Artikel vom 29.09.2020 06:00 Uhr
Der Fußball ist zurück und erlebt - neben einigen Wermutstropfen und Mannschaftsabmeldungen - hier und da auch eine Art Renaissance. In der Kreisklasse Süd freut man sich teils über hohe Trainingsbeteiligungen, zurückgekehrten Teamgeist und darauf, wieder gemeinsam auf Punktejagd zu gehen. Dennoch - bei all der Freude bleiben hier und da leise Restzweifel, was das Fußballjahr 2019/21 noch so mit sich bringen wird.
Fast ein Jahr ist es nun schon her, dass die letzten
Pflichtspiele in der Kreisklasse Süd stattgefunden haben. Seitdem hat sich viel
getan. Transfers, veränderte Erwartungshaltungen und nicht zuletzt die enorm
lange Fußballpause sorgen dafür, dass sich so mancher erst wieder an den
Ligaalltag gewöhnen muss. anpfiff.info hat bei den Mannschaften der Kreisklasse Süd mal nach dem Rechten gesehen - in
Teil zwei beim SV Priesendorf, dem SC Prölsdorf, der DJK Teuchatz 2 und dem FC
Thüngfeld.
SV Priesendorf (7.
Platz | 3 Punkte | 10:66 Tore)
Zwei neue Gesichter sind seit dem Restart Teil der Priesendorfer
Damenmannschaft. Mit Viviana Rath rückt eine Jugendspielerin in den
Erwachsenenkader nach, Jana Kinder kommt von den Sportfreunden aus Laubendorf.
Angesichts der punktearmen Hinrunde, möchte man beim aktuellen Siebtplatzierten
einige Optimierungen im Spielfluss vornehmen, wie Trainer René Schierle verrät:
„In der Rückrunde wollen wir unser Spiel etwas besser gestalten, vielleicht
können wir dann noch den einen oder anderen Sieg feiern“, hofft der 28-Jährige,
der mit der Vorbereitung seiner Mädels im Großen und Ganzen zufrieden gewesen
ist, wenngleich sie sich durch Corona etwas holprig gestaltete.
Der SV Priesendorf möchte in der Rückrunde noch den einen oder anderen Zähler einfahren.
anpfiff.info
SC Prölsdorf (2.
Platz | 24 Punkte | 63:13 Tore)
Zufrieden:
Bianca Hofmann
anpfiff.info
Für die Flex-Mannschaft aus Prölsdorf läuft die Saison
bislang tadellos. Trotz personeller Engpässe stehen Bianca Hofmann und Co. auf
einem überragenden zweiten Tabellenplatz. Ganz nebenbei stellt der Sportclub auch
noch die beste Offensive der Liga mit durchschnittlich 6,3 Toren pro Partie. Um
nicht mehr auf besagten Flex-Modus – also dem Neun-gegen-Neun - zurückgreifen
zu müssen, hat man sich in der Coronapause fünf Neuzugänge ins Team geholt. Mit
Lea Aumüller und Katharina Riedmüller verstärken zwei ehemalige Juniorinnen den
Kader des SCP. Vanessa Kramer und Isabella Martinez sind zwei weitere
Youngster, die aus Stappenbach und Stegaurach kommen. BOL-Erfahrung bringt
zudem Theresa Spey mit, die zuvor insgesamt achtmal für die TSG 05 Bamberg
auflief.
Angesichts der langen Pause zeigt sich Spielertrainerin
Bianca Hofmann froh darüber, dass endlich wieder gekickt werden darf: „Wir
wollten ja schon im Frühjahr unbedingt unsere neuen Trikots präsentieren, das
können wir jetzt endlich nachholen“, verkündet sie grinsend. Gleichzeitig
jedoch äußert die 28-Jährige auch einige Bedenken zum weiteren Verlauf: „Die
Rückrunde können wir nur schwer einschätzen. Im Herbst nur vier und im Frühjahr
2021 nur zwei Spiele zu bestreiten, ist einfach wenig. Es wird auf die
Tagesform ankommen, die Liga wird ein wenig zur Wundertüte“, meint sie.
Bianca Hofmann (li.) schielt mit einem Auge in Richtung Tabellenspitze.
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DJK Teuchatz 2 (3.
Platz | 19 Punkte | 31:18 Tore)
Unter schwierigen Voraussetzungen stand auch die Vorbereitung
der DJK Teuchatz 2. Viele Testspielabsagen und diverse kleine Blessuren machten
es der Lämmlein-Elf nicht leicht, wieder in den Rhythmus zu finden. Personell allerdings
bleibt nahezu alles beim Alten. Lediglich eine Kaderveränderung verkündet der
wohl dritte Mitfavorit auf die Meisterschaft: Mit Marlena Brehm stößt ein Fußball-Neuling
ins Team.
Bastian Lämmlein
anpfiff.info
Angesichts der herben 2:8-Niederlage zum Restart gegen
Gundelsheim möchte sich Bastian Lämmlein zur Rückrunde nicht mehr allein auf
den Aufstieg fokussieren, wie er anpfiff.info jüngst mitteilte: „Wir schauen
jetzt von Spiel zu Spiel. Wichtig ist, dass wir weiter fleißig trainieren. Wir
wollen da sein, falls die vor uns platzierten Teams Punkte liegen lassen“,
analysiert er. Mit dem SV Priesendorf wartet am übernächsten Wochenende ein
Gegner aus der unteren Tabellenhälfte auf die zweite Damenmannschaft aus
Teuchatz, ehe es zum womöglich schon entscheidenden Spiel nach Dörfleins geht. Sieben
Punkte Rückstand sind es derzeit auf die Spitzenposition – mit noch einem
absolvierten Match weniger. „Vielleicht können wir Dörfleins im direkten Duell
noch etwas ärgern!“, zeigt sich der DJK-Coach nach wie vor erwartungsvoll.
Dörfleins gegen Teuchatz - der Zweikampf, der heuer das Aufstiegsrennen bestimmt.
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FC Thüngfeld (6.
Platz | 9 Punkte | 26:23 Tore)
Drei Siege, sechs Niederlagen. Die erste Saison des FC
Thüngfeld verläuft einigermaßen zufriedenstellend. Durch die Coronapause hat
sich der Kader der Elf von Lukas Mahr etwas erweitert, wenngleich man auch den
Abgang von Nicole Schernich in Richtung SC Adelsdorf hinnehmen musste. Trotz
des schwierigen Unterfangens, den einen oder anderen Testspielgegner zu finden,
zeigt sich der Thüngfelder Coach zufrieden mit der Vorbereitung, die am
Wochenende mit dem Auftaktspiel gegen Prölsdorf (0:2) ihr Ende fand: „Wir
hatten immer eine sehr gute Trainingsbeteiligung und zeigten vollen Einsatz“,
lässt Mahr wissen.
Bedenken jedoch kommen auch beim FCT auf, wenn es darum
geht, was man wohl von der kommenden Zeit erwarten darf: „Es sind gemischte
Gefühle, dass es nun wieder losgeht. Einerseits sind alle heiß drauf,
andererseits bleibt halt die Frage, wie lange wir spielen dürfen und ob die
lange Vorbereitung nicht vielleicht doch für die Katz‘ war“, gibt der 29-Jährige
zu. Rein sportlich erhofft er sich noch ein paar Zähler für seine Mannschaft
und auch, dass der Spaß niemals zu kurz kommt.
anpfiff.info bedankt
sich für die ausführlichen Gespräche und wünscht alles Gute für den weiteren
Saisonverlauf.