Artikel vom 21.01.2022 18:00 Uhr
Schnüdel testen erstmals: Jose Holebas zu Gast, geht Meris Skenderovic?

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Nach der ersten Trainingswoche, die von allen Akteuren gut überstanden wurde, gibt es für den FC Schweinfurt 05 am Samstag um 14.00 Uhr auf dem Nebenplatz des Stadions den ersten Test der Vorbereitung auf das Fußballfrühjahr. Zu Gast ist ein Gegner aus Hessen, der einen klangvollen Namen trägt und einen ebensolchen im Kader hat: FC Bayern Alzenau.
Von Marco Heumann


Am vergangenen Montag ist der FC Schweinfurt 05 in die fünfwöchige Wintervorbereitung gestartet. An deren Ende wollen die "Schnüdel" noch einmal einen Angriff auf die Tabellenspitze der Regionalliga und damit auch auf das große Ziel Aufstieg in Liga drei starten.

Löwen-Interesse am zweitbesten Torschützen

Das machte der sportliche Leiter, Robert Hettich, im Lauf der Woche in Gesprächen mit den Medien immer wieder klar. Trotz neun beziehungsweise 13 Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten Bayern München 2 (zwei Spiele mehr) und den Spitzenreiter SpVgg Bayreuth (ein Spiel mehr) werfen die Unterfranken die Flinte noch nicht ins Korn.

Dazu passt auch, dass das in der Süddeutschen Zeitung kolportiierte Interesse des TSV 1860 München an Offensivmann Meris Skenderovic bisher an den Verantwortlichen der Schnüdel abperlt. Die "Löwen" würden, so die SZ, den 23-Jährigen, der einst bei der TSG Hoffenheim ausgebildet wurde und bisher 13 Treffer und acht Vorlagen auf dem Konto hat, gerne als Ergänzung für ihre Offensivreihe und als "Ersatz" für den aussortierten Sascha Mölders verzichten.

„Wir haben nicht vor, ihn abzugeben“, wird Robert Hettich zitiert. Das liege nicht nur an den eigenen Ambitionen, sondern auch an der Position der 60er, die in der Dritten Liga aktuell nur im Mittelfeld des Rankings stehen. Damit seien sie wohl kaum die Verbesserung, die sich der ehemalige Jugendnationalspieler vorstellt. „Den Sprung in die dritte Liga könnte er ja mit uns auch schaffen“, sagte der sportliche Leiter der SZ.

Schnüdel-Stürmer Meris Skenderovic im Eins-gegen-Eins mit Daniel Schütz von Friesen.
anpfiff.info

Nur Luis Zwick und Vitus Scheithauer fehlen

Am Samstag dürfte Meris Skenderovic auf jeden Fall noch für den FC 05 auf dem Platz stehen, wenn es um 14.00 Uhr gegen den FC Bayern Alzenau geht. In der ersten Partie der Vorbereitung kann Trainer Tobias Strobl nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bei den täglichen Einheiten stand fast der komplette Kader, inklusive dem in dieser Woche vom Würzburger FV zurückgekehrten Emir Bas auf dem (Kunst-)Rasen.  Leidiglich Kapitän Luis Zwick musste aufgrund einer Erkrankung aussetzen. Ansonsten fehlte lediglich der Langzeitverletzte Vitus Scheithauer, dessen Rückkehr ins Mannschaftstraining nach halbjähriger Verletzungspause jedoch kurz bevorsteht.

Der Chefcoach zeigte sich nach den ersten Einheiten zufrieden: „Die Jungs ziehen sehr gut mit und machen einen fitten Eindruck“, erklärt er auf der Homepage des Regionalligisten. „Der Fokus der ersten beiden Wochen gilt der defensiven Stabilität. Hier wollen wir die Abläufe gegen den Ball etwas verändern und kompakter verteidigen, um die Gegentore in den nächsten Wochen und Monaten zu minimieren.“

Fehlte krank im Training: Keeper Luis Zwick.
anpfiff.info

Von der Champions League nach Alzenau

Der Hessenligist FC Bayern Alzenau ist auch vor diesem Hintergrund ein idealer erster Testpartner. Nicht zu fordernd, aber auch nicht zu schwach. Das Team von Neu-Coach und Ex-Profi Angelo Barletta, kämpft in der Abstiegsrunde der zweigeteilten Oberliga im Nachbarbundesland gegen den Gang in die Verbandsliga an.

Prominentester Spieler im Kader der Bayern ist sicherlich José Holebas. Der 37-jährige Grieche und gebürtige Aschaffenburger bestritt seit 2010 für Olympiakos Piräus, die AS Rom und den FC Watford über 250 Spiele auf internationalem Top-Niveau und sammelte Erfahrungen in der Champions League und bei Welt- und Europameisterschaften. Davor war er beim TSV 1860 München einer der Leistungsträger.

„Alzenau ist ein guter Oberligist. Wir freuen uns auf einen spielerisch guten Gegner, der uns auch im Spiel gegen den Ball fordern wird. Hier werden unsere im Training erarbeiteten Inhalte gleich im Spiel auf den Prüfstand gestellt“, erklärt Tobias Strobl vor dem Vergleich mit den Nord-Bayern.

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2G Plus für Zuschauer

Anpfiff der Partie auf dem Kunstrasen des Sachs-Stadions ist um 14.00 Uhr.

Die Schnüdel dürfen unter der Beachtung der 2G plus Regel (geimpft oder genesen mit zusätzlichem negativem Test, ausgenommen geboosterte Personen) Zuschauer zum Freundschaftsspiel gegen Alzenau empfangen.

Das Zuschauerverbot aus dem Profisport findet demnach keine Anwendung, da es sich um keine große überregionale Veranstaltung gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 7 der 15. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (IfSMV) handelt.

Die weiteren Testspiele

29. Januar (14 Uhr), 1.FC Schweinfurt 05 – Kickers Offenbach (ohne Zuschauer)

5. Februar (14 Uhr), Hessen Kassel – 1.FC Schweinfurt 05

6. Februar (14 Uhr), 1.FC Schweinfurt 05 – SV Seligenporten

12. Februar (14 Uhr), 1.FC Schweinfurt 05 – Würzburger FV

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