Artikel veröffentlicht am 18.03.2015 um 22:01 Uhr
Knapp die Überraschung verpasst: Eltersdorf stark - Greuther Fürth schwach
Es hatte nicht sollen sein beim Testspiel der Eltersdorfer gegen Greuther Fürth. Denn die Quecken waren mehrfach am verdienten Ausgleich dran gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner. Allerdings war kein großer Unterschied zwischen dem Zweitligisten und dem Bayernligisten zu erkennen. Kein Wunder, dass manch Zuschauer flachste: "Vielleicht hätten die lieber gegen unsere Reserve spielen sollen als Aufbaugegner!"
Von Sebastian Baumann
Gut! Fürth hatte deutlich mehr Ballbesitz und auch sonst ein optisches Übergewicht. Aber ansonsten? “Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft”, freute sich Trainer Hendrik Baumgart dann auch nach der Partie über seine Jungs, die nur wenig zugelassen hatten gegen den großen Favoriten. “Wir haben super gegen den Ball gespielt und verteidigt und wenig aus dem Spiel zugelassen.” Denn gefährlich wurde es eigentlich nur nach Standards, allerdings hatte der SCE auch mit Sebastian Lechner auch einen vorzüglichen Keeper im Kasten, der in der Anfangsphase bei zwei Standards - einmal war Trinks der Schütze, das andere Mal köpfte Wurtz auf den Kasten - Klasse reagierte und den Ball um oder an den Pfosten lenkte. Die Quecken hatten selber gute Gelegenheiten, die beste vergab Thomas Dotterweich nach knapp 15 Minuten, als der Kapitän - vielleicht etwas überrascht, dass er so frei vor dem Kasten war - einen harmlosen Schuss abgab, anstelle noch weiter zu laufen. “Wir haben mutig nach vorne gespielt”, freute sich dann auch der Trainer und haderte gar nicht mit den guten Gelegenheiten in der Schlussphase der ersten Hälfte als erst Sven Röwe mit einem herrlichen Freistoß nur den Pfosten traf und dann nach einer schönen Eckballvariante Oliver Janz den Ball nicht richtig traf. Zuvor hatte freilich der Gast getroffen. Allerdings mit gütlicher Mithilfe der Quecken. Denn Tom Abadjiew hatte erst vorzüglich den Ball erkämpft, um dann ohne Not das Spielgerät in die Füße eines Greuther spielte. Am Ende landete der Ball über Kartalis und Trinks bei Sebastian Freis, der mit einem satten Schuss in den rechten oberen Winkel traf.

Ab in den Winkel geht der Schuss von Sebastian Freis (Nummer 9). Keeper Lechner ist ohne Chance.
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“Immer die Nummer 7!”

Apropos Oliver Janz. Wenn ein Profitrainer sich in der zweiten Halbzeit über die vermeintlich rustikale Spielweise eines Spielers aufregt, der allerdings immer im Rahmen des Erlaubten seinen Körper einsetzte und eigentlich nicht unfair spielte, dann ist dies wohl schon als höchstes Lob anzusehen. “Immer nur die Nummer 7!” So meckerte Co-Trainer Mirko Reichel in der zweiten Hälfte nämlich gegen die Eltersdorfer Bank und gab damit auch irgendwie Einblicke in das angekratze Seelenheil des Zweitligisten. Denn nach Zweitligafußball sah das Gekicke der Greuther wahrlich nicht aus. Da hätte es schon 1:1 stehen müssen, denn ein Eltersdorfer hatte nach einem Angriff den Ball im Kasten untergebracht, allerdings stand der Spieler vermeintlich im Abseits. Wohl eher im passiven, so dass der Treffer hätte gegeben werden müssen und die Blamage des Kleeblatts dann auch perfekt gewesen wäre. Denn nach vorne agierten die Profis mehr als nur harmlos. Viel zu wenig Tempo war im Spiel, so dass die Quecken ihre Defensivarbeit ohne große Mühe vollziehen konnten.

Zufrieden konnte das Eltersdorfer Trainerteam Hendrik Baumgart (hinten) und Roland Graf sein.
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Alex Piller mit dem Profidebüt

Einzig nach der Einwechslung von Alex Piller, der einst in Bruck sein Handwerkszeug lernte und nun in Fürth in der U23-Mannschaft kickt, sorgte für so etwas wie frischen Wind. Denn der Flügelflitzer sorgte bei seinem Profidebüt doch noch für Bewegung am Flügel, auch wenn Kevin Köhler wie schon in den ersten beiden Rückrundenpartien wieder eine bärenstarke Leistung am Flügel ablieferte. “Er hat einen riesen Sprung gemacht.”, freut sich der Trainer über seinen Linksverteidiger, der nach der Verletzung von Philip Messingschlager zur Zeit gesetzt ist und auch seine Eingewöhnungsphase überwunden zu haben scheint.

Der Ex-Brucker Alex Piller (links, gegen Philip Mandelkow) durfte das erste Mal bei den Profis mit spielen.
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Gegen Regensburg 2 nachlegen

Nach der Kür gegen Greuther Fürth und mit reichlich Selbstvertrauen geht es nun nach Regensburg zur Profireserve des Jahn. “Die kennen wir natürlich schon. Die sind offensiv brutal stark. Sind da super besetzt und spielen wirklich einen guten Fußball.”, weiß der Trainer und ergänzt. “In der Rückwärtsbewegung sind die aber etwas anfällig. Und uns liegen ja auch Mannschaften, die Fußball spielen wollen. Das hat man heute gesehen. Wir sind gut drauf und können mit breiter Brust in die Oberpfalz fahren. Wir harmonieren einfach gut im Moment, das hat man heute gesehen und so kann es natürlich weiter gehen.”

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Stenogramm

SC Eltersdorf:
Lechner - Köhler, Esparza, Lindner (65. Weiler), Abadjiew - Völker (46. Mirschberger), Dotterweich (70. Hagen), Röwe, Mandelkow, Herzner (80. Sekulic) - Janz (80. Leitenbacher)

Greuther Fürth:
Varvodic (45. Flekken) – Philp (60. Röcker), Caligiuri (60. Korcsmár), Thesker (45. Kirsch), Kartalis – Sukalo (60. Fürstner), Holter (45. Stiepermann)– Wurtz (60. Piller), Trinks (45. Przybylko), Lam (60. Schröck) – Freis (45. Zulj)

Tor: 0:1 Freis (24.)

Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich)


Steckbrief M. Büskens

Michael Büskens
Alter
53
Geburtsort
Düsseldorf
Familie
verheiratet, 2 Kinder
Nation
Deutschland
Größe
181 cm
Beruf
Fußballtrainer
Starker Fuß
Linksfuß
Lieb.-Position
defensives Mittelfeld
Erfolge
1997: Gewinn des UEFA-Cups mit Schalke 04
2001: Gewinn des DFB-Pokal mit Schalke 04
2002: Gewinn des DFB-Pokal mit Schalke 04
2012: Aufstieg mit Greuther Fürth in die 1. Fußballbundesliga


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