Emil Zorn war in seinem ersten Pflichtspiel für die Hofer Bayern, ein starker Rückhalt.
Alexander Grobr
SpVgg Bayern Hof
Hofer Bayern wollen mehr Verantwortung übernhmen
Am Dienstagabend gastiert mit dem TSV Großbardorf ein Aufsteiger auf der Grünen Au, der bei weitem kein unbekannter ist. Nach drei Jahren Ligaabstinenz, sind die Grabfeld-Gallier zurück in der Liga und holten vier Punkte aus vier Spielen. Zwar gelang den Gästen nur ein Treffer in diesen Spielen, doch Weiß das Trainerteam der Hofer Bayern um die Gefahr eines solchen Gegners. Denn auf der Grünen Au könnte eine gar nicht so geheime Geheimwaffe auftauchen: Schon gegen Nördlingen wurde Jannik Göller wieder eingewechselt. Ein Stürmer, den Koch mit dem treffsicheren Lucas Köhler vom FC Eintracht Münchberg vergleicht. „Er war in der Vergangenheit der absolute Mann für Großbardorfer Tore. Wir wissen aber nicht, wie weit er aktuell körperlich ist“, sagt er und schickt eine Warnung an sein Team hinterher: Wenn der 32-Tore-Mann der Vorsaison (Landesliga Nordwest) wieder fit ist, dann erhält das Großbardorfer Spiel eine völlig neue offensive Statik. Genauso wie Ex-Hofer Maximilian Weiß, der im Sommer zum TSV zurückkehrte und dort im zentralen Mittelfeld ein feste Größe ist. Schon allein deshalb warnt Koch vor zu vielen Blicken auf die Tabelle, wenn der Sechste auf den Fünftletzten trifft. „Großbardorf ist keine Laufkundschaft“, so Koch. In der Bayernliga komme es derzeit immer wieder zu wilden Ergebnissen. „Keine Aufgabe ist so leicht, dass es auf jeden Fall ein Dreier wird“, sagt er, gibt aber als klares Ziel für das Dienstagsspiel den Heimsieg aus: „Wir haben uns fest vorgenommen, daheim zu punkten, und spielen auf jeden Fall auf Sieg.“ Ein wichtiger Faktor für einen Erfolg wird es sein, die Abschlussschwäche der letzten beiden Spiele abzulegen und effektiver zu agieren. Gegen Neumarkt und in Nürnberg-Kornburg waren die Hofer das bessere Team, hatten deutlich höhere Chancenanteile, standen am Ende aber mit demselben Ertrag da wie der Gegner. Die Folge: „Wir haben die Torabschlüsse ins Training eingebaut und sehr stark daran gearbeitet. Zudem habe ich noch einmal persönlich mit den Stürmern gesprochen, um Tipps zu geben – in der Hoffnung, dass wir noch kaltschnäuziger werden.“ Koch weiß aber auch, dass es sich dabei um einen Prozess handelt. „Das lässt sich nicht von heute auf morgen umstellen.“ Es geht um Mentaltraining statt reinem Schusstraining. Dabei liegt der Vorteil der Hofer Bayern aber auch in der breite des Kaders. Mit wenigen Verletzten hate Benjamin Koch die Qual der Wahl.
Aufgebot letztes Spiel SpVgg Bayern Hof (DJK Gebenbach, 11.09.2026):
Guyon,
Scherbaum,
Hamann J. (78.
Skrabalek),
Kinder,
Schubert,
Zuber (78.
Vollert),
Weimer (74.
Seidel L.),
Gezer K.,
Tittmann (72.
Frank),
Stadelmann N.,
Durkan (78.
Hain) /
Zorn
Expertentipp von Maik Schneider
2:0
Der TSV Großbardorf um seinen Kapitän Julius Landeck steht im Auswärtsspiel bei der SpVgg Bayern Hof unter Druck. Es muss mindestens ein Punkt her, damit es tabellarisch nicht ungemütlich wird.
Alexander Grober
TSV Großbardorf
Grabfeld-Gallier stehen bei der SpVgg Bayern Hof unter Druck
Für den Bayernliga-Aufsteiger TSV Großbardorf läuft es nicht. Zuletzt mussten sich die Grabfeld-Gallier im Heimspiel gegen den TSV Nördlingen mit einen torlosen Remis begnügen, obwohl die Truppe um Kapitän Julius Landeck eine knappe halbe Stunde in Überzahl spielte. Erschreckend war die Minuskulisse von gerade mal knapp über 100 Besuchern. Die Bardorfer Anhänger hatten drei Jahre lang auf Bayernliga-Fußball verzichten müssen, was schade war, aber anscheinend wird das nicht angenommen. Nun müssen die Mannen von Trainer Robin Keiner auswärts ran, spielen in der englischen Woche am Dienstag beim Traditionsklub SpVgg Bayern Hof. Die Oberfranken sind seit der 0:3-Auftaktniederlage beim ASV Cham viermal in Folge unbesiegt geblieben und haben sich ins obere Tabellendrittel vorgearbeitet. Das macht es für die Gallier nicht leichter. Immerhin hat die Truppe von der Unterhofer Straße zuletzt Defensiv-Qualitäten gezeigt, die auch auf der Grünen Au in Hof gefragt sind. Probleme hat der Aufsteiger offensichtlich in der Offensive, in vier Spielen wurde erst ein Tor erzielt, Minuswert der Liga. Der zuletzt angeschlagene Torjäger Jannik Göller ist noch torlos und die Kollegen kommen nicht in Schwung. Einfach wird es für den TSV nicht, der die letzten drei Partien in Hof verloren hat. Den letzten Bardorfer Sieg auf der Grünen Au gab es 2019, lang, lang, ist's her. Ein Punkt wäre daher schon ein Erfolg und könnte Coach Keiner zufriedenstellen.
Aufgebot letztes Spiel TSV Großbardorf (SV Fort. Regensburg, 12.09.2026):
Stephan,
Leifer,
Steinmetzer,
Dell (60.
Stumpf),
Reitstetter,
Götz S. (46.
Reuß),
Wirth (46.
Kremer),
Hau,
Landeck (86.
Mangold R.),
Göller,
Mangold J. (60.
Förster S.) /
Götz N.,
Manninger F.,
Müller,
Weiß
Expertentipp von Dirk Meier
1:1