht mit einem abwechslungsreichen Teilnehmerfeld in die neue Saison. Neun Mannschaften kämpfen um Punkte, Platzierungen und die eigenen Saisonziele. Während sechs Teams bereits in der vergangenen Spielzeit in der Liga vertreten waren, sorgen drei neue Gesichter für frischen Wind. Unterschiedliche Voraussetzungen, personelle Veränderungen und ambitionierte Ziele versprechen eine spannende Runde.
Von Annalena Raithel
In der Bezirksliga steht zur Saison 2026/27 ein interessantes Teilnehmerfeld in den Startlöchern. Sechs Mannschaften bleiben der Liga erhalten und wollen ihre Platzierungen aus der vergangenen Spielzeit möglichst bestätigen oder sogar verbessern. Mit dem SV Fortuna Untersteinach und dem SV Hutschdorf kommen zwei Mannschaften aus der Bezirksliga Ost hinzu, während die SpVgg Germania Ebing II nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga neu in der Liga dabei ist. Bei zahlreichen Teams hat sich personell einiges getan – entsprechend unterschiedlich fallen auch die Zielsetzungen aus.

SV Coburg-Ketschendorf: Mit Ambitionen zurück an die Spitze

Der SV Coburg-Ketschendorf geht als Vizemeister der vergangenen Saison in die neue Spielzeit. Der neue Trainer Mirco Schuberth kann dabei zwei neue Spielerinnen begrüßen. Annalena Raithel kommt aus der Landesliga von der SpVgg Germania Ebing, Magdalena Germeroth wechselt von der Spvg Eicha nach Ketschendorf. Elisabeth Müller wird hingegen pausieren. Nach dem starken zweiten Platz sind die Ansprüche entsprechend hoch. „Wir möchten uns in vielen Sachen, sei es spielerisch oder taktisch, verbessern und auf keinen Fall schlechter abschneiden als letzte Saison“, erklärt Schuberth. Der Blick geht dabei durchaus nach ganz oben: „Um am Ende ganz oben zu stehen, muss alles passen. Das Potenzial haben dazu die Mädels auf jeden Fall.“

Spielführerin Tina Fleischmann und ihr SVK wollen wieder oben mit angreifen.
Anna Raithel / anpfiff.info

SG Schnaid-Rothensand: Einen Schritt nach vorne machen

Die SG DJK Schnaid-Rothensand/ASV Sassanfahrt geht als Tabellenfünfter in die neue Saison. Auf der Trainerbank stehen weiterhin André Paptistella und Melanie Friedel. Mit Laura Lämmlein von der DJK Teuchatz und Anni Haußner aus der eigenen Jugend gibt es zwei Neuzugänge. Dem stehen mit Tamara Raab, die zum SV Wernsdorf wechselt, und Lia Sophia Eichhorn, die sich dem SV Sambach anschließt, zwei Abgänge gegenüber. Das Trainerteam möchte sich mit der Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr verbessern. „Wir wollen eine bessere Platzierung als im Jahr zuvor erreichen“, lautet die Zielsetzung.

Schwabthaler SV II: Jugend soll integriert werden

Der Schwabthaler SV II geht nach Platz sechs in der Vorsaison mit einem klaren Entwicklungsziel in die neue Spielzeit. Trainer Sven Stöckert kann drei Spielerinnen aus der U17 in den Damenbereich hochziehen. Magdalena Dietz, Viktoria Pastore und Emilia Voll sollen künftig bei den Damen Erfahrungen sammeln. Lea Treubel verlässt den Verein hingegen in Richtung FC Redwitz. Für Stöckert steht vor allem die Kombination aus Klassenerhalt und Nachwuchsförderung im Mittelpunkt. „Saisonziel ist der Klassenerhalt und die Integrierung der jungen Spielerinnen in die Damenmannschaft“, erklärt der Trainer.

SV Wernsdorf: Neuer Trainer - neues Teamgefühl

Der SV Wernsdorf belegte in der vergangenen Saison den vierten Tabellenplatz und möchte auch in der neuen Spielzeit eine gute Rolle spielen. Mit Markus Lang übernimmt ein neuer Trainer das Kommando. Gleichzeitig gibt es mehrere Veränderungen im Kader.
Tamara Otzelberger und Christina Teufel kommen von der DJK Schnaid-Rothensand, Michelle Porzelt und Samira Schröter wechseln vom RSV Drosendorf nach Wernsdorf. Anna Friedrich legt dagegen eine Pause ein. Lang setzt trotz der guten Ausgangslage zunächst auf eine vorsichtige Zielsetzung: „Wir wollen eine gute Rolle spielen. Der Fokus liegt zunächst auf dem Klassenerhalt, da sich die Mannschaft und der neue Trainer erst kennenlernen müssen.“

Lisa Spangel und der SV Wernsdorf wollen wieder eine gute Saison spielen.
Anna Raithel / anpfiff.info

SG Michelau/Roth: Angriff auf die Top drei

Die SG 1. FC Michelau/1. FC Fortuna Roth schloss die vergangene Saison auf dem siebten Rang ab. In der neuen Spielzeit soll es deutlich weiter nach vorne gehen. Trainer Rene Blank erhält mit Luisa Betz, Anna Kremer und Sophie Kremer gleich drei Spielerinnen vom SCW Obermain. Dazu kommen mit Heidi Büttner, Katharina Degen und Lina Jander drei Talente aus der eigenen Jugend. Jolyn Backert, Johanna Kriesch und Kristina Walter legen dagegen eine Pause ein. Das Saisonziel fällt bei der SG entsprechend ambitioniert aus: „Wir wollen die Saison unter den ersten drei abschließen und uns fußballerisch als Mannschaft weiterentwickeln.“

RSV Drosendorf/Gundelsheim: Mit Spaß zum Klassenerhalt

Nach Platz acht in der vergangenen Saison geht es für den RSV Drosendorf/SV Gundelsheim zunächst darum, sich in der Bezirksliga zu behaupten. Trainer Wolfgang Menk kann dabei Hanna Wolf aus der eigenen Jugend neu in den Damenkader integrieren. Demgegenüber stehen allerdings mehrere Abgänge. Theresa Deringer wechselt zur SpVgg Germania Ebing, Michelle Porzelt und Samira Schröter zum SV Wernsdorf. Zudem verlassen Michaela Ley, Elena Harthan und Julia Fleischmann den Verein beziehungsweise stehen nicht mehr zur Verfügung. Menk formuliert die Zielsetzung entsprechend bodenständig: „Wir wollen Spaß am Fußball haben und den Klassenerhalt schaffen.“

SV Fortuna Untersteinach: Der Meister aus dem Osten

Mit dem SV Fortuna Untersteinach kommt der Meister der Bezirksliga Ost in den Bamberger Spielkreis. Trainerin Saskia Matysiak und Trainer Timo Schneider setzen dabei auf eine Mischung aus bewährten Kräften und Nachwuchs. Leni Pittroff, Leni Rosa, Leonie Landau, Mia Heining und Mina Knarre rücken allesamt aus der eigenen Jugend auf. Emily Hartel, Stefanie Roß und Luise Wagner stehen dagegen nicht mehr regulär zur Verfügung. Aufgrund ihres Studiums haben alle drei aufgehört, wollen bei personellen Engpässen aber weiterhin als Aushilfen zur Verfügung stehen. Trotz des Wechsels in einen neuen Spielkreis sind die Ambitionen groß: „Unser Ziel ist es, unter den ersten vier der Liga mitzuspielen.“

Der Kader des SV Fortuna Untersteinach für die kommende Saison. 
SV Fortuna Untersteinach / anpfiff.info

SV Hutschdorf: Unbekannte Gegner und ein klares Ziel

Auch der SV Hutschdorf wechselt aus der Bezirksliga Ost in den Bamberger Spielkreis. Nach Platz sechs in der vergangenen Saison wartet damit eine neue Herausforderung. Trainer Roland Reihs kann fünf neue Spielerinnen begrüßen: Helen Kugas, Lilian Kessel, Rosalie Bachmann und Julia Birkelbach rücken in den Damenbereich hoch. Simone Hirschberg kehrt nach einer Pause wieder zum Team zurück. Luna Schminder wechselt zum SV Würgau, Jessica Musholt zum FC Eintracht Münchberg und Jessica Gramaglia pausiert. Eine Prognose fällt für Reihs aufgrund des neuen Umfelds schwer. „Nach dem Wechsel von der BZL Ost in den Bamberger Spielkreis ist es schwer, eine Prognose abzugeben. Die jeweiligen Gegner sind für uns schwer einzuschätzen. Es sind Vereine dabei, welche für uns gänzlich unbekannt sind, sowie Mannschaften mit einer erfolgreichen Historie, wie der RSV Drosendorf.“ Klar ist für ihn allerdings das vorrangige Ziel: „Unser vorrangiges Ziel ist eindeutig der Klassenerhalt.“

SpVgg Germania Ebing II: Nach dem Abstieg wieder stabilisieren

Als Absteiger aus der Bezirksoberliga komplettiert die SpVgg Germania Ebing II das neue Bezirksliga-Feld. Alexander Duethorn und Rolf Baier übernehmen die Mannschaft und können mit Ann-Kathrin Dumsky vom FC Baunach sowie Angelina Barcellona und Ezgi Gökcan dazugekommene Spielerinnen begrüßen. Auf der anderen Seite gibt es einige Abgänge. Kira Hertel beendet ihre Karriere, Amelie Tuffner und Jessica Kühnlein wechseln zur DJK Teuchatz. Sophia Schneider und Corinna Niedermayer pausieren. Nach dem Abstieg geht es für die Ebing II zunächst um Stabilität. „Unser Ziel ist ganz klar, nicht auf einem Abstiegsplatz zu gelangen und dabei mit Spaß in die Spiele gehen“, lautet die Vorgabe des Trainerteams.

Wer wird sich am Ende durchsetzen? 

Die Bezirksliga verspricht dieses Jahr eine abwechslungsreiche Saison. Während der SV Coburg-Ketschendorf und die SG Michelau/Roth ambitioniert in Richtung Spitzengruppe blicken, geht es für andere Teams zunächst um den Klassenerhalt. Mit Fortuna Untersteinach, Hutschdorf und Ebing II kommen zudem drei Mannschaften mit unterschiedlichen Voraussetzungen hinzu. Gerade die Mischung aus etablierten Teams, ambitionierten Aufsteigern und dem BOL-Absteiger dürfte für eine spannende Saison sorgen.



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