Hatte in Rimpar das 2:3 und damit die mögliche Wende auf dem Fuß: Moritz Heusinger.
Christian Eschner
FT Schweinfurt
"So darf man sich definitiv nicht abschlachten lassen"
"Das war ein gebrauchter Tag!" Beim Blick auf das 1:7 beim ASV Rimpar am Sonntag kann Benjamin Freund - verständlicherweise - nur wenig bis nichts Positives entdecken. "So darf man sich definitiv nicht abschlachten lassen." Sieben Gegentore tun weh, vor allem, wenn man ein wenig genauer darauf blickt, wie sie entstanden sind. "Wir haben zu viele Geschenke verteilt und Rimpar war sehr effizient", erklärt der Coach der FT Schweinfurt. Allen drei Gegentreffer in Halbzeit eins gingen eklatante Fehler voraus. Und auf der anderen Seite, "haben wir die wenigen Chancen, die wir hatten, nicht genutzt". Vor allem eine Szene dürfte Benjamin Freund dabei im Hinterkopf haben. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Moritz Heusinger freistehend vor dem Tor die Gelegenheit, auf 2:3 zu verkürzen. Es hätte ein Wendepunkt werden können. Stattdessen fielen nach weiteren Fehlern und einem Elfmeter noch weitere vier Gegentore. Am Mittwoch ist auf jeden Fall Wiedergutmachung angesagt. Bei diesmal stabilem Wetter geht es gegen den FC Fuchsstadt, der am Wochenende ebenfalls klar verlor und nicht besser dasteht als die Turner. Ein richtungsweisendes Spiel für beide. Und für den Coach ein besonderes noch dazu. „Ich
mag die Mannschaft und auch den Verein“, gibt Benjamin Freund mit Blick auf den
FC Fuchsstadt gerne zu. Zum einen stand er zum Beispiel mit dem Vorsitzenden Tobias
Stöth einst gemeinsam bei den FT Schweinfurt auf dem Platz. Zum anderen hat er einen
gewissen persönlichen Bezug zu Fuchsstadt. „Ich habe dort die ersten Jahre
meines Lebens verbracht und bin dort auch in den Kindergarten gegangen.“
Aufgebot letztes Spiel FT Schweinfurt (ASV Rimpar, 30.11.2025):
Mai,
Mock (46.
Keuser),
Werner P.,
Werner S.,
Heusinger,
Horn,
Wieland,
Siegmund (63.
Maxaieie),
Frey (78.
Kirchner),
Kundmüller (86.
Steinfelder),
Popp (86.
Stegmann) /
Kritzner,
Freund,
Wolfrum
Expertentipp von Marco Heumann
2:1
Ben Erhards Knieverletzung hat sich als Kreuzbandriss entpuppt.
Alexander Grober
1. FC Fuchsstadt
Zum Angstgegner
Ein Heimspiel zum Vergessen legten die Fuchsstädter gegen Aufsteiger Eisingen hin. Der FC bekam vom Anpfiff weg kaum Zugriff, ließ sich allein im ersten Durchgang drei Gegentore einschenken und verlor trotz drei Halbzeit-Wechseln und insgesamt sieben Verwarnungen am Ende deutlich. Allerdings gehen auch die Turner nicht mit dem besten Gefühl ins Nachholmatch, nachdem der ersten Versuch schweren Regenergüssen zum Opfer fiel. Sieben Stück kassierte die Elf von der Maibacher Höhe in Rimpar. Beide finden sich mit jeweils vier Punkten bereits in der Abstiegszone wieder. Die wollen die Fuchsstädter freilich verlassen, dafür müssen sie aber ihren Angstgegner bezwingen. Denn in der Kugellagerstadt gewannen die Schwarz-Roten zuletzt 2015. Seitdem gab es zwei magere Zähler und sonst nur Niederlagen. "Es geht darum, uns zu rehabilitieren. Wir haben viel vermissen lassen und verdient verloren. Dass wir direkt das nächste Spiel haben, ist für uns gut. Wir müssen definitiv mit der richtigen Haltung ins Spiel gehen. Wer den Rückschlag besser wegsteckt, wird das Spiel gewinnen und das werden wir sein!", gibt sich Thomas Kaiser trotz der Abreibung kämperisch und siegesbewusst. Länger verzichten muss der FC auf Ben Erhard und Florian Gehring, der eine Herzmuskelentzündung erlitt.
Aufgebot letztes Spiel 1. FC Fuchsstadt (Alemannia Haibach, 15.11.2025):
Kilchert M.,
Straub,
Bartel S.,
Werner,
Beckert,
Reuter,
Frank (76.
Schmitt E.),
Tahir,
Hugo (46.
Huf),
Neder,
Mjalov (46.
Schmidtner) /
Schaub,
Franz,
Thurn,
Pache,
Gehring
Expertentipp von Lukas Hörlin
0:1