Artikel veröffentlicht am 22.06.2021 um 12:54 Uhr
Nachbesserung der Politik: 100 Stehplätze sind möglich!
Ende des politischen Ränkespiels: Das bayerische Kabinett hat nun eine lange geforderte Nachbesserung bei der Zuschauerfrage im Breitensport geregelt. Bei Sport- und Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel bleiben wie bisher höchstens 500 Zuschauer zulässig. Davon dürfen ab morgen immerhin 100 ohne feste Plätze (als Stehplätze) mit Mindestabstand vergeben werden, die übrigen weiterhin nur als feste Sitzplätze.
Von Marco Galuska
Bis zu 100 Stehplätze sind ab 23. Juni wieder zugelassen.
fussballn.de / Kögel
Es ist zumindest eine Erleichterung, mit der die allermeisten Testspiele nun auch regulär mit Zuschauern stattfinden können: Am Vormittag hat das Bayerische Kabinett endlich die praxisferne Regelung zum Teil aufgelöst, wonach zwar bis zu 500 Zuschauer, aber nur auf festen Sitzplätzen zugelassen waren. Ab morgen (23. Juni 2021) sind dann bis zu 100 Zuschauer, mit Mindestabstand, als Stehplätze erlaubt.

Vor fünf Tagen noch hatte der Bayerische Landtag einen entsprechenden Antrag abgelehnt. Politische Interessen - so war zu vernehmen - standen dem gesunden Menschenverstand im Wege. Aber auch mit der heutigen Nachbesserung ist nur ein Etappenziel erreicht. Für die in gut einem Monat startende Saison könnte die Anzahl von 100 Stehplätze knapp werden. Zudem bleibt aktuell noch abzuwarten, wie die detaillierte Ausgestaltung im neuen "Rahmenkonzept Sport" aussieht.

Koch: "Von der Zielgeraden weit entfernt"

Es bleibt weiter mühsam und nicht wirklich nachvollziehbar. Wir haben in den vergangenen Wochen seit Inkrafttreten des Stehplatz-Verbotes wiederholt Gespräche mit Ministerpräsident Markus Söder, dem für den Sport zuständigen Innenminister Joachim Herrmann sowie Gesundheitsminister Klaus Holetschek geführt und dabei klar zum Ausdruck gebracht, dass die Verordnung an der Realität vorbeigeht", sagt BFV-Präsident Rainer Koch: „Die meisten Amateur-Fußballplätze bei uns in Bayern haben gar keine Sitzplatz-Tribünen, so dass hier Zuschauer*innen praktisch ausgeschlossen waren. Das kann nicht im Sinne unserer Vereine sein, zumal die Sportplätze weitläufig und damit groß genug sind. Die jetzt erfolgte Korrektur ist natürlich zu begrüßen, es ist aber allenfalls eine Etappe, von der Zielgeraden sind wir weiterhin weit entfernt.

Der BFV fordert auch weiterhin eine Gleichbehandlung und kritisiert die Regeln: Während die Verordnung nach wie vor in Gebäuden 1000 Zuschauer auf Stehplätzen erlaubt, bleibt es draußen, wo das Infektionsrisiko nachgewiesen äußerst gering ist, bei einer Begrenzung auf 500 Besucher. „Dieser Umstand ist schlicht nicht nachvollziehbar und lässt sich auch nicht erklären“, sagt Koch: „Mit der jetzt geltenden Steh- und Sitzplatz-Regel ist den meisten Vereinen, die sich aktuell auf die neue Saison vorbereiten und vorwiegend Testspiele bestreiten, zunächst geholfen. Das darf aber kein Dauerzustand bleiben. Wir werden hier hartnäckig bleiben und auch weiter Gespräche führen, die zu Ergebnissen führen, die den Gegebenheiten auf unseren Amateur-Fußballplätzen gerecht werden.

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